Waiblingen in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Koordinaten: 48° 50′ N, 9° 19′ O
Höhe: 230 m ü. NN
Fläche: 42,76 km²
Einwohner: 52.856
Bevölkerungsdichte: 1236 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 71331–71336 (alt: 7050)
Vorwahlen: 07151, 07146
Kfz-Kennzeichen: WN
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 079
Stadtgliederung: Kernstadt und 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kurze Straße 33
71332 Waiblingen
Webpräsenz: www.waiblingen.de
Oberbürgermeister: Andreas Hesky (parteilos)

Waiblingen ist eine Stadt etwa 15 km nordöstlich von Stuttgart in Baden-Württemberg in der Metropolregion Stuttgart. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des Rems-Murr-Kreises. Zusammen mit der südlichen Nachbarstadt Fellbach bildet sie ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.

Seit 1. Februar 1962 ist Waiblingen Große Kreisstadt.

Geografie

Waiblingen liegt zu beiden Seiten der Rems, die von Weinstadt kommend im Südosten der Stadt beim Stadtteil Beinstein das Stadtgebiet betritt und dann die Kernstadt durchfließt. Anschließend hat sie sich tief in den Muschelkalk eingegraben und durchfließt in mehreren Windungen von Südost nach Nordwest das Stadtgebiet zwischen den Stadtteilen Hegnach und Hohenacker, um es dann kurz vor der Mündung wieder zu verlassen.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Waiblingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
Leutenbach, Schwaikheim, Korb, Weinstadt, Kernen im Remstal und Fellbach (alle Rems-Murr-Kreis) sowie Remseck am Neckar und eine zu Marbach am Neckar (beide Landkreis Ludwigsburg) gehörige Exklave.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Waiblingens besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Beinstein, Bittenfeld, Hegnach, Hohenacker und Neustadt, die erst im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliedert wurden. Zu den einzelnen Stadtteilen gehören noch separat gelegene Wohnplätze mit besonderem Namen, wie Geheime Mühle in Beinstein, Böllenbodenhof in Bittenfeld, Fährmannshaus und Hegnachmühle in Hegnach, Remsmühle und Zillhardshof in Hohenacker sowie Bad, Erbachhof, Hirschlauf, Kleinhegnach und Mühle in Neustadt. In der Kernstadt werden zum Teil Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise die Rinnenäckersiedlung, der Galgenberg und die Korber Höhe.

Raumplanung

Waiblingen bildet zusammen mit der Nachbarstadt Fellbach ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum die Stadt Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Waiblingen/Fellbach gehören noch die Städte und Gemeinden im Südwesten des Rems-Murr-Kreises, und zwar Berglen, Kernen im Remstal, Korb, Leutenbach, Schwaikheim, Weinstadt und Winnenden.

Geschichte

In der Region sind Funde der Alt- und Mittelsteinzeit bekannt. Bei Waiblingen selbst lässt sich eine Besiedlung in verschiedenen vorgeschichtlichen Epochen nachweisen, beginnend mit der Kultur der Linearbandkeramik (um 5000 v. Chr.). In römischer Zeit befand sich bei Beinstein eine Handwerkersiedlung, in der auch hochwertiges Tafelgeschirr (Terra Sigillata) hergestellt wurde.

Die erste urkundliche Erwähnung fand 885 durch Kaiser Karl III. statt. Dabei wird für Waiblingen ein Königshof erwähnt, der im Bereich der Altstadt vermutet wird – bisher aber nicht nachgewiesen werden kann. Im Umfeld der Stadt liegen mehrere merowingerzeitliche Bestattungsplätze.

1250 erfolgte die Verleihung des Stadtrechts. In jener Zeit gehörte sie bereits zu Württemberg. Waiblingen wurde Amts- und Hofstadt und ist spätestens seit dem 14. Jahrhundert Mittelpunkt eines Amtes bzw. Kreises. Die Staufer-Stadt ist 1634 während des Dreißigjährigen Kriegs bis auf wenige Häuser vollständig abgebrannt, wurde dann aber wieder neu aufgebaut. Weitere Brandkatastrophen gab es 1771 und 1784. Aus dem Oberamt Waiblingen ging 1938 der Landkreis Waiblingen hervor.

Die Einwohnerzahl der Stadt Waiblingen überschritt um 1960 die Grenze von 20.000. Daher stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Februar 1962 beschloss. Bei der Gemeindereform wurden einige Nachbargemeinden eingegliedert, wodurch das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung erhielt.

