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Waltershausen ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Gotha im Freistaat Thüringen (Deutschland). Sie liegt zwischen dem Thüringer Becken im Nordosten und dem Thüringer Wald im Südwesten. GeografieStadtgliederungEs existieren drei Ortsteile (Wahlwinkel, Schnepfenthal und Langenhain) sowie ein Stadtteil (Ibenhain). GeschichteDer Ort entwickelte sich an der Kreuzung der alten Salzstraße von Salzungen nach Erfurt und von Eisenach nach Saalfeld. Zusätzlich bot die 1176 erstmals erwähnte Burg Tenneberg (siehe Bauwerke) Schutz für die Stadtbewohner. Eine weitere Begünstigung für den Standort war die Engstelle zwischen dem Burgberg und dem Ziegenberg, die der gesamte Verkehr passieren musste, da der Wald sehr unwegsam war. Die Stadt selbst wurde 1209 erstmals urkundlich erwähnt unter dem Namen „Ulricus ,villicius de Waltherißhusin”. Die Stadt gehört zur Grafschaft Mühlburg (in einer Urkunde von 1293 erwähnt) und stand unter der Lehnshoheit des Erzbistums Mainz. Damals war sie bereits im Besitz der Stadtrechte. Die Thüringerwaldbahn wurde 1929 nach Waltershausen verlängert und verbindet die Stadt seitdem mit Tabarz im Südwesten und Gotha im Nordosten. Eingemeindungen1950 wurden Schnepfenthal, Langenhain und Wahlwinkel eingemeindet. EinwohnerentwicklungEntwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
1 29. Oktober PolitikBürgermeister ist Michael Brychcy (CDU). Städtepartnerschaften
Eine Städtefreundschaft besteht zu:
Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke1176 wurde Schloss Tenneberg das erste Mal als Burg der Thüringer Landgrafen erwähnt, mehrfach umgebaut, erhielt es im frühen 18. Jahrhundert seine im Wesentlichen endgültige Gestalt. Durch verschiedene Nutzungen in der Zeit danach sind die meisten Barockräume verloren gegangen, jedoch nicht der Festsaal (1719), das barocke Treppenhaus (1718) und die Schlosskapelle (1721).
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrWaltershausen liegt an der Autobahn A 4 Frankfurt am Main–Dresden und besitzt eine eigene Anschlussstelle (41a Waltershausen). Der Süden des Stadtgebiets wird von der Bundesstraße 88 tangiert. In Waltershausen selbst beginnen Landstraßen nach Friedrichroda, Georgenthal, Gotha, Hörselgau, Teutleben (zur B 7) und Langenhain. Ferner hat die Stadt einen Bahnhof an der Regionalbahnlinie Fröttstädt – Friedrichroda (Friedrichrodaer Bahn, seit 1848). In der Stadt verkehrt außerdem eine Straßenbahnline vom Bahnhof zum Gleisdreieck mit 5 Haltestellen. Dort schließt sich die Linie der Thüringerwaldbahn (deren Anteilseigner die Stadt Waltershausen ist) an die „Waldbahn” Gotha - Tabarz an. Ansässige UnternehmenWaltershausen hat eine lange, im Jahr 1815 begründete Tradition als Puppenstadt. Es entstanden im 19. Jahrhundert eine Vielzahl von Spielzeug- und Puppenfabriken. Die industrielle Fertigung von Puppen endete 1990. Heute gibt es mit der Waltershäuser Puppenmanufaktur nur noch einen einzigen Betrieb, der gelegentlich Puppen herstellt. Es handelt sich dabei um Sammlerpuppen, die sehr hohen ästhetischen Ansprüchen Rechnung tragen. Ein bis heute wichtiger Betrieb in der Stadt ist die Multicar Spezialfahrzeuge GmbH, ein Unternehmen mit 80jähriger Tradition, das sich auf die Herstellung kompakten Spezialtransportern und Geräteträgern spezialisiert hat. Fahrzeuge von Multicar werden heute in zahlreichen Kommunen als Allzweck-Kleintransportfahrzeuge eingesetzt. Die Herstellung von Gummiartikeln war und ist ebenfalls ein Hauptindustriezweig. Aus mehreren Firmen ging nach 1945 der VEB Gummiwerke („Kowalit”) hervor. Im Stadtgebiet gab es zwei Betriebsteile, in denen verschiedene technische Gummiwaren und Kleinbereifung hergestellt wurden. Nach 1990 wurde die Firma von der Phoenix AG übernommen. Einige kleinere Betriebe dieser Branche wurden neu gegründet und etablierten sich z.B. Gummidichtungstechnik Automative GTA. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Persönlichkeiten, die vor Ort wirken bzw. gewirkt haben
Literatur
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