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Waldmohr ist eine Ortsgemeinde und Hauptort der Verbandsgemeinde Waldmohr im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz (Deutschland). GeografieGeografische LageWaldmohr liegt direkt an der saarländisch-rheinland-pfälzischen Grenze. OrtsgliederungZur Ortsgemeinde Waldmohr gehören die Ortsteile Eichelscheiderhof und Waldziegelhütte. GeschichteWaldmohr wird erstmals 830 im Lorscher Kodex als "villa Moraha", also Dorf am Sumpfbach, erwähnt. 1449 kommt der Ort unter die Herrschaft der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken und untersteht diesen bis das Herzogtum in den Folgen der Französischen Revolution 1794 untergeht. 1798 wird Waldmohr unter französischer Herrschaft Hauptort des gleichnamigen Kantons im Saardepartement. Damit beginnt die Geschichte des Ortes als Verwaltungssitz. Nach dem Ende der französischen Besatzung kommt die Pfalz an Bayern, Waldmohr bleibt dabei Kantonshauptort für 57 Dörfer zwischen Kirkel und Glan-Münchweiler. Diese Stellung verliert es erst nach der Abtrennung des Saarlandes nach dem Ersten Weltkrieg. 1920 wird der Ort dem Bezirksamt Kusel unterstellt und zur Bezirksamtsaußenstelle degradiert. Nach 1945 wird er in das neugeschaffene Bundesland Rheinland-Pfalz eingegliedert und erhält 1971 als Sitz der Verbandsgemeinde Waldmohr einen Teil seiner früheren Kompetenzen zurück. Kultur und SehenswürdigkeitenMusikBekannt ist der Westricher Madrigalchor. Dies ist ein 1998 aus der Sängervereinigung hervorgegangener gemischter Chor unter der Leitung von Prof. Klaus Velten. Der Musikverein Waldmohr e.V. wurde - in dieser Form - am 8. Oktober 1922 gegründet. Die erstmalige offizielle Erwähnung eines "Musikverein Waldmohr" war aus Anlass des 4. Pfälzischen Musikfestes, das im Januar 1830 in Speyer stattfand. Heute besteht der Musikverein Waldmohr aus einem Jugendblasorchester und einem Saxophon-Quartett. NaturdenkmälerIm Gemeindegebiet liegt das Erholungsgebiet "Bruchwiesen Waldmohr", in dessen Gebiet der Glan renaturiert wird. Wirtschaft und InfrastrukturWaldmohr lebt heute überwiegend von Industrie- und Handwerksbetrieben. Es ist der größte Industriestandort im Landkreis Kusel. Größter Arbeitgeber mit (2000) rd. 590 Beschäftigten ist die Fa. Schmal Möbel GmbH. In den letzten Jahren ist die 1986 gegründete Fa. Minitec stark gewachsen, sie hat derzeit (2006) ca. 190 Mitarbeiter. Die Firma verfügt über ein Patent für Aluminiumprofile, bei denen keine Bohrungen mehr notwendig sind. VerkehrDer Öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert. Die Glantalbahn, die früher durch Waldmohr fuhr, ist in diesem Bereich stillgelegt. Der nächste Bahnlinie ist nunmehr die etwa sechs Kilometer südlich von Waldmohr verlaufende Bahnstrecke Saarbrücken–Heidelberg. Buslinien der Gesellschaft Regionalbus Saar-Westpfalz verbinden Waldmohr den Bahnhöfen Homburg (Saar) Hbf, Bruchmühlbach-Miesau und Landstuhl an dieser Strecke. Auch die Kreisstadt Kusel und Glan-Münchweiler an der Bahnstrecke Kusel–Kaiserslautern sind direkt per Bus erreichbar. Waldmohr verfügt über eine Anschlußstelle (und eine Raststätte) der Bundesautobahn 6 (Saarbrücken - Waidhaus) - auch "via Carolina" genannt - und ist damit nicht nur an den überregionalen deutschen Straßenverkehr angebunden, sondern auch nach Frankreich und Tschechien. Außerdem führt die Bundesstraße 423 (Mandelbachtal - Altenglan) durch den Ort und sorgt damit für eine regionale Anbindung im Bereich Saar und Pfalz. Öffentliche EinrichtungenWaldmohr beherbergt die Verwaltung der gleichnamigen Verbandsgemeinde.
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