Nach der Kreisreform 1973 wurde Waiblingen Sitz des neu gebildeten Rems-Murr-Kreises, in dem unter anderem der bisherige Landkreis Waiblingen aufging.

Religionen

Die Bevölkerung von Waiblingen gehörte ursprünglich zum Bistum Konstanz. Da die Stadt schon früh zu Württemberg gehörte wurde auch hier 1535 die Reformation eingeführt. 1547 wurde die Stadt Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Waiblingen), das im Laufe der Geschichte zu unterschiedlichen Prälaturen gehörte. Seit 1913 gehört es zur Prälatur Heilbronn. Die Michaelskirche war die Mutterkirche eines großen Sprengels um Waiblingen. Sie liegt außerhalb der Altstadt auf einem ehemaligen Friedhof. Die ursprünglich alleinige Kirchengemeinde der Michaelskirche wurde infolge Anstiegs der Gemeindegliederzahlen nach dem Zweiten Weltkrieg in mehrere Kirchengemeinden geteilt. So entstand 1977 die Evangelische Kirchengemeinde Korber Höhe, die 1988 die Johanneskirche zusammen mit der katholischen Marienkirche als „Ökumenisches Haus der Begegnung Maria und Johannes unter dem Kreuz” erbaute. 1978 entstand für Gemeindeglieder der Wasserstubensiedlung und der so genannten Fuggerei in der Kernstadt die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, die im 1991 umgebauten und erweiterten Dietrich-Bonhoeffer-Haus ihre Gottesdienste feiert. Ferner gibt es noch die Martin-Luther-Kirche für Gemeindeglieder südlich der Remsbahn. Alle genannten Kirchengemeinden bilden zusammen die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Waiblingen.

Auch in den fünf Waiblinger Stadtteilen wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. In allen Stadtteilen gibt es daher eine evangelische Kirchengemeinde mit jeweils einer alten Pfarrkirche. Die Kirchengemeinden gehören alle zum Dekanat Waiblingen.

Katholiken gibt es in Waiblingen erst wieder seit dem 19. Jahrhundert. Für sie wurde 1897 ein katholisches Oratorium erbaut, das 1907 erweitert wurde. Bereits 1899 wurde ein Expositurvikariat eingerichtet und seit 1917 gibt es eine eigene Pfarrei in Waiblingen. Die erste eigene Kirche St. Antonius wurde 1953 erbaut. Eine zweite Kirche Zum Heiligen Geist wurde 1971 erbaut. Auf der Korber Höhe entstand 1988 zusammen mit der evangelisches Johanneskirche die katholischen Marienkirche als „Ökumenisches Haus der Begegnung Maria und Johannes unter dem Kreuz”. Alle drei katholischen Kirchen gehören zur Kirchengemeinde Waiblingen, die auch die Katholiken in Beinstein (eigenes Gemeindehaus) und Hegnach (eigene Heilig-Geist-Kirche) betreut. Im Stadtteil Neustadt entstand 1969 eine eigene Pfarrei. Bereits 1963 wurde dort die Kirche St. Maria erbaut. Die Gemeinde betreut auch die Katholiken aus Hohenacker. Die beiden Kirchengemeinden, Waiblingen und Neustadt, bilden zusammen mit der Kirchengemeinde Korb die Seelsorgeeinheit Waiblingen innerhalb des Dekanats Waiblingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Die Katholiken in Bittenfeld werden von der Nachbarkirchengemeinde Schwaikheim (im Seelsorgebezirk Winnenden) betreut. Doch gibt es in Bittenfeld seit 1964 eine eigene katholische Kirche St. Martin.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Waiblingen auch einige Freikirchen, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche mit Gemeinden in Waiblingen und Hegnach. Auch die Neuapostolische Kirche und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind in Waiblingen vertreten.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Waiblingen eingegliedert:

  • 1. Dezember 1971: Beinstein
  • 1. Januar 1975: Bittenfeld, Hegnach, Hohenacker und Neustadt

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1622 2.160
1654 579
1702 1.113
1803 2.250
1849 3.312
1. Dezember 1871 3.530
1. Dezember 1880 ¹ 4.118
1. Dezember 1890 ¹ 4.786
1. Dezember 1900 ¹ 5.141
1. Dezember 1910 ¹ 6.977
16. Juni 1925 ¹ 7.806
16. Juni 1933 ¹ 8.834
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¹ 10.829
1946 14.064
13. September 1950 ¹ 16.000
6. Juni 1961 ¹ 22.631
27. Mai 1970 ¹ 24.622
31. Dezember 1975 44.571
31. Dezember 1980 45.114
27. Mai 1987 ¹ 45.603
31. Dezember 1990 48.387
31. Dezember 1995 50.333
31. Dezember 2000 51.666
31. Dezember 2005 52.856

¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 32 Sitze. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:

  • CDU: 11
  • SPD: 8
  • DFB, Demokratische Freie Bürger: 6
  • ALi, Alternative Liste: 4
  • FDP: 2
  • BüBi, Bürgerliste Bittenfeld: 1

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt Waiblingen stand ein Schultheiß, der erstmals 1265 nachweisbar ist. Eine bürgerliche Gemeinde gab es seit 1273. Die Aufsicht über die Verwaltung oblag dem Vogt. 1740 sind drei Bürgermeister, 9 Richter und 5 Ratsverwandte genannt. Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung „Stadtschultheiß” seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Februar 1962 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Ein neuer Oberbürgermeister wurde am 5. Februar 2006 gewählt.

Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister”. Daneben gibt es noch einen „Technischen Beigeordneten” ebenfalls mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister.

Stadtoberhäupter seit 1819:

  • 1819–1835: Weysser, Stadtschultheiß
  • 1835–1867: Friedrich Viktor Steinbuch, Stadtschultheiß
  • 1867–1892: Wilhelm Friedrich Etzel, Stadtschultheiß
  • 1892–1918: Martin Röcker, Stadtschultheiß
  • 1919–1928: Ernst Vogel, Stadtschultheiß
  • 1929–1933: Hugo Wendel, Stadtschultheiß
  • 1933–1945: Alfred Diebold, Bürgermeister
  • 1945–1946: Friedrich Späth, Bürgermeister
  • 1946–1954: Adolf Bauer, Bürgermeister
  • 1954–1962: Alfred Diebold, Bürgermeister
  • 1962–1963: Dr. Helmut Weber, Oberbürgermeister
  • 1963–1970: Dr. Kurt Gebhardt, Oberbürgermeister
  • 1970–1994: Dr. Ulrich Gauß, Oberbürgermeister
  • 1994–2006: Dr. Werner Schmidt-Hieber, Oberbürgermeister
  • seit 2006: Andreas Hesky, Oberbürgermeister

Wappen

Das Wappen der Stadt Waiblingen zeigt unter schwarzem Schildhaupt in Silber drei liegende schwarze Hirschstangen übereinander. Die Stadtflagge ist schwarz-weiß.

Städtepartnerschaften

Waiblingen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

  • Mayenne / Pays de la Loire (Frankreich), seit 1962
  • Devizes / Wiltshire (Großbritannien), seit 1966
  • Baja (Ungarn), seit 1988
  • Jesi (Italien), seit 1996
  • Schmalkalden / Thüringen, seit 1990 („Städtefreundschaft”)

Mit seinem 1970 eingemeindeten Stadtteil Neustadt ist Waiblingen Mitglied in der internationalen Städtefreundschaft „Neustadt in Europa” mit 34 Städten Neustadt in Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien und der Slowakei.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Durch das Stadtgebiet Waiblingens führen mehrere Touristikrouten und zwar die 511 km lange Württemberger Weinstraße, die Remstal-Route des Touristikverbands mit Rad- und Wanderwegen sowie gastronomischen und kulturellen Angeboten, der 90 km lange „Remstalradweg” und die Deutsche Fachwerkstraße.

Bauwerke

Sehenswert in der Kernstadt ist die historische Altstadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern, darunter das alte Rathaus mit offenen Arkaden auf dem Marktplatz. Der Hochwachtturm am Zwinger ist das Wahrzeichen der Stadt. Ferner sind der mittelalterliche Wehrgang der überdachten Stadtbefestigung und der Beinsteiner Torturm aus dem 13. Jahrhundert mit Sgraffito an der Rems noch erhalten. Die evangelische Michaelskirche ist die Hauptkirche der Stadt. Sie wurde 1470 bis 1480 als dreischiffige Staffelhalle erbaut. Der Chor entstand bereits 1440/50. Das Nonnenkirchle bei der Michaelskirche wurde 1496 von Hans Ulmer erbaut. Es handelt sich um eine zweigeschossige Beinhauskapelle. Ferner gibt es noch die Nikolaus-Kirche (in den Muren), die 1269 bereits erwähnt wurde. Sehenswert ist auch der Waiblinger Apotheker-Garten.

