Tutow in Mecklenburg-Vorpommern


Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Demmin
Amt: Jarmen-Tutow
Koordinaten: 53° 55′ N, 13° 16′ O
Höhe: 14 m ü. NN
Fläche: 6,05 km²
Einwohner: 1443
Bevölkerungsdichte: 239 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17129
Vorwahl: 039999
Kfz-Kennzeichen: DM
Gemeindeschlüssel: 13 0 52 078
Adresse der
Amtsverwaltung:
Dr.-Georg-Kohnert-Str. 5
17126 Jarmen
Webpräsenz: www.amt-tutow.de
Bürgermeister: Hans-Peter Littmann
Lage der Gemeinde Tutow im Landkreis Demmin

Tutow ist eine Gemeinde im Osten des Kreises Demmin. Die Gemeinde liegt westlich von Jarmen. Bis zum 1. Januar 2004 war die Gemeinde Sitz des Amtes Tutow und ist seitdem Teil des Amtes Jarmen-Tutow.

Geografie und Verkehr

Tutow liegt ca. 8 km westlich von Jarmen und ca. 16 km östlich von Demmin. Die B 110 führt durch die Gemeinde. Der Ort ist über den Anschluss Jarmen der A 20 zu erreichen.

Geschichte

Das Gemeindegebiet war schon in Steinzeit besiedelt, davon zeugt ein Großsteingrab bei Marienfelde. Später gab es bei Tutow einen alt- und einen jungslawischen Burgwall. Wohl im 13. Jahrhundert ist die jüngere Befestigung zerstört worden. In der selben Zeit entstanden in der Nähe später die Orte Kruckow und Tutow (heute: Tutow-Dorf). Der jetzige Ort Tutow selbst entstand erst in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts beim Bau des Fluplatzes. Dazu wurde ehemalige Kruckower Vorwerk Wittenwerder 1933 beim Bau des Flugplatzes Tutow abgerissen. Während und vor dem Zweiten Weltkrieg war hier eine Jagdfliegerstaffel stationiert und hier befand sich eine der größten Kampffiegerschulen des Deutschen Reiches. In einer Zweigstelle der Arado-Werke wurde hier die Fw 190 endmontiert. Nach dem Krieg wurden die Fluplatzgebäude von der Sowjetarmee größtenteils abgerissen. Der Tutower Flugplatz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl von NVA und Sowjetarmee genutzt. Nach dem Abzug der russischen Truppen aus Afghanistan wurde das Flugplatzgelände bedeutend erweitert und ein Schlachtfliegerregiment stationiert. Im Jahr 1994 verließen die letzten Soldaten der GSSD die Garnison. Daraufhin übernahm die Gemeinde das vormals militärisch genutzte Plattenbauviertel von der Treuhand und bot die Wohnungen günstig an.

Aufgrund der hohen Tutower Arbeitslosigkeit (bis zu 70%) sehen viele Tutower aber keine weitere Alternative als die Abwanderung. Zumeist sind das die Bewohner der Plattenbauten, die jetzt zum Teil mit Finanzmitteln von Bund und Ländern "rückgebaut" (abgerissen) werden.

Ausgewiesene Gewerbeflächen wurden aufgrund mangelnder Nachfrage wieder aus dem Entwicklungsplan genommen. Der örtliche Discounter schloss im Januar 2006, Sparkassenfiliale, Fleischereien, Postfiliale sind seit mehreren Jahren geschlossen. Im Schuljahr 2005/2006 wurde die Tutower Haupt- und Realschule zu einer Zweigstelle der Jarmener Schule, um so den Standort zu bewahren.

Perspektivlosigkeit ist zumeist das Thema, wenn Tutow in den Medien behandelt wird.

Sehenswürdigkeiten

  • ehemaliger Burgwall
  • DDR-Museum mit gastronomischem Service
  • Zwölf-Apostel-Kirche



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Informationsportal über Tutow in Mecklenburg-Vorpommern - 26.5.2012