Traunreut in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Koordinaten: 47° 58′ N, 12° 35′ O
Höhe: 552 m ü. NN
Fläche: 45,05 km²
Einwohner: 25.000
Bevölkerungsdichte: 555 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83301
Vorwahl: 08669
Kfz-Kennzeichen: TS
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 154
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 3
83301 Traunreut
Webpräsenz: www.traunreut.de
Bürgermeister: Franz Parzinger (CSU)
Lage der Stadt Traunreut im Landkreis Traunstein

Traunreut ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Traunstein. Sie liegt etwa 10 km östlich des Chiemsees und 15 km nördlich der Chiemgauer Alpen und ist die größte Stadt im Landkreis Traunstein. Traunreut ist eine von vier bayerischen Vertriebenenstädten und entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Name bedeutet Rodung an der Traun.

Geografie

Ortsteile

Ortsteile sind Anning, Arleting, Attenmoos, Au, Biebing, Buchberg, Daxberg, Fasanenjäger, Frauenhurt, Frühling, Gigling, Grasreit, Haßmoning, Heiming, Hinterwies, Höberich, Hochreit, Höhe, Höhenberg, Hohenester, Hölzl, Holzreit, Hörpolding, Hörzing, Hurt, Hurtöst, Irsing, Kirchstätt, Mais, Matzing, Narnberg, Neudorf, Neugaden, Niedling, Nunhausen, Oberhaus, Oberwalchen, Oderberg, Parzing, Pertenstein, Pierling, Plattenberg, Poschmühle, Reit, Roitham, Schlichtersberg, Schmieding, Schneckenberg, Sieglreit, St. Georgen, Stein an der Traun, Steineck, Traunwalchen, Walchenberg, Walding, Weiher, Weisbrunn, Weisham, Wiesen, Zieglstadl und Zweckham.

Geschichte

  • Traunreut ist aus einer Munitionsfabrik entstanden. Im Jahre 1938 errichtete die Wehrmacht im St.-Georgs-Forst die Heeresmunitionsanstalt "Muna" St. Georgen. Besitzteile der Stadt Traunstein, Stein, Traunwalchen, Pierling und Palling waren Teil eines streng abgeschlossenen Bereichs von 242 ha. In mehr als 150 Holzbaracken, Steinhäusern und Bunkern wurden Giftgasgranaten gefüllt und in den Bunkern gelagert.
  • Nach 1945 siedelten sich viele Heimatvertriebene auf dem Gebiet der Industriesiedlung St. Georgen ("Muna") an. 1949 gründeten die Firmen Siemens und Heidenhain Betriebe in den Gebäuden der ehemaligen Munitionsanlage, die die notwendigen Arbeitsplätze schufen.
  • 1938 Aufbau der Heeresmunitionsanstalt "Muna St. Georgen".
  • 1941 Erste Gasmunition verlässt die Fertigungshallen, Beschäftigungsstand in der Muna: 2.000 Personen.
  • 1945 3. Mai Kampflose Einnahme der Heeresmuna durch die US-Armee.
  • 1947 11 Tote bei Entschärfungsarbeiten.
  • 1948 Beginn der Entgiftungsarbeiten durch die STEG (Staatliche Erfassungsgesellschaft für öffentliches Gut). Amerikaner verlassen die Muna.
  • 1949 25. Juni Grundsteinlegung der Industriesiedlung St. Georgen, Ansiedelung der Industriebetriebe Siemens und Heidenhain.
  • 1950 wird durch die Regierung von Oberbayern die Gemeinde mit dem neuen Namen Traunreut eingerichtet. Andere Namensvorschläge waren u. a. Georgenstadt, Neu-Stein und Neuwaldtraud. Traunreut hat 1.381 Einwohner. Karl Löppen wird Bürgermeister.
  • 1954 werden die katholische Erlöserkirche und die evangelische Pauluskirche fertiggestellt.
  • 1958 wird Franz Haberlander Bürgermeister und bleibt es bis 1984.
  • 1960 wird Traunreut zur Stadt erhoben.
  • 1963 29. September vorerst letzte Personenfahrt auf der Eisenbahnstrecke Traunreut-Hörpolding.
  • 1966 wird die 10.000. Bürgerin geboren.
  • 1978 werden die Gemeinden Stein(-St.Georgen), Traunwalchen und Teile von Pierling im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Traunreut eingemeindet.
  • 1984 wird Eduard Wiesmann Erster Bürgermeister und bleibt es bis 2002.
  • 2002 wird Franz Parzinger Erster Bürgermeister.
  • 2004 ist die Industrie- und Einkaufsstadt Traunreut mit mehr als 22.000 Einwohnern die größte Stadt im Landkreis.
  • 2006 wird die Bahnstrecke Traunstein–Traunreut wieder in Betrieb genommen.

Politik

Städtepartnerschaften

  • Nettuno, Italien, seit 1974
  • Lucé, Frankreich, seit 1989
  • Virovitica, Kroatien, seit 1999

Sehenswürdigkeiten

  • Stadtplatz mit katholischer und evangelischer Kirche
  • Schloss Stein in Stein an der Traun (größte Höhlenburg Deutschlands)
  • Schloss Pertenstein
  • Pfarrkirche Traunwalchen
  • Pfarrkirche St. Georgen

Wirtschaft

In Traunreut sind einige mittelständische Unternehmen ansässig, geprägt wird die Traunreuter Wirtschaft aber von drei großen Industriebetrieben: Dr. Johannes Heidenhain GmbH (Messtechnik), BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH und Siteco Beleuchtungstechnik GmbH. Darüberhinaus hat sich Traunreut zur regional bedeutendsten Einkaufsstadt entwickelt.

Projekte 2007

  • Bürgerhaus: Auf der Fläche des Bürgerhauses in der Munastraße werden bereits die ersten Gebäude abgerissen um Platz zu machen für den Baustart Frühjahr 2007. Für das Bürgerhaus gab es 6 Varianten mit unterschiedlicher Größe, davon wurde für das größte alle Pläne genehmigt.
  • Plus-Markt: Neben dem Gelände des neuen Bahnhofes entsteht derzeit ein großer Plus-Supermarkt. Die bereits existierenden kleineren Plus-Filialen werden geschlossen.
  • Wohngebiet Walchenfeld: Derzeit In Planung, das große Wohngebiet im Nordöstlichen Teil der Stadt.
  • Umgestaltung des Stadtplatzes: Der Bauabschnitt II des neuen Stadtplatztes geht im Frühjahr/Sommer 2007 in Bau. Dabei wird das Rathaus neu gestrichen und die Überdachungen auf der Ost-Seite gebaut.
  • Wohngebiet Traunwalchen Abschnitt II: Der Bauabschnitt II der Wohngebietes in Traunwalchen geht im Frühjahr/Sommer 2007 im Bau. Es entstehen ca. 30 - 40 Ein- und Zweifamilienhäuser.

Vereine

FC Traunreut[1]

Literatur

  • Mario H. Puhane, Traunreut. 2003, Sutton Verlag, ISBN 3897026147



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Informationsportal über Traunreut in Bayern - 26.5.2012