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Teningen ist eine Gemeinde in Südbaden im Südwesten Baden-Württembergs. Sie liegt etwa 3 km westlich der Kreisstadt Emmendingen und etwa 20 km nördlich von Freiburg im Breisgau. GeografieTeningen liegt am Rande der Vorbergzone des Schwarzwaldes. Ein Teil der Gemarkungsfläche erstreckt sich auch auf die Elzniederung in der Freiburger Bucht. GeologieDer geologische Untergrund der Vorbergzone wird von Buntsandstein oder Muschelkalk gebildet, diese sind mit mehr oder weniger mächtigen Lößpaketen überdeckt. Insbesondere im Übergangsbereich der Vorbergzone zur Elzniederung sind die Lößschichten besonders mächtig. Die Elz selbst bildet alluviale Kies- und Sandablagerungen, auf denen früher vor allem Wiesenwirtschaft betrieben wurde, heute sind diese Flächen vielfach für den Ackerbau umgebrochen. Unter Geologen bekannt ist die sog. Landecker Verwerfung im Ortsteil Landeck, die oberhalb des Ortes direkt an der Straße sichtbar ist und ein vielfach besuchtes Exkursionsziel geologischer Lehrveranstaltungen darstellt. GeschichteTeningen wird erstmals 972 urkundlich erwähnt. Es gehört damals dem Kloster Einsiedeln. Ab 1250 untersteht es den Grafen von Freiburg. Um 1356 gerät es in den Besitz der Markgrafen von Baden-Hachberg, die es 1415 an die Markgrafen von Baden verkauften. Innerhalb Badens gehört es bereits seit 1806 zum Oberamt Emmendingen, dem Vorgänger des heutigen Landkreises. Seit der Bildung des Landes Baden-Württemberg 1952 gehört auch Teningen zum neuen Südweststaat. Eingemeindungen
OrtsteileHeimbachEin Chronist des Klosters St. Gallen berichtet im 9. Jahrhundert von einem Heimbach („villam quae Hembach nuncupatur”) was unser Heimbach meinen könnte. Allerdings gibt es den Namen Heimbach so häufig, dass auch andere Orte die Ehre für sich in Anspruch nehmen, schon so früh urkundlich genannt worden zu sein. Allerdings weist eine 1810 abgebrochene St. Gallus-Kirche, die durch einen 1774-1477 entstandenen Neubau gleichen Namens ersetzt wurde, auf eine Verbindung zum Kloster St. Gallen. Bis 1520 hatte Heimbach in der Familie Roeder sowie dem Kloster Schuttern zwei Herrschaften. In diesem Jahr erwarben die Klosterherren den Anteil des verstorbenen letzten Roeder mit allen Rechten und Pflichten für die Bewohner. 1527 kam das Dorf dann an die Stürtzel von Buchheim. Deren Nachkommen verkauften die Herrschaft 1604 an das Kloster Tennenbach, das es 1621 an einen Johann Dietrich von Hohendlandeberg verkaufte. Hans Wilhelm von Goll kaufte Heimbach von dessen Familie 1652. Über den Freiherrn von Duminique kam es schließlich in die Hände derer von Elverfeldt, die noch heute als Barone in Heimbach residieren. 1805 ging der Ort dann an Baden, nachdem er die Jahrhunderte zuvor zum habsburgischen Vorderösterreich gehört hatte. Aus diesem Grund fand hier die Reformation nicht statt. Seit dem Mittelalter bis 1787 teilte sich der Ort mit Köndringen, Malterdingen und Mundingen die große Waldallmende „Vierdörferwald”. Im Heimbacher Teil dieses Waldes befinden sich als Naturdenkmale mehrere Steinbrüche, die auf eine bis ins Mittelalter zurückreichende Steinhauertradition verweisen. KöndringenWie die meisten der auf –ingen endenden Orte dürfte Köndringen bereits im 6., 7, oder 8. Jahrhundert als alemannische Siedlung entstanden sein, die ihrerseits an einem Ort entstanden sind, an denen bereits die Römer Bauten errichtet hatten. Erstmals wird Köndringen in einer Urkunde Kaiser Ottos II. vom April 997 erwähnt, in der der Kaiser dem elsässischen Kloster Murbach die Immunintät, das Recht zur Wahl des Abtes sowie die Befreiung von Zöllen bestätigt. Allerdings ist diese Urkunde eine Fälschung, in der zwei Höfe in „Chunringia” erwähnt werden, zudem ein „loco Niwnburch”, also der Teninger Ortsteil Nimburg. LandeckGeschichteErste schriftliche Hinweise auf den Ort reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Der Name von Burg und Siedlung wurde erstmals 1260 erwähnt. Im Jahr 1300 verkaufte Heinrich von Geroldseck die Burg an die Johanniter in Freiburg, die sie ihrerseits kurz darauf mit dem Ritter Johann Snewlin, einem Freiburger Patrizier tauschten. Ort und Burg blieben bis zum Ende des 15. Jahrhunderts in der Familie der Snewlin. 