Waldmünchen in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Koordinaten: 49° 22′ N, 12° 42′ O
Höhe: 514 m ü. NN
Fläche: 101,16 km²
Einwohner: 7189
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93449 (alt: 8494)
Vorwahlen: 0 99 72
Kfz-Kennzeichen: CHA (bis 1973: WÜM)
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 171
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 14
93449 Waldmünchen
Webpräsenz: www.waldmuenchen.de
Bürgermeister: Franz Löffler (CSU)

Waldmünchen ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Cham.

Verwaltungsgliederung

Waldmünchen hat folgende Ortsteile:

Im Süden liegt Geigant, wiederum südlich davon Katzbach. Südöstlich von Waldmünchen liegt Herzogau auf einer Höhe auf 800 m ü. NN.

Geografie

Geografische Lage

Waldmünchen liegt im Bayerischen Wald direkt an der Grenze zu Tschechien am Oberlauf des Flusses Schwarzach, der hier zum Perlsee aufgestaut ist.

Geschichte

Ur- und Frühgeschichte (bis 1000)

Um das Jahr 500 kamen die Bajuwaren und verdrängten die Kelten auch aus dieser Gegend. Die Einwanderung und Landnahme war nicht mit Kämpfen verbunden. Die Bajuwaren, die aus Böhmen kamen, bewohnten dort die Landschaft Baja an der Elbe. Sie waren zur Zeit ihrer Einwanderung noch heidnisch, zum Teil christlich-arianisch.

Waldmünchen wurde im Jahr 910 von Mönchen unter dem Namen „Monacum” gegründet. Dies geschah weil sich die Mönche aus dem Kloster Chammünster das um 740 entstanden war und viele Landsleute vor den zahlreichen Ungarneinfällen um diese Zeit eine neue Zuflucht in den dichten Wäldern vor Böhmen suchten. Die Ungarn wurden 955 auf dem Lechfeld vernichtend geschlagen. Um 1000 wurde unter dem Markgrafen von Cham zum Schutze des Arnsteiner Passes, der damaligen Verbindungsstraße nach Böhmen, die Burg zu Waldmünchen erbaut.

Anfänge (1000-1400)

Das Kloster Walderbach besitzt 1143 in der Waldmünchner Gegend Grundeigentümer. Die Mönche üben hier Seelsorge aus. "Monacum ante nemus Bohemorum"-München vor dem Böhmerwald erhält 1250 die Stadtrechte. 1255 fällt "München um den Wald" bei der ersten Landesteilung an Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern/Straubing. 1256 streiten Waldmünchens Grundherr, Ritter Reinboto von Schwarzenburg/Rötz und Bischof Albertus Magnus von Regensburg um einen Kirchenzehent "in Monaco". Um 1261 amtiert der Richter Chuno von Berengar. Herzog Heinrich bestätigt 1265 das Präsentationsrecht des Kloster Walderbach auf die Pfarrei Waldmünchen.

Ottokar II. von Böhmen verwüstet 1266 Stadt und Umland. 1270 erscheinen im 2. Herzogsurbar (Güterbeschreibung) neben "stat ze Moenichen" Hirschhöf, Ast, Kritzenast, Albernhof, Grub, Herzogau, Hocha, Englmannsbrunn, Katzbach, Hochabrunn, Ulrichsgrün, Machtesberg und Grafenried. 1274 schließen Herzog Heinrich und Ottokar II. in Waldmünchen einen Geheimvertrag gegen Rudolf I. von Habsburg. Das jetzt zu Waldmücnchen gehörende Geigant wird 1283 in einer Urkunde des Klosters Schönthal erwähnt. Die Feste Geigant geht auf das 10. Jhd. zurück. 1317 gewährt Landgraf Ulrich von Leuchtenberg der Stadt das Braurecht auf Weißbiersieden im "Weißen Brauhaus". 1364 wird die Stadtmauer Waldmünchens erstmals urkundlich erwähnt.

Krieg und Seuchen (1400-1700)

Die Grundherrschaft Schwarzenburg-Rötz-Waldmünchen kommt 1409 in den Besitz böhmischer Adliger. 1425 wehren Bürger und Bauern bei Höll einen ersten hussitischen Angriff ab. Waldmünchen heißt "Geysmünchen". Hintschik Pflug besiegt 1433 die Hussiten in der Schlacht bei Hiltersried. Für die Oberpfalz eine Wendung im Hussitenkrieg. Die Stadt wird 1434 erneut angegriffen und durch untergraben der Mauern erstürmt. Sie liegt jahrzehntelang verödet.