In den Stadtteilen gibt es sehenswerte alte evangelische Kirchen. Eine Kirche in Beinstein wurde 1266 erstmals erwähnt. Die heutige Kirche (1454) ist ein spätgotischer Bau mit Fresken aus der Erbauungszeit. Die Pfarrkirche in Bittenfeld ist eine frühgotische Chortumanlage. Der Turm aus dem Jahr 1300 wurde mehrfach verändert. Die Ausstattung ist aus dem späten 18. Jahrhundert. In Hegnach wurde die dortige Kirche 1487/88 erbaut und 1895 erneuert. Die Kirche in Hohenacker wurde wohl 1489 erneuert und vergrößert, ist aber wohl älter. Die Neustadter Kirche wurde 1481 zur Pfarrkirche St. Maria erhoben. Die Chorturmkirche ist aus dem 14. Jahrhundert und hat Fresken.


Beinsteiner Torturm

Historisches Rathaus

Fachwerkhäuser

Hochwachtturm

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Altstadtfest: jedes Jahr findet am letzten Juni-Wochenende das Altstadtfest statt. Viele Vereine und örtliche Gruppen sorgen an diesem Wochenende mit Ständen, Bühnen und Darbietungen für ein geselliges Fest, bei dem sich Jung und Alt begegnen und zusammen feiern.
  • Jedes zweite Jahr findet das Lateinamerikanische Stadtfest Fiesta Latina statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Stadtgebiet Waiblingens führen die Bundesstraßen 14 (Stuttgart–Nürnberg) und 29 (Stuttgart–Aalen).

Ferner liegt Waiblingen an der Remstalbahn (Stuttgart–Aalen) bzw. an der Murrtalbahn Stuttgart–Nürnberg. Beide Bahnlinien trennen sich von Stuttgart kommend in Waiblingen. Der Bahnhof Waiblingen ist auch Haltepunkt der Linie S2 (Schorndorf–Stuttgart–Flughafen–Filderstadt) und S3 (Backnang–Stuttgart–Flughafen) der S-Bahn Stuttgart. Weitere Haltepunkte im Waiblinger Stadtgebiet sind Neustadt-Hohenacker und Stetten-Beinstein. Ferner gibt es zahlreiche Buslinien. Alle Linien verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart (VVS).

Ansässige Unternehmen

Der internationale Hersteller von Motorsägen und Kleinmotorgeräten, die Andreas Stihl AG & Co. KG, hat ihr Stammhaus in Waiblingen-Neustadt.

Die Robert Bosch GmbH hat zwei Werke in Waiblingen: eines für Kunststofftechnik und eines für Verpackungstechnik.

Unweit das Waiblinger Bahnhofs befindet sich seit Mai 1997 das Briefzentrum 70 (Bereich Stuttgart) der Deutschen Post AG. Dieses war bei seiner Eröffnung das größte seiner Art in Europa.

Medien

In Waiblingen erscheint als Tageszeitung die Waiblinger Kreiszeitung.

Das private, lokale Radioprogramm Energy Region Stuttgart für die Region nördliches Württemberg wird in Waiblingen produziert.

Behörden, Gericht und Einrichtungen

Waiblingen ist Sitz der Verwaltung des Rems-Murr-Kreises. Ferner gibt es eine Agentur für Arbeit, ein Finanzamt, ein Notariat und ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört.

Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Waiblingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Bildung

Waiblingen hat zwei Gymnasien (Salier- und Staufer-Gymnasium), zwei Realschulen (Salier- und Staufer-Realschule), eine Grund-, Haupt- und Realschule (Friedensschule Neustadt), eine Förderschule (Comeniusschule), drei Grund- und Hauptschulen in der Kernstadt (Salierschule, Karolingerschule und Wolfgang-Zacher-Schule) sowie je eine Grund- und Hauptschule in den Stadtteilen Bittenfeld (Schillerschule) und Hohenacker (Lindenschule), wobei im Hauptschulbereich ein Klassenaustausch zwischen beiden Stadtteilen stattfindet; die Klassenstufen 5 und 6 besuchen die Lindenschule Hohenacker, die Klassenstufen 7 bis 9 die Schillerschule Bittenfeld. Ferner gibt es noch weitere selbständige Grundschulen, und zwar in der Kernstadt (Rinnenäckerschule) und in den Stadtteilen Hegnach (Burgschule) und Beinstein.

Der Rems-Murr-Kreis ist Schulträger der drei Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schule, Kaufmännische Schule und Maria-Merian-Schule – Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule) sowie der Christian-Morgenstern-Schule für Sprachbehinderte, der Fröbelschule für Geistig- und Körperbehinderte jeweils mit Schulkindergarten und der Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung.

