| Zeit |
Im Raum Vendersheim |
| Quelle: |
Heinrich Steitz: Manuskripte für eine Chronik von Vendersheim, Mainz, 1984 (unveröffentlicht) |
| 4500 – 1800 v.Chr. (Jüngere Steinzeit) |
Nach der letzten Eiszeit und der Rückwanderung der Pflanzenwelt beginnt die dauerhafte Besiedlung des Rheintals durch Bandkeramiker. |
| 1800 – 750 v.Chr. (Bronzezeit) |
Nur wenige Funde im Raum Vendersheim |
| 750 – 15 v.Chr. (Eisenzeit) |
Keltische Besiedlung von Süddeutschland bis zum Mittelrhein. (Kelten: Westgruppe der Indogermanen) |
| 15 v.Chr. (Römerzeit) |
Ländliche römische Besiedlung. Feldbau, Viehhaltung und Weinbau. (Villa rustica = röm. Einzelhof) |
| 406 n.Chr. |
Franken (Germanen) überwinden die Rheingrenze und besiedeln den Raum zwischen Donnersberg und Rhein, neue Ortsnamen mit „...heim” überwiegen. |
| 498 |
König Chlodowech lässt sich taufen, die Franken werden Christen. In der Folgezeit entsteht vermutlich auch Vendersheim als fränkisch-christliche Siedlung. |
| 1426 |
Ortsname „Fendersheim” in z.Zt. ältester Urkunde (Staatsarchiv Koblenz). Namensdeutung: Heim des Fendiheri (fränkischer Feldherr). |
| 1426 |
Priester Pleban an der St. Martinuskirche in Fendersheim beurkundet. |
| 1443 |
Name „Venderßheim" in Hessische Urkunden, 1866 |
| 15. Jahrhundert |
Vendersheim gehört zum Gebiet der Junker Faust zu Stromberg. |
| 1555 |
Reichstag zu Augsburg: Die Religionshoheit wird an die Territorialherren übertragen. Alle Einwohner müssen der Konfession ihres Herrn angehören. |
| 1556 |
Kurpfälzische Reformation: Vendersheim wird luth. Pfarrei, die Martinuskirche luth. Gotteshaus. |
| 1648 |
Frieden zu Osnabrück mit Simultanbestimmungen für Kurpfalz. Vendersheim wird ein Simultaneum, d.h. kath., luth. und reformierte Bürger sind und bleiben hier heimatberechtigt. |
| 1660 |
Junker Faust wird katholisch. Das Kirchenvermögen in Vendersheim fällt an die Kath. Kirche. |
| 1730 |
Geschlecht der von Faust erlischt. Vendersheim fällt an das kath. Haus der Grafen zu Eltz. Martinuskirche wird Simultankirche. (Lutheraner und Katholiken benutzen das selbe Gotteshaus.) |
| 1790 -91 |
Die Katholische Gemeinde erbaut mit Hilfe der Grafen zu Eltz die neue Martinskirche. Die Evangelische Gemeinde benutzt weiterhin das alte Gotteshaus. |
| 1792 - 1814 |
"Franzosenherrschaft": Vendersheim gehört zum Departement Donnersberg. Abschaffung des Lehenrechtes; für Geburt, Heirat und Tod gilt staatliche Beurkundungspflicht; Staatsschulen;. .. |
| 1816 |
Die Region Worms, Alzey, Mainz, Bingen (das Land im Rheinknie) wird als Provinz Rheinhessen in das Großherzogtum Hessen eingegliedert. |
| 1822 |
Vereinigung von Lutheraner und Reformierten in Rheinhessen zur Evangelischen Kirche. |
| 1869 |
Abriss der baufälligen Martinuskirche. |
| 1870 - 71 |
Bau des heutigen evangelischen Gotteshauses. |
(Gemeinderatswahl 13. Juni 2004) Der Gemeinderat besteht aus zwölf Ratsmitgliedern.
Der Weinbau mit einer Rebfläche von 180 Hektar prägt den Ort.