Tann in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Verwaltungsge-
meinschaft:
Tann
Koordinaten: 48° 19′ N, 12° 54′ O
Höhe: 447 m ü. NN
Fläche: 37,55 km²
Einwohner: 3990
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84367
Vorwahl: 08572
Kfz-Kennzeichen: PAN
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 148
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wallner Str. 14
84367 Tann
Webpräsenz: www.tann.de
Bürgermeister: Adi Fürstberger

Tann ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Tann.

Geografie

Geografische Lage

Tann liegt im Südosten Niederbayerns, in grenznaher Lage zu Österreich mit der Stadt Braunau am Inn und in Nachbarschaft zu den Rottaler Städten Eggenfelden und Pfarrkirchen. Der Ort liegt eingebettet im Hügelland, in einer nach Süden hin auslaufenden Talmulde. Auf den Nordhängen hat man an Föhn-Tagen einen wunderbaren Blick über die zufußeliegende Ortschaft mit ihrer dominanten Pfarrkirche und dem Alpenpanorama im Hintergrund. Der historische Marktplatz im Inn-Salzach-Stil mit dem zentralen Marienbrunnen ist einer der schönsten im ostbayrischen Raum.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Tann besteht aus dem Markt Tann sowie den Orten Eiberg, Zimmern und Walburgskirchen. Tann ist auch der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Tann-Reut.

Bildung und Soziales

Schulen und Kindergärten

  • Grund- und Hauptschule Tann
  • Grundschule Walburgskirchen
  • Kindergarten Tann
  • Kindergarten Walburgskirchen

Seniorenbetreuung

  • Altenpflegeheim "Zum Laaberg"
  • Seniorenheim Tann e.V.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 927, sie steht in Zusammenhang mit dem Salzburger Erzbischof Adalbert. Im Jahre 1379 stieß Tann zum Herzogtum Bayern, um im Jahre 1389 die Marktrechte verliehen zu bekommen. Im Jahr 1481 erhält Tann das Recht zur Abhaltung von Märkten. Der Martinimarkt, der heute noch abgehalten wird, geht auf dieses Jahr zurück. In anderen Quellen wird angenommen, dass bereits um 1230 von Herzog Ludwig dem I. das Recht verliehen wurde, öffentliche Märkte abzuhalten. In der Zeit um 1300 entstanden die ersten Woll- und Leinwebereien, die in den folgenden Jahrhunderten mit ihren Qualitätsprodukten in den europäischen Handelszentren namhaft wurden. Besonders der Handel von Segeltuch führte die Tanner Leinweber und Tuchmacher in die Seehäfen von Triest, Venedig, Genua und Amsterdam. Im 19. Jahrhundert erfolgte dann der Niedergang der Tanner Tuchmacher. Gefangen in ihrem erstarrten Standesdenken waren sie weder in der Lage, sich den sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen zu stellen, noch die aufkommende Technisierung für ihre Vorteile zu nutzen. Ein Übriges zu dieser Entwicklung trug die Abtrennung des Innviertels von Bayern und die Gründung des Deutschen Zollvereins 1834 dazu bei. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts entwickelte sich die Wallfahrt zum "Herrgott von Tann". Sie dauerte annähernd 200 Jahre an und hatte nicht zuletzt auch wirtschaftliche Bedeutung für den Ort. Bei einem Großbrand am 17. November 1785 wurde ein Teil des Ortes vor allem in Richtung Schildthurn zerstört. Am späten Nachmittag des 1. Mai 1945 endete für Tann ohne jegliche Kampfhandlungen der 2. Weltkrieg. Nach erfolgtem Einmarsch der US-Armee, kapitulierte die ungarische Armee, die sich mit Stab und oberster Leitung bis hierher zurückgezogen hatte, in einem formellen Zeremoniell am Marktplatz. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern 1972 haben sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Tann, Walburgskirchen und Zimmern zu einer Gemeinde zusammengeschlossen, des Weiteren wurde eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Reut gebildet.

Kirchliche Einrichtungen und Aktivitäten

  • Katholischer Pfarrverband Tann mit den Pfarreien Tann, Eiberg, Zimmern und Walburgskirchen
  • Evangelische Pfarrei Tann
  • Kath. Arbeitnehmerbewegung (KAB)
  • Katholischer Frauenbund, jeweils in Eiberg, Tann, Walburgskirchen und Zimmern
  • Katholische Landjugend (KLJB) jeweils in Tann und Zimmern

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Der Wachsmarkt, ein seit jeher sehr stark besuchter Markt mit vollen Gasthäusern und politischen Kundgebungen, findet am Donnerstag vor Mariä Lichtmess (2. Februar) statt.
  • Das Sonnwendfeuer der Freiwilligen Feuerwehr findet am Wochenende um den 24. Juni statt.
  • Am 2. Augustwochenende findet das bei der Bevölkerung beliebte Weinfest statt. Dieses wird von den Feuerschützen Tann e.V. organisiert und abgehalten.
  • Der Kunstmarkt am letzten Sonntag im August hat sich in dieser Form erst in den letzten 15 Jahren aus dem traditionellen Bartholomäusmarkt entwickelt. Die "Open Air"- Veranstaltungen finden Anklang durch alle Bevölkerungsschichten aus nah und fern.
  • Der Martinimarkt am 2. Sonntag im November hat über 600 Jahre Tradition in Tann.
  • Der Nikolausmarkt findet am Samstag vor dem 6. Dezember statt.

Vereine

Allg. Vereine

  • Bauernverein Tann
  • BRK- Tann
  • Club der Ungeküßten
  • Fremdenverkehrsverein Tann
  • Geflügelzuchtverein Tann
  • Imkereiverein
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Walburgskirchen
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Zimmern
  • Obst- und Gartenbauverein Tann e.V.
  • Pferdefreunde Tann
  • Reservisten-, Krieger- u. Soldatenkameradschaft Tann
  • Stopselclub Tann
  • VdK-Ortsverband Tann
  • Volkstanzfreunde Tann
  • Feuerschützen Tann e. V.
  • Steinbachschützen Walburgskirchen e.V.

Freiwillige Feuerwehren

In der Gemeinde Tann sind vier selbständige Feuerwehren etabliert:

  • Freiwillige Feuerwehr Eiberg
  • Freiwillige Feuerwehr Tann
  • Freiwillige Feuerwehr Walburgskirchen
  • Freiwillige Feuerwehr Zimmern

Kultur

  • Kultur e.V
  • Thalia Theater-Tann e.V.
  • Theatergruppe Walburgskirchen

Sport

  • EC Walburgskirchen
  • Skiclub Langeck e. V.
  • Turn- und Sportverein Tann (TSV Tann) 1891 e.V., mit den Sparten Damengymnastik, Fußball, Laufgruppe, Skiclub, Stockschützen,Tennis Tann und Tischtennis
  • TUS Walburgskirchen

Persönlichkeiten

  • Professor Dr. Max Heuwieser war Professor für Weltgeschichte und historische Hilfswissenschaften an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Regensburg und Mitbegründer des Instituts für Ostbairische Heimatforschung .
  • Barbara Suchner ist Schrifftstellerin und Lyrikerin.



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Informationsportal über Tann in Bayern - 26.5.2012