Um 1460 kehrt Leben zurück. Die Schule wird wieder aufgebaut und im Hammerwerk der Vorstadt wird Eisenerz abgebaut. Vor 1469 ist der erste bekannte Stadtbrand amtlich vermerkt. 1492 werden die Stadtrechte erneut bestätigt: Die niedere Gerichtsbarkeit, das bürgerliche Jagd-, Fisch-und Braurecht.Auch der Kirchturm wird das erste mal genannt. Waldmünchen ist 1495 im Besitz des Heinrich von Plauen,dann Guttensteiner. 1496 wird das Weissbierbrauhaus erblich geschenkt. In dem Gebäude ist heute die Berufschule untergebracht.

Heinrich von Guttenstein unterdrückt 1505 Land und Stadt. 1510 wird Waldmünchen Kurpfälzisches Amt. Die Pfleger, meist Adelige, residieren auf der Burg,dem sogenannten Schloss. 1527 ist in Waldmünchen Endpunkt der berittenen Prager Hofpost. Die Strecke führt über Arnstein nach Böhmen und Prag. 1534 findet man einen ersten Hinweis auf Waldmüchener Glashütten,dem Glashüttenbühl in Perlhütte. Um 1543 hat die Stadt vier Bürgermeister und acht Räte. Der Hof auf dem Kramberg im Böhmerwald wird 1549 das erste mal erwähnt.

Die Ortschaft Spielberg wird 1550 erstmals urkundlich erwähnt. 1556 muss Waldmünchen protestantisch, später kalvinisch werden. 1559 wird der Kirchturm aufgestockt. 1571 erneuert die Zunft der Leinweber ihre Handwerksordnung. Erste Glashütten 1579 in Herzogau,durch Pfleger Ruhland erbaut. 1584 wird die kurfürstliche Schäferei an die Pächter als Erbrecht verteilt. 1585 wird der Freidhof vor dem Hammertor erbaut. 1590 wird das Schulhaus vor der Stefanskirche zur Böhmerstrasse das erste mal erwähnt. Von 1591-1900 gab es einen Brotladen im Rathaus.

Die Reichsposthalterei wird 1615 von Thurn und Taxis errichtet. Auf der Heeres- und Handelsstraße Nürnberg-Waldmünchen-Prag beginnen 1621 für Jahrzehnte die Durchmärsche im Dreißigjährigen Krieg. Waldmünchen und das Umland werden systematisch ausgebeutet. 1628 fällt die Oberpfalz und damit Waldmünchen an Kurbayern. Durch einen verheerenden Stadtbrand werden 1633 zweiundsiebzig Wohnhäuser zerstört. Schwedengeneral Vitzdum belagert und erobert die Stadt. Zwei Drittel der etwa 1000 Einwohner sterben an der Pest.

1641 lässt der schwedische Oberst v. Birkenfeld Waldmünchen drei Tage lang plündern.Die verbliebenen Bürger flüchten sich in den Wald. 1648 muss eine Brandschatzung von 3000 Gulden an die Schweden bezahlt werden. Von Waldmünchen stehen nur noch Brandruinen in denen sich nur langsam wieder Leben entwickelt.

1654 wird der Wagnenhof im Böhmerwald erbaut. 1658 brennt die Stadt wieder ab. Hiervon betroffen ist auch das Pflegerschloss. Leopold I. von Habsburg und Kurfürst Ferdinand Maria siegeln in Waldmünchnen einen Geheimvertag. Die Glashütte Althütte befindet sich seit 1694 auf dem Posthof.

Frühe Neuzeit (1700-1900)

Im spanischen Erbfolgekrieg besetzt Österreich 1703 das Pflegeamt. Junge Männer werden zum Militärdienst gezwungen. 1708 zerstört erneut ein Großfeuer Schloss und Stadt. Die bisherige Kapelle Sankt Stephan wird Stadtpfarrkirche. Die Österreicher ziehen den Grenzverlauf nach Böhmen neu.Einige bayerische Dörfer, z. B. Steinlohe, Grafenried, Haselbach, Posthof, Wagenhof und Kramberg werden böhmisch. Ausser Haselbach und Grafenried werden die Dörfer 1764 wieder bayerisch. 1711 wird die Friedhofskirche erbaut. Die Gebrüder Frank stiften das Spital und die Dreifaltigkeitskirche. Die Glashütte am Posthof (Wildenauer-Hütte) zieht 1713 infolge der Grenzziehung nach Unterhütte um, dadurch wird der Ort gegründet.

1742 nimmt der Pandurenoberst Trenck im Österreichischen Erbfolgekrieg die Stadt ein. Der Einsatz des Waldmüncher Pfarrers Braun sowie einiger Schulkinder konnte eine Erstürmung und Plünderung verhindern. Seit 1950 wird das damalige Geschehen durch die alljährlichen Trenckfestspiele dokumentiert. 1764 verliert Waldmünchen durch den Prager Grenzvertag viel von seinem Hinterland an Böhmen, darunter Haselbach (Liskova) und Grafenried (Lucina). Die Statue des Hl.Nepomuk wird 1769 von den Gebrüdern Frank gestiftet und auf dem Marktplatz von Waldmünchen aufgestellt. 1771 erleidet die Stadt in Folge einiger Missernten eine dreijährige Hungersnot. 1778 besetzen österreichische Truppen Stadt und Umland erneut. 1788 bestehen 152 kleine Gärten vor dem Hammer und Astertor. 1796 beginnen die Napoleon-Kriege und die Bürger der Stadt leiden unter dem Durchzug tausender Truppen. Bürger und Bauern leiden unter ständigen Einquartierungen und drückenden Kriegslasten. 372 verwundete Franzosen sind in den Städeln ausserhalb der Stadt untergebracht. Die Wasenmeisterei ist in der Weißenlohe untergebracht. 1796/97 werden 600 Stück Vieh, die durch eine Seuche eingingen am Torweiherweg vergraben.


1803 wird aus dem Pflegamt das Landgericht Waldmünchen. 1803/04 werden die Gemeindegründe verteilt. Die ersten Stücke der Stadtmauer werden 1809 niedergerissen. 1812 wird das sogenannte „Neutor” in der Schützenstrasse zum Köckkeller durchbrochen. Die letzte öffentliche Hinrichtung ist 1814 verzeichnet. Sie findet am Waldmünchener Marktplatz durch das Schaffott („Spindler vom Dirmaal”)statt. Im selben Jahr zog Zar Alexander I. durch Waldmünchen und bemerkte die grosse Hungersnot, er schickte umgehend zwei Fuhren Getreide zum Dank für die gute Beherbergung nach Waldmünchen. 1816 wird das Hammertor niedergerissen und das Strafhäusl vor dem Rathaus versteigert. 1817 wird das Brauhaus Jakerlbräu erbaut. Waldmünchen gehört zum Landkreis Regen. 1822 wird der Schmidtbräukeller erbaut. 1824 wird der Schulgarten vor dem Böhmertor angelegt. Um die 4000 Obstbäume werden gepflanzt. Heute befindet sich hier der Pfarrhof. Im Ulrichsgrünertal erbaut Freiherr von Voithenberg 1826 Glasschleifen (sog. Schächtlschleifen) in der Rohgläser von der Unterhütte veredelt werden. 1826 und 1828 erbaut Johann Frank von Waldmünchen zwei weitere Glasschleifen,die sogenannten „Frankenschleifen”. 1827 wird die Tuchfabrik Wessely & Spaett gegründet. Ritter von Lenkenberg erbaut die nach seinem Namen benannte Glasfabrik „Lenkenhütte”. 1831 grassiert die Cholera in Waldmünchen. 1833 logiert Chateaubriand zwangsweise in Waldmünchen. Die Ölbergkirche wird 1833 neu erbaut. Am Ort einer früheren Holzkapelle,die an der Stelle erstellt wurde,wo in alter Zeit der erste Galgen stand („...am alten Hochaer Weg”). 1838 wird in Ulrichsgrün die Glashütte „Grasslschleif” errichtet. Trotz Widerstandes werden 1839 das letzte Stadttor („Böhmertor”) und weitere Reste der Stadtmauer eingerissen. Lederer Bacherl erbaut 1840 das Finanzamt, später Forstamt, dann Rentamt.


1844 beginnt die Amerikaauswanderung aus dem Altlandkreis Waldmünchen. Sie erreicht 1872 ihren Höhepunkt. Über 1300 Einwohner wandern nach Amerika aus. Waldmünchen kommt 1857 zum Bezirksgericht Neunburg vorm Wald.1858 wird die Schule in der Schulstrasse errichtet. Sie erhält vier Klassenzimmer und dient heute als Berufssschule. Das bisherige Landgericht erhält 1862 den Namen Bezirksamt. Ein neues Brauhaus (Koisa) wird gebaut, in dem heute das Amtsgericht untergebracht ist. Die Zünfte werden 1867 aufgehoben. 1868 werden die Hirtenhäuser in der Vorstadt versteigert, heute befindet sich der Friedhof Pechhansenstrasse darauf. Die erste Telegrafenverbindung existiert 1869 in Waldmünchen. Der Brücklkeller am Krankenhaus wird 1871 aufgelassen, die Lauben beseitigt. 1872 erwirbt der Waldmünchner Johann Frank die Lenkenhütte. Hinter dem Kommunbrauhaus gibt es 1878 einen weiteren Stadtmauerdurchbruch. 1880 wird die Unterhütter Glashütte aufgegeben (heute Ortsweiher).Das erste leichemhaus wird 1885 erbaut. 1887/88 liegen drei bis fünf Meter Schnee in Waldmünchen. An Johanni (24.6) lag noch Schnee im Böhmerwald. Der Hammerbräu erbaut seine Brauerei. 1891 erbaut Johann Frank anstelle der Lenkenhütte die „Neuhütte”,eine moderne Glasfabrik. 1895 wird die Bahnlinie Cham-Geigant-Waldmünchen eröffnet.

Erster und Zweiter Weltkrieg, der Kalte Krieg (1900-1989)

1915 werden die Hammerstrasse,der Marktplatz und die hintere Astergasse(Schulsstrasse)gepflastert. Der „Kleinkeller” wird aufgelassen und die Weißenloh kultiviert. Die Bevölkerung leidet 1917 sehr unter dem ersten Weltkrieg. Die „Lenkenhütte”(damals Neuhütte),wird stillgelegt. Der Konkurs dauert bis 1934. Billionen von Inflatsionsgeld kostet 1923 die Tausendjahrfeier. Der letzte Turmwächter Bieringer verlässt den Posten auf dem Stadtturm. 1937 entsteht die erste Idee zu den Trenckfestspielen,die Umsetztung wird durch den zweiten Weltkrieg verhindert. 1940 wird der Landkreis um elf tschechische Gemeinden erweitert.

Nach mehrstündigem Beschuss erobern 1945 Amerikaner die Stadt und zerstören sie zu 30 %. Ende 1945 werden sämtliche nicht tschechische Bewohner aus den Dörfern des ehemaligen Sudetenlandes vertrieben →Benes Dekrete. Über die Landesgrenze bei Höll fällt 45 Jahre der Eiserne Vorhang.Die ehemals zu Waldmünchen gehörenden Dörfer Grafenried,Wassersuppen,Haselbach,Seeg,Anger befinden sich nun im Todesstreifen des Eisernen Vorhangs und dürfen bis 1990,auch von tschechischen Bürgern,nicht betreten werden. Erste Wahlen unter amerikanischer Aufsicht finden 1946 statt. 1950 wird "Trenck der Pandur" bei den Heimatspielen uraufgeführt. Die aufgelassenen,ehemals deutschen Dörfer jenseits der Grenze,werden zwischen 1950 und 1960 fast "dem Erdboden gleichgemacht".Die Pfarrkirche St. Georg zu Grafenried wird 1959 vom tschechischen Millitär gesprengt. Heute sind diese Dörfer über Wanderwege wieder begehbar und ausgeschildert.Sie sind zum Teil aber sehr versteckt und nur in Grafenried sieht man noch grössere Ruinen,ansonsten sind nur zugewucherte Mauerreste oder Weiher erhalten. Das Flüsschen Schwarzach wird 1962 zum Perlsee aufgestaut. Die letzte Glashütte, die „Grasslschleif” in Ulrichsgrün stellt ihren Betrieb ein. 1966 hört die Tuchfabrik das arbeiten auf. Seit 1968 ist die Stadt staatlich anerkannter Luftkurort. Bis 1972 war Waldmünchen Kreisstadt des Landkreises Waldmünchen. 1982 entsteht aus dem Schloss und dem alten Pfarrhof die Jugendbildungsstätte für die Oberpfalz. 1983 geht Waldmünchen mit Marktoberdorf eine Städtepartnerschaft ein. Ein Christbaum aus Waldmünchen schmückte 1984 den Petersplatz in Rom.

