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Wackersdorf ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf. GeografieWackersdorf liegt in der Region Oberpfalz-Nord in Ostbayern. Es existieren folgende Gemarkungen: Alberndorf, Rauberweiherhaus, Wackersdorf. GeschichteDie 1152 erstmals erwähnte Gemeinde gehörte zum Herzogtum Pfalz-Neuburg und dessen Gericht Schwandorf; seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Die Gemeinde wurde im 20. Jahrhundert mehrmals umgesiedelt, weil große Braunkohlevorkommen im Tagebau ausgebeutet wurden, die zum Teil unter den Häusern der Bewohner entdeckt wurden. Die nach Beendigung des Abbaus übriggebliebenen großen Gruben füllten sich anschließend mit Wasser und bilden heute das Zentrum des Oberpfälzer Seenlandes, das mittlerweile touristisch genutzt wird. Bekannt wurde die Gemeinde durch den Widerstand der Atomkraftgegner, der sich Anfang der 1980er Jahre gegen die dort geplante atomare Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf (WAA) formierte. Ein Volksbegehren wurde am 14. August 1987 vom bayerischen Verfassungsgerichtshof in München abgelehnt. Das Projekt wurde durch den Widerstand, Protest und zivilen Ungehorsam von Anti-AKW-Gruppen, kirchlichen Gruppen, auswärtigen Demonstranten sowie der einheimischen Bevölkerung verhindert. Dabei kamen im Rahmen des Polizeieinsatzes zwei einheimische Bürger, die Rentnerin Erna Sielka († 2. März 1986), die aufgrund eines Einsatzes der Polizei einen Herzinfarkt erlitt, und der 38-jährige Alois Sonnleitner († 31. März 1986), der den Folgen eines Asthmaanfalls infolge eines CS-Gas Einsatzes erlag, ums Leben. PolitikBürgermeister ist Alfred Jäger (Freie Wählerschaft e.V.). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 4.253.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 2.521.000 €. Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 2208 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 431 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1677. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 25 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 577 ha, davon waren 321 ha Ackerfläche und 256 ha Dauergrünfläche. BildungIm Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
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