1511 kam ein Teil der Burg Landeck an die Markgrafen von Baden, 1538 die gesamte Burganlage mit Siedlung. Seither wurden die Besitzungen vom ebenfalls markgräflichen Köndringen aus verwaltet. Bereits im 18. Jahrhundert hatte Landeck eine eigene Schule. Seit 1824 gehört Landeck zur Kirchengemeinde von Mundingen, einem Teilort von Emmendingen. Nicht zuletzt wegen dieser Verbindung wollten die Landecker schon im 19. Jahrhundert nach Mundingen eingegliedert werden. Unter den Nationalsozialisten wurde der Ort 1935 nach Köndringen eingemeindet. Das Schulhaus in Landeck wurde 1768 von der Gemeinde Köndringen gebaut. Im Jahre 1804 wurde vom Oberamt Hochberg vorgeschlagen, Landeck von der Kirchengemeinde Köndringen zu trennen und mit Mundingen zu vereinigen. Der Vorschlag wurde von Mundingen abgelehnt. Erst seit 1972 gehört Landeck kirchlich nach Mundingen. Politisch war Landeck ein Nebenort von Köndringen. Es wurde von Köndringen verwaltet, hatte eine eigene Gemeindekasse, und war mit einem Stabhalter und einem Gemeinderat in Köndringen vertreten. Die rechtlichen Bestimmungen über zusammengesetzte Gemeinden sind in den §§ 95 ff. der Badischen Gemeindeordnung vom 14. März 1922 enthalten. Die Eingliederung von Landeck nach Köndringen erfolgte aufgrund § 2 der Badischen Überleitungsverordnung zur Deutschen Gemeindeordnung vom 10. April 1935. SiedlungLandeck ist sowohl hinsichtlich seiner Fläche als auch der Einwohner der kleinste Teilort der Gemeinde Teningen. Der Ort besteht aus einer Burg sowie der kleinen dazugehörenden Siedlung mit Gebäuden, deren Entstehung sich teilweise bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Im wesentlichen ist der Ort bis heute durch landwirtschaftliche Gebäude geprägt, hinzu kamen in den vergangenen Jahrzehnten wenige neue Baugebiete. BauwerkeDie Doppelburg Landeck prägt den Ort. Die Burganlage entstand im 13. Jahrhundert durch die Herren von Geroldseck und wurde in der Folgezeit mehrfach ausgebaut. Später ging der Besitz dann an die zum Landadel gehörigen Schnewlin von Landeck über, was dazu führte das um die Burg gestritten wurde. Der Palas der oberen Burg,ist noch mit drei Außenwänden, einem mit Giebel, erhalten. In den Wänden sind noch mehrere Kamine sichtbar. In der eher für repräsentative Zwecke gebauten Unteren Burg ist vor allem der Rest einer Kapelle sichtbar. NimburgNimburg liegt etwa 4 km südwestlich der Kernstadt von Teningen zwischen den Flüssen Dreisam im Südwesten und Glotter im Nordosten unweit der A 5-Anschluss-Stelle "Teningen". Die früheste Nennung des Ortsnamens von Nimburg fällt in das ausgehende 11. Jahrhundert. In dieser Zeit werden die Grafen von Nimburg erwähnt, die Gefolgsleute der in jener Zeit mächtigen Herzöge von Zähringen und unter anderem auch Teilnehmer der Kreuzzüge waren. Sie hatten auch eine Burg, die jedoch nicht mehr vorhanden ist. 1456 stiftete Markgraf Karl von Baden ein Antoniterkloster, in dem vor allem die vom Antoniusfeuer befallenen Kranken behandelt wurden. WirtschaftNimburg war bis zur Eingemeindung nach Teningen ein reines Bauerndorf. Seither wurden mehrere Gewerbegebiete ausgewiesen, in denen Nimburger aber auch zahlreiche Pendler arbeiten. Durch den nahe zum Ortsteil gelegenen Autobahnanschluss Teningen der Autobahn A 5 weisen die Nimburger Gewerbegebiete einen hervorragenden Anschluss ans Verkehrsnetz auf. PolitikBürgermeister
GemeinderatDie Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:
PartnerschaftenTeningen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrTeningen ist durch die Bundesautobahn A 5 (Alsfeld - Weil am Rhein) an das überregionale Straßennetz angebunden. BildungNeben der Theodor-Frank-Haupt- und Realschule im Kernort und der Nikolaus-Christian-Sander-Grund- und Hauptschule in Köndringen bestehen mit der Johann-Peter-Hebel-Grundschule, der Viktor-von-Scheffel-Grundschule im Kernort, der Antoniter-Grundschule in Nimburg und der Grundschule Heimbach noch vier reine Grundschulen. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
Bauwerke
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Gemeinde
Literatur
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