Öffnung des Eisernen Vorhangs, hinter Waldmünchen beginnt das neue Europa (1990-Jetzt)

Nach 45 Jahren kalter Krieg fällt am 1. August 1990 (nach einem ersten Öffnungstag am 26. Januar 1990) der Eiserne Vorhang zu Tschechien. Der Grenzübergang Waldmünchen-Höll wird wieder geöffnet. Erst für Fußgänger, dann für Busse. Bald darauf für Autos. Mittlerweile ist der Grenzübergang nur noch für überregionale LKW gesperrt, da sie den Grenzübergang Waidhaus Autobahn (A 6) benutzen sollen. 1993 verkauft der Landkreis Cham das Waldmünchener Stiftungskrankenhaus. Im selben Jahr geht die Stadt eine Partnerschaft mit dem französischen Chomburg ein (Chateaubriand). 1994 wurde das Erlebnissbad Aquafit eröffnet, das auch Besucher aus dem weiteren Umland anziehen soll. Das Stadlerhaus wird umgebaut und dem Rathaus angegliedert. 1999 wird das Gelände der alten Tuchfabrik zum Residenzwohnpark umgebaut und eröffnet. 2001 wurde das Grenzland- und Trenckmuseum eröffnet. 2002 wird das sog. Windmeisserhaus in der Hofgartenstrasse zum Jugendhaus angekauft. Am 21. Juni 2003 begann die Marktplatzsanierung, die 2005 abgeschlossen wurde. Somit erhielt der Marktplatz ein neues, fußgängerfreundlicheres Gesicht. 2005 kommt der bis dato städtische Campingplatz am Perlsee in Privatbesitz.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1. Januar 1771 1101
1. Januar 1871 2676
1. Januar 1919 2838
1. Januar 1939 3077
1. Januar 1966 4294
30. Juni 1972 4609
Jahr Einwohner
1. Juli 1972 7500
1. Januar 1980 7688
1. Januar 1990 7167
1. Januar 2000 7204
1. Januar 2006 7469

Gebietsreform, mehrere Gemeinden werden an die Stadt Waldmünchen angeschlossen.

Politik

Bürgermeister

  • Bürgermeister seit 2002: Löffler Franz

Bürgermeister seit 1454 (unvollständig)

  • 1454: Waitzer Jakob
  • 1538: Rayder Hans
  • 1580: Franckh Jörg
  • 1615: Grillenberger Sebastian
  • 1627: Franckh Lorenz
  • 1628: Patenti
  • 1635: Schmidt Georg
  • 1641: Neusinger
  • 1651: Reischl Hans
  • 1666: Franckh Thomas
  • 1667-1676: Zengler Christoph
  • 1681: Ziegler Christoph, Riepl Johann
  • 1699-1721: Franck Micheal Johann
  • 1726: Hämmerl
  • 1728: Kayser Johann Georg, Werner, Picherl
  • 1733: Reischl Johann Valentin
  • 1744: Schweiger Johann Jakob
  • 1765: Silberhorn Johann Jakob, Kellermann
  • 1770: Bauer Johann Georg
  • 1774: Eberl Johann
  • 1783: Spadini Alexander
  • 1793: Spadini Abel, Reischl Theodor, Lohner Franz
  • 1802: Schmid Wolf
  • 1805: Reischl Thomas
  • 1818: Bruckmeyr Simon
  • 1827: Dietl Johann Baptist
  • 1835: Lenard Jakob
  • 1848: Schwarz Alois
  • 1860: Spätt Georg
  • 1868: Silberhorn Josef
  • 1869: Lehmann Peter
  • 1875: Nachtmann Xaver
  • 1893: Frank Johann
  • 1900: Koller Josef
  • 1904: Schmied Franz Xaver
  • 1912: Kellermann Alois
  • 1918: Urban Franz Xaver
  • 1924: Bücherl Johann
  • 1933: Mannhart Franz
  • 1934: Dietl Johann
  • 1935: Seidel Max
  • 1945: Großmann Bernhard
  • 1945: Bücherl Johann
  • 1946: Pregler Johann
  • 1948: Pregler Albert
  • 1956: Kussinger Johann
  • 1964: Eisenhart Max
  • 1978: Eiber Heinrich
  • 1984: Aumüller Dieter
  • 2002: Löffler Franz

Städtepartnerschaften

Waldmünchen unterhält 4 Partnerschaften.

