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Die Stadt Waltrop liegt am Nordrand des Ruhrgebiets im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster. GeografieRäumliche LageWaltrop liegt nordwestlich von Dortmund im Ruhrgebiet zwischen dem Dortmund-Ems-Kanal im Süd-Westen und dem Datteln-Hamm-Kanal im Norden. StadtgebietWaltrop hat keine Stadtteile, doch gibt es sieben Bauerschaften, die rund um Waltrop liegen (von Norden im Uhrzeigersinn): Unterlippe, Oberlippe, Elmenhorst, Brockenscheidt, Leveringhausen, Oberwiese und Holthausen. Nachbargemeinden/-städteFolgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Waltrop - im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend: Selm, Lünen (beide Kreis Unna), Dortmund (kreisfreie Stadt), Castrop-Rauxel und Datteln (beide Kreis Recklinghausen). GeschichteEtwa vier Kilometer südlich der Lippe entstand Waltrop, am östlichen Rand des Kreises Recklinghausen. Schon in der Zeit um Christi Geburt wurde die Fläche des heutigen Waltrop besiedelt. Zu dieser Zeit waren hier die Sugambrer ansässig (ein Stamm der Rhein-Weser-Germanen zwischen Sieg und Lippe). Sie waren sesshafte Ackerbauern, die mit ihren von Ochsen gezogenen Räderpflügen den schweren Lehmboden bearbeiteten und mit Getreidearten bebauten, welche hier noch heute angebaut werden. Das Dorf Waltorpe entstand um die Pfarrkirche St. Peter herum, welche auch heute noch zu Gottesdiensten genutzt wird. Von der Pfarrkirche St. Peter ist bereits 1032 in einer Schenkungsurkunde des Kölner Erzbischofs Pilgrim an die Benediktinerabtei in Deutz die Rede. In dieser Schenkungsurkunde ist der Ortsname Waltorpe allerdings nicht ausdrücklich erwähnt, vielmehr werden in ihr die übrigen Kirchen „in Saxonie partibus” genannt. Das mit dieser Urkunde aber auch die Kirche zu Waltorpe gemeint war zeigt eine Bestätigungsurkunde aus dem Jahre 1164. In jener Bestätigungsurkunde wurden alle Kirchen die 1032 verschenkt wurde aufgeführt. Für das hohe alter der Besiedlung spricht auch die Tatsache, dass die meisten Höfe der Gemeinde Eigentum der Abtei Werden oder Bestandteil des Reichshofs Elmenhorst waren. