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Ummerstadt ist eine Stadt im Landkreis Hildburghausen in Thüringen. Mit ihren 527 Einwohnern (20. Juni 2005) ist sie nach Neumark (bei Weimar) die zweitkleinste Stadt Thüringens und eine der kleinsten in Deutschland. Geographische LageUmmerstadt liegt im südlichsten Zipfel des Bundeslandes und ist von drei Seiten von Bayern umgeben. Die Nachbarstadt in Thüringen ist Bad Colberg-Heldburg, die nächste größere Stadt ist Coburg. Durch seine Lage am Flüsschen Rodach, das über die Itz in den Main entwässert, gehört Ummerstadt zum Einzugsgebiet des Rheins. Sehenswürdigkeiten
GeschichteIm Codex Eberhardi, einer Urkundensammlung des Klosters Fulda, deren Kopien um 1140 entstanden, sind zahlreiche Orte des Grabfeld-Gaus erstmalig genannt worden. Zu Ummerstadt gehört wohl einer der beiden nicht sicher zuordenbaren Namen Uundrungeuui (Urkunde 507 vom 17. Oktober 837) oder Gubrahtestat (Urkunde 520 vom 2. Oktober 838). In beiden Urkunden werden auch Heldburg und Hellingen genannt. Eine Würzburger Urkunde Nr. 5630 vom 1. Februar 1223 nennt wiederum Heldburg und diesmal unter der Bezeichnung Umerstat. Ein wettinisches Kopialbuch enthält die Abschrift der verloren gegangenen Stadtrechtsurkunde vom 2. Dezember 1394, die im Dorf Heldburg ausgestellt wurde. Heldburg erhielt am gleichen Tag Stadtrecht. Die Ummerstädter betonten aber, dass sie schon unter den Hennebergern Stadtrechte (also spätestens 1374, dem letzten Jahr der hennebergischen Herrschaft), erhalten hätten, die Urkunde aber verloren ging. Das wurde so in den Text der Stadtrechtsurkunde aufgenommen, die in oben genannter Kopie erhalten blieb. Während des Dreißigjährigen Krieges brannten im September 1632 52 Wohnhäuser sowie alle öffentlichen Gebäude ab. In den Folgejahren hatte die Stadt daher nur noch etwa 100 Einwohner. Elf Jahre später gab es nur noch 26 bewohnte Häuser. Ab dem 18. Jahrhundert war das Töpferhandwerk der dominierende Wirtschaftszweig der kleinen Stadt. Durch seine Lage im Grenzgebiet der DDR war Ummerstadt schon vor dem Fall der Mauer einer starken Abwanderung ausgesetzt. Bereits 1952/53 mussten Bürger, in denen eine politische Gefahr gesehen wurde, die Stadt verlassen. Hatte Ummerstadt bei Gründung der Republik 1949 noch fast 1.000 Einwohner, halbierte sich diese Zahl in den folgenden Jahrzehnten fast. Der Ortsteil Erlebach wurde bis 1982 vollständig geräumt. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wurde Ummerstadt so zur kleinsten Stadt der DDR. Nach 1990 setzte sich der Abwanderungstrend unverändert fort. 1992 stimmte die Bevölkerung in einem Bürgerentscheid für den Erhalt der Selbständigkeit Ummerstadts. WappenGeviert von 1:4 Gold und 2:3 Blau, darin einander vier zugewendete Löwen; im ersten und vierten Feld vorn oben schwarz mit roter Zunge und Bewehrung, im zweiten und dritten siebenmal von Silber und Rot geteilt. Das Wappen von Ummerstadt zeigt einerseits die markmeißnischen und andererseits die thüringischen Löwen, womit sowohl die ehemalige Zugehörigkeit zum Hause Wettin (als Balthasar von Meißen die alten verlorengegangenen Stadtrechte von neuem bestätigte) als auch zum Lande Thüringen bestätigt wird. Die vier Felder mit den Löwen erscheinen erstmals auf einem 1400 entstandenen Siegel. EinwohnerentwicklungEntwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
Söhne und Töchter der Stadt
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