Die privaten Schulen der Diakonie Stetten e. V. (Johannes-Landenberger-Schule am Berufsbildungswerk Waiblingen und Ludwig-Schlaich-Schule – Evangelische Fachschule für Heilerziehungspflege) und die Berufsfachschule Waiblingen des Internationalen Bundes e. V. sowie die private-kaufmännische-Schule Donner & Kern GGmbH, die das Berufskolleg I und II mit und ohne Übungsfirma anbietet, runden das schulische Angebot in Waiblingen ab.

Die Kunst- und Musikschule Unteres Remstal e. V. hat neben verschiedenen Unterrichtsorten die Geschäftsstelle in Waiblingen.

Die Volkshochschule Unteres Remstal e. V. hat die Geschäftsstelle in Waiblingen.

Vereine

In Waiblingen gibt es fünf Pfadfinderstämme und fünf Wölflingsmeuten der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands mit mehr als 300 aktive Mitgliedern.

Der größte musiktreibende Verein ist mit rund 700 Mitgliedern das Städtische Orchester Waiblingen. Es gliedert sich in das sinfonische Blasorchester, ein Streichorchester, eine Big Band und Jugendbereich mit rund 150 Schülern.

Der größte ansässige Sportverein ist der VfL Waiblingen mit ca. 3550 Mitgliedern. Der Mehrsparten-Sportverein bietet Breiten-, Gesundheits- und Leistungssport in insgesamt 16 Abteilungen (Sportarten), einem Gesundheitskursprogramm und einer Kindersportschule an.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Waiblingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1883: Dr. med. Gustav Pfeilsticker, Oberamtsarzt
  • 1907: Ferdinand Küderli, Mitbegründer der mechanischen Seidenstoffweberei
  • 1930: Theodor Kaiser, Fabrikant
  • 1932: Friedrich Schofer, Fabrikant
  • 1934: Albert Roller, Fabrikant
  • 1953: Emil Münz, Gärtner
  • 1967: Alfred Diebold, Oberbürgermeister
  • 1968: Adolf Bauer, Bürgermeister
  • 1997: Dr. Ulrich Gauß, Oberbürgermeister
  • 1997: Hans Peter Stihl
  • 1997: Albrecht Villinger, Kaufmann

Söhne und Töchter der Stadt

  • 990 Konrad II., † 1039, salischer König und Kaiser
  • 1439, 3. April, Ludwig II., † 3. November 1457 in Urach, Graf von Württemberg, Regentschaft 1450-1457 (Uracher Landesteil)
  • 1528, 25. März, Jakob Andreae, † 7. Januar 1590 in Tübingen, Reformator in Württemberg, Verfasser der Konkordienformel
  • 1776, 5. April, Luise Duttenhofer, † 16. Mai 1829 in Stuttgart, Scherenschnitt-Künstlerin
  • 1884, 8. November, Christian Mergenthaler, † 11. September 1980 in Bad Dürrheim, Lehrer, NS-Politiker, Ministerpräsident von Württemberg
  • 1933, 7. Januar, Heinz Aldinger, ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter
  • 1936, 30. Juli, Dietz-Werner Steck, Schauspieler und Tatort-Kommissar
  • 1944, 28. Juli, Udo Walz, Star-Friseur in Berlin
  • 1951, 6. Oktober, Manfred Winkelhock, † 12. August 1985 in Toronto, Kanada, ehemaliger Formel 1-Rennfahrer
  • 1953, 24. März, Mathias Richling, Kabarettist
  • 1960, 24. Oktober, Joachim Winkelhock, ehemaliger DTM-Autorennfahrer
  • 1962, 4. Mai, Christoph Sonntag, deutscher Kabarettist
  • 1962, 9. Juni, Günther Schäfer, ehemaliger Fußballprofi und jetziger Fußballtrainer
  • 1972, 28. Mai, Boris Palmer, Landtagsabgeordneter für Tübingen und Oberbürgermeister von Tübingen
  • 1982, 1. Februar, Michael Fink, Fußballspieler von Eintracht Frankfurt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Alfred Biolek (* 1934), verbrachte seine Jugend in Waiblingen
  • Wieland Backes (* 1946), wuchs ebenfalls in Waiblingen auf
  • Felix Magath (* 1953), lebte während seiner Zeit als Trainer des VfB Stuttgart in Waiblingen
  • Armin Veh (* 1961), Trainer des VfB Stuttgart, wohnt seit März 2006 in Waiblingen

Literatur

  • Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961
  • S. Lorenz (Hrsg.), Waiblingen, eine Stadtgeschichte. Stadt im Wandel 13/2 (Filderstadt 2003)



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Waiblingen in Baden-Württemberg - 26.5.2012