Temnitztal in Brandenburg


Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Amt: Temnitz
Koordinaten: 52° 53′ N, 12° 38′ O
Höhe: 38 m ü. NN
Fläche: 51,95 km²
Einwohner: 1686
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16845
Vorwahl: 033928
Kfz-Kennzeichen: OPR
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 426
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Amtsverwaltung:
Am Heideberg
16818 Walsleben
Webpräsenz: www.amt-temnitz.de/ris/instanz_7/index.htm
Bürgermeister: Thomas Voigt (Wählergemeinschaft Temnitztal)

Temnitztal ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Brandenburg). Sie entstand am 30. Dezember 1997 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Kerzlin, Küdow-Lüchfeld, Rohrlack, Vichel und Wildberg. Später schloss sich noch die Gemeinde Garz an.

Ortsteile

  • Garz
  • Kerzlin
  • Küdow-Lüchfeld
  • Rohrlack
  • Vichel
  • Wildberg


Geschichte

Garz wurde 1364 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name stammt von dem slawischen Wort „gard” bzw. „gord” für Burg. Garz befand sich 1364 im Besitz des Neuruppiner Kalands. Seit Anfang des 15. Jahrhunderts war dort die Familie von Quast ansässig.

Im 18. Jahrhundert ließ die Familie von Quast die Parks von Garz und Vichel als Barockgärten anlegen. Hermann von Quast (1812-1888), Gutsherr auf Garz, ließ Mitte des 19. Jahrhunderts den Park des Herrenhauses in Garz als Landschaftsgarten gestalten, ebenso wie sein Bruder Albrecht (1813-1871), der Gutsherr auf Vichel, den Park des dortigen Herrenhauses. Von Adolf Friedrich von Quast (1893-1976) sind diverse Fotos des Gutsparks aus der Zeit von 1916 bis 1943 erhalten. 1945 wurde die Familie von Quast enteignet, das Herrenhaus wurde Kulturhaus und enthielt in der oberen Etage Wohnungen.

Nachdem 1992 Teile des Garzer Gutshofes samt Gutspark in Privatbesitz übergingen, wurden dort Restaurierungsarbeiten nach historischem Vorbild durchgeführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das Rittergut Garz im gleichnamigen Ortsteil ist eine der ältesten Gutsanlagen im Land Brandenburg. Von der mittelalterlichen Befestigungsanlage ist ein Wohnturm erhalten. Der aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammende Feldsteinturm (11 m hoch, mit bis zu 1,40 m dicken Wänden) diente der Familie von Quast nach dem Dreißigjährigen Krieg als Wohnhaus. 1681 wurde der polygonale Fachwerktreppenturm angebaut.

An das um 1700 entstandene Herrenhaus schließt sich südlich ein etwa sechs Hektar großer, im landschaftlichen Stil gestalteter Gutspark an (inkl. Teich mit Brücke und Insel sowie die Schneise nach Vichel).

Außerdem sehenswert:

  • Herrenhaus mit Rundbogen-Loggia in Vichel
  • Kirche in Vichel (1867 in italienisch-romanisierendem Stil erbaut)
  • Kirche in Garz (1727, barock)
  • Vorlaubenhaus in Garz (Dorfstraße 4): ehemaliger Dorfkrug. 2005 beteiligte sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an der Sanierung.

Literatur

  • Gemeindeverwaltung Vichel (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Vichel, 1992
  • Andrea Gosten (Bearb.): Dorf und Rittergut Vichel, Bd. I-III, TU-Berlin, 1994



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Informationsportal über Temnitztal in Brandenburg - 26.5.2012