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Titisee-Neustadt ist eine Stadt im Südwesten Baden-Württembergs, im Regierungsbezirk Freiburg. Die Stadt ist Kneipp- und Heilklimatischer Kurort und ein bekanntes Wintersportzentrum. GeografieDer Ortsteil Titisee von Titisee-Neustadt liegt am Nordufer des Titisees, im Osten des Feldbergs im Schwarzwald in 780 bis 1.192 Meter Höhe. Der Ortsteil Neustadt befindet sich fünf Kilometer östlich davon. Die Stadt liegt an einem kleinen Fluss, der als Seebach von Feldberg-Bärental kommend den Titisee speist, als Gutach (gute Ach) aus diesem fließt und östlich des Stadtteils Neustadt als reißender Fluss Wutach (wütende Ach) das Stadtgebiet wieder verlässt und sich durch die weltberühmte Wutachschlucht schließlich in den Rhein ergießt. Die höchste Erhebung von Titisee-Neustadt ist der Hochfirst an der Gemeindegrenze zu Lenzkirch auf 1.192 m ü. M. GeschichteGeschichte der StadtteileStadtteil NeustadtDer Stadtteil wurde 1250 durch die Fürsten zu Fürstenberg gegründet. Es folgten diverse Namensänderungen: 1275 wurde die Stadt noch Nova Civitas genannt, 1294 Neuwenstadt, 1335 Neuwen-statt, 1630 Neostadium und im Jahre 1650 New-Statt bevor es später zu Neustadt wurde. Von 1669 bis 1806 besaß Neustadt ein Kapuzinerkloster. 1817 wurden große Teile der Stadt durch einen Großbrand zerstört. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Uhrmacherei in der Stadt als großer Wirtschaftszweig. Während des Ersten Weltkrieges und kurz danach waren Grundnahrungsmittel sehr knapp. Im Mai 1919 gab es erste Kommunalwahlen mit aktivem und passivem Frauenwahlrecht, was dazu führte, dass sich vier Frauen im Bürgerausschuss fanden. Der 1923 eingesetzte Bürgermeister Karl Pfister († 1993 in Freiburg) schaffte und sicherte Arbeitsplätze. Dies gelang ihm durch Darlehen von insgesamt 700.000 Reichsmark, die er durch Verhandlungen mit Großbanken aus den USA, der Schweiz und den Niederlanden erwirkt hatte. Durch weitere Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wie z. B. öffentliche Bauvorhaben um die Zeit der Weltwirtschaftskrise war er in der Lage, die Arbeitslosenquote, die im Deutschen Reich 18 % betrug, in seinem Amtsbereich auf 12 % zu halten. Es folgte die Herrschaft der NSDAP, die nacheinander die Lokalzeitungen Der Hochwächter (1933) und das Echo vom Hochfirst (1935) für ihre Zwecke missbrauchte und später einstellte. Trotz dieser Einflussnahme lag bei den Wahlen der Stimmenanteil der Partei immer niedriger als in Titisee, wo er ungefähr dem Reichsdurchschnitt entsprach. Trotzdem zog 1933 die NSDAP-Ortsgruppe in das Rathaus ein, besetzte dessen Balkon und statuierte durch Amtsenthebung bzw. Verbringung ins Konzentrationslager-Ankenbuck bei Klengen an einigen Personen des öffentlichen Lebens ein Exempel. Blasius Müßle, der damals Bürgermeister geworden war, wurde 1935 durch den späteren Kreisleiter Benedikt Kuner ersetzt. Stadtteil Langenordnach1112 erstmals als Vallis Nordera urkundlich erwähnt. Stadtteil Rudenberg1316 erstmals urkundlich erwähnt. Stadtteil Schwärzenbach1316 erstmals urkundlich erwähnt. Stadtteil Titisee1111 erstmalige urkundliche Erwähnung, 1635 traten die Bezeichnungen Dettesee und Titinsee zum ersten Mal in Urkunden auf. Ab 1750 gilt allgemein die Bezeichnung Titisee. Der Ort setzt sich aus vier Ortsteilen bzw. Tälern zusammen: Altenweg, Spriegelsbach, Schildwende und Jostal. Aus diesem Grunde trug die Gemeinde Titisee bis 1929 auch den Namen Vierthäler bzw. Viertäler. Stadtteil Waldau1111 erstmals genannt, die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1178 in einer päpstlichen Urkunde. Gemeinsame GeschichteTitisee-Neustadt entstand im Jahre 1971 durch den Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Kreisstadt Neustadt mit den Gemeinden Titisee und Rudenberg. 1973 und 1974 kamen die Gemeinden Langenordnach, Schwärzenbach und Waldau hinzu. ReligionDie Gesamtbevölkerung der Stadt verteilt sich wie folgt auf die verschieden Glaubensrichtungen:
PolitikBürgermeisterNeustadt
Gesamt
GemeinderatDie Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:
Städtepartnerschaften
Außerdem ist Titisee-Neustadt Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa, der 34 Städte aus fünf europäischen Staaten angehören. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrStraßenTitisee-Neustadt liegt an der Bundesstraße B 31 (Breisach - Lindau, die die beiden Nord-Süd-Bundesautobahn A 5 und A 81 verbindet. Von der B 31 zweigt im Ort die B 317 nach Weil am Rhein ab. Die B 500 führt ebenfalls durch Titisee-Neustadt. Außerdem befindet sich die Bundesstraße B 315 in der Nähe. ÖPNVDie Stadt besitzt zwei Bahnhöfe. Der Bahnhof Neustadt im Schwarzwald (Bahnhofsnummer 4331) ist stündlich, der Bahnhof Titisee (Bahnhofsnummer 5876) halbstündlich über die Höllentalbahn mit Freiburg im Breisgau und stündlich mit Donaueschingen verbunden. Im Bahnhof Titisee zweigt die Drei-Seen-Bahn nach Seebrugg ab. Die Stadt gehört dem Regio-Verkehrsverbund Freiburg an. FlughäfenDie nächsten Flughäfen sind: GerichteTitisee-Neustadt verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Freiburg im Breisgau und zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehört und das am höchsten gelegene Amtsgericht in Deutschland ist. Bildungseinrichtungen
Freizeit- und Sportanlagen
Kultur und SehenswürdigkeitenTitisee-Neustadt liegt an der Deutschen Uhrenstraße. Museen
Bauwerke
Naturdenkmäler
PersönlichkeitenEhrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
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