
|
Tessin ist eine Stadt im Landkreis Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist seit 1. Januar 2005 Sitz des gleichnamigen Amtes, dem weitere acht Gemeinden angehören. Von 1990 bis 2004 war die Stadt Tessin amtsfrei und Sitz des Amtes Tessin-Land für die umliegenden Gemeinden. GeografieDie Stadt liegt am Westufer der mittleren Recknitz zwischen den Städten Rostock, Laage, Gnoien und Bad Sülze. Die obere Recknitz fließt in einem Urstromtal in nordöstliche Richtung; auf einer Länge von fast 20 km ist das Tal als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Ortsteile
GeschichteAls wendische Fliehburg wurde der Ort 1121 erstmalig erwähnt. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts siedelten sich deutsche Handwerker und Kaufleute an, in diese Zeit fiel auch die Errichtung der Burg. Seit 1323 gehört Tessin zu Mecklenburg, nachdem kurz zuvor das Stadtrecht gewährt wurde. Die St. Johanneskirche wird 1350 geweiht. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt völlig zerstört. Nach allmählichem Wiederaufbau verwüsteten 1728 und 1741 Feuersbrünste einen Großteil des Ortes. Tessin enwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert zu einer typischen mecklenburgischen Ackerbürgerstadt. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts setzte mit der Industrialisierung in Deutschland auch in Tessin der wirtschaftliche Aufschwung ein. 1893 wurde eine Molkerei errichtet und mit der Inbetriebnahme der Bahnstrecke Rostock - Tessin 1895 folgten weitere Industrieansiedlungen des ländlichen Raumes, wie der Bau einer Zuckerfabrik im selben Jahr. 1908 wurde eine Gasanstalt errichtet und 1912 das Krankenhauses eröffnet. Auf dem Alten Markt wurde 1935 an der Stelle des alten Rathauses ein neues Rathaus gebaut. In der Zeit zwischen 1958 und 1975 wurden die Schule in der Camminer Chaussee, die Wohngebäude am Helmstorfer Weg, eine Konsum-Kaufhalle sowie die Wohnanlage „Am Rosengarten” errichtet. Ende der 1980iger-Jahre verfiel die Altstadt von Tessin immer mehr und wie in der DDR üblich, wurde statt aufwändiger Sanierungen eine Plattenbau-Wohnanlage gebaut, um den Wohnungsbedarf zu decken. Nach der Wende 1990 wurde die Stadt Tessin in das Städtebauförderprogramm aufgenommen und die Altstadt zum Sanierungsgebiet erklärt. In der Folgezeit wurde die Straßen, Plätze, Häuser und öffentliche Gebäude saniert und die Baulücken in der Altstadt durch moderne Wohn- und Geschäftshäuser geschlossen. Die gesamte Infrastruktur wurde erneuert und modernisiert. Neben der seit 1990 durchgeführten Altstadtsanierung, die 2006 fast beendet war, wurde das Gewerbegebiet „Am Tannenkopp”, neue Wohngebiete („Gauswisch”, „An der Quelle”), aber auch Sozialwohnungen und altersgerechte Wohnungen gebaut. Viele Baulücken konnten geschlossen werden. Es wurde ein Seniorenzentrum errichtet und das Krankenhaus zu einer Klinik für Geriatrie umgebaut. Vielfältige Sport- und Freizeitanlagen, wie ein Freizeit- und Wellnesscenter mit Hallenbad, Minigolfanlage und Tennisplätzen, ein modernes Fußball- und Leichtathletikstadion und durch die Sanierung der „Alten Zuckerfabrik” eine Eis- und Kletteranlage entstanden. VerkehrsanbindungTessin ist an die Ostseeautobahn A 20 mit zwei Abfahrten angebunden und liegt an der Bundesstraße 110 von Rostock über Tessin nach Demmin. Die Regionalbahn RE 8 fährt vom Endpunkt Tessin über Rostock weiter nach Wismar. Mit der Regionalbahn erreicht man in ca. 30 Minuten den Rostocker Hauptbahnhof. Der See- und Fährhafen Rostock (Fähren in Richtung Skandinavien) ist direkt durch die Autobahn erreichbar. Der Flughafen Rostock-Laage ist ca. 30 km entfernt. Städtepartnerschaften
Sehenswürdigkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
