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Trinwillershagen ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Nordvorpommern. Bis zum 1. Januar 2005 war die Gemeinde Teil des Amtes Ahrenshagen und ist seitdem Teil des Amtes Barth. GeografieDie Gemeinde liegt westlich von Stralsund und ca. 10 km östlich von Ribnitz-Damgarten. Gemeindegliederung
NachbargemeindenIm Uhrzeigersinn von Norden beginnend: Bartelshagen II b. Barth, Lüdershagen, Divitz-Spoldershagen, Löbnitz, Velgast, Schlemmin und Ahrenshagen-Daskow. GeschichteTrinwillershagen entstand im 14. Jahrhundert im Rahmen der damaligen deutschen Ostkolonisation und wurde als ein so genanntes Hagendorf angelegt. Der Begriff „Trin” leitet sich vom althochdeutschen Wort „Tründel” ab, welches einen Rundling bezeichnete. Karten von 1583 zeigen die Rund- bzw. Kreisform des Dorfes, in deren Mitte sich kleine Teiche befanden. Die erste Kenntnis des Dorfes geht auf eine Urkunde vom 17. April 1255 zurück. Hierbei verlieh Fürst Jaromir II. von Rügen dem Anwesen Barth das Stadtrecht. Als Zeuge dieser Urkunde tritt Albert advokatus de Sale auf, der Stellvertreter des rügenschen Fürsten in der Provinz Saal war. Zu Saal gehörte damals, wie der Heimatforscher Ernst Garduhn herausfand, auch der Ort Tründelwillershagen. Die erste urkundliche Erwähnung fand Trinwillershagen jedoch erst im Jahre 1320 im Pommerschen Urkundenbuch 5. Im dreißigjährigen Krieg erlitten die Bauern und Leibeigenen beträchtlichen Schaden durch Wallensteins Truppen. Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte Trinwillershagen zu einem Rittergut, dessen Pächter über die Jahre oft wechselten. Der letzte Pächter des Gutes war ein gewisser Matthies, der bis zur Bodenreform 1945 die Felder um Trinwillershagen bewirtschaften ließ. Die von ihm angestellten Bauern lebten in Häusern, die an der einzigen Straße, dem Alten Dorf, lagen. Im Zweiten Weltkrieg wurden einige neue Häuser gebaut, die Bombenopfer aus Stralsund bezogen. Nach der Gründung der DDR und der staatlichen Bodenreform, wurde in Trinwillershagen die LPG „Rotes Banner” gegründet, welche sich erst in der Wendezeit 1991 auflöste. In den fast 40 Jahren der LPG wurde Trinwillershagen zu einem Vorzeigedorf der DDR. Nach einer Weile des Stillstandes durch ungeklärte Besitzansprüche in den 1990er Jahren, sind heute einige neue Einfamilienhäuser entstanden und alte durch privates Engagement liebevoll renoviert. Man baute ein Großteil der einstigen LPG zurück, um Platz für Wiesen und Parkanlagen zu schaffen. Wirtschaft und InfrastrukturIn Trinwillershagen sind einige kleine Baufirmen, Handwerksbetriebe, Landwirtschaften und ein Restaurant ansässig. Zudem gibt es eine Bank, ein Einkaufszentrum, einen Zahnarzt und einen Arzt für Allgemeinmedizin. Ein Gewerbegebiet und ein neu gebauter Windanlagenpark bei Trinwillershagen tragen zu einem bescheidenen Aufschwung des Dorfes bei. Viele Einwohner Trinwillershagens sind Pendler und arbeiten als Handwerker, Angestellte und Landwirte in und bei Ribnitz-Damgarten, Barth, Stralsund und Rostock, viele andere sind aber wegen fehlender Arbeitsplätze nicht erwerbstätig. VerkehrsanbindungDie Gemeinde liegt südlich der B 105. Kultur und BildungDas Dorf besitzt einen Kindergarten. Kulturelle Einrichtungen sind die regelmäßig stattfindenden Tanz- und Musikveranstaltungen im ehemaligen Kulturhaus, ein Familientreff der evangelisch-methodistischen Kirche sowie eine moderne Kegelbahn. Für die mit Beginn des Schuljahres 2006/07 geschlossene Schule werden neue Nutzungskonzepte überlegt. Jährliche Dorffeste bieten zusätzlich Unterhaltung für Jung und Alt. Sportlich waren die Triner, wie sie sich selbst nennen, schon immer. Daher ist eine langjährige Tradition des örtlichen Fußballvereins „Rot-Weiß” nicht verwunderlich. Auch heute noch betreiben die meisten jungen Triner diese Sportart und haben damit schon einige Erfolge erzielt. Der Kraftraum des Fußballvereins erfreut sich großer Beliebtheit und bietet den Jugendlichen einen Ausgleich zum Arbeitsalltag. Weiterhin nutzen zahlreiche Kinder und Jugendliche den Sportplatz im Herzen des Dorfes, der mit zwei Spielfeldern ausreichend Platz für die jüngere Generation bietet. Sonstiges
Literatur
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