  • Combourg (Frankreich),seit 1993
  • Klenci pod Cerchovem (Tschechien)
  • Marktoberdorf (Bayern)
  • Elz (Hessen),seit 2006

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Trenckfestspiele

Franz Freiherr von der Trenck war ein Pandurenoberst, der sich 1741 zu Beginn des österreichischen Erbfolgekrieges auf eigene Kosten ein 1000 Mann starkes Freikorps zusammenstellte und bald darauf überall zwischen Isar und bayerisch-böhmischer Grenze gefürchtet war. 1742 stand er vor Waldmünchen. Alljährlich führen die Waldmünchner Laienschauspieler während der Monate Juli und August das Festspiel „Trenck der Pandur vor Waldmünchen” auf. In neun Aufführungen wird in faszinierenden Bildern das harte Leben der Waldmünchner zu dieser Zeit sowie das wilde Auftreten der Panduren mit ihrem berüchtigten Führer Franz von der Trenck unter nächtlichem Himmel dargestellt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Feste und Festivals

Einmal im Jahr findet das Frühlingsfest und das Heimatfest (im Juli) statt.

Wochen und Jahrmärkte

Wochenmärkte finden jeden Dienstag und Samstag in der Woche statt. Fällt auf diesen Tag ein Feiertag, fällt der Wochenmarkt aus.

Jahrmärkte finden in Waldmünchen am Diensteg in der dritten Fastenwoche, am Sonntag vor Christi Himmelfahrt,am zweiten Sonntag im Juli,am letzetn Sonntag im September und am Sonntag vor Wolfgang statt.

Einen Christkindlmarkt gibt es am zweiten Adventssamstag.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Waldmünchen liegt an keiner Bundesstrasse oder Autobahn. Die Bundesstrasse B 22 Cham-Weiden verläuft bei Schönthal in 10 km Entfernung. Cham liegt in 20 km Entfernung, Furth im Wald ist 15 km entfernt. Die Stadt ist durch zahlreiche Staats und Kreisstrassen (St.2400 nach Schönthal/Rötz, St.2146 von Cham kommend nach Haselbach, St.2154 nach Waidhaus, CHA 40 nach Furth im Wald) erschlossen die wegen zunehmenden Grenzverkehr oft Bundesstrassengleich ausgebaut sind (z. B. Verbindung Waldmünchen-Haselbach/CZ.).

Zur tschechischen Nachbargemeinde Nemanice (Wassersuppen) bestehen zwei Grenzübergänge. Für Kraftfahrzeuge ist es der Straßenübergang im Ortsteil Höll nach Lisková (Haselbach), für Wanderer steht auch der 3 km westlich davon gelegene grenzüberschreitende Wanderweg vom Ortsteil Untergrafenried in den aufgelassenen Ort Lucina (Grafenried) zur Verfügung.

Waldmünchen ist Endstation der Eisenbahnstrecke Cham — Waldmünchen, auf der die Züge der Oberpfalzbahn verkehren.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Andreas Grassl, 2005 weltweit bekanntgeworden als der „Piano-Mann”

Sonstiges

In Waldmünchen befindet sich die Grenzpolizeistation Waldmünchen der Landespolizei mit der Zuständigkeit für Tiefenbach, Treffelstein, Waldmünchen und Gleißenberg mit einem Zuständigkeitsbereich von 183 km².

Auch ist hier der Sitz der Jugendbildungsstätte für den Bezirk Oberpfalz.

Im Ortsteil Herzogau befindet sich eine Brauerei (Schloßbrauerei Herzogau) und die Diensthundeschule der Bayerischen Polizei (BPFI).

↔== Weblinks ==

  • Die Trenckfestspiele
  • Jugendbildungsstätte Waldmünchen
  • Satellitenkarte und Wetter für Waldmuenchen
  • Waldmünchen: Wappengeschichte vom HdBG
  • Homepage Heimatkreis der örtlichen Sudetendeutschen
  • Untergegangene Orte im Sudetenland



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Informationsportal über Waldmünchen in Bayern - 26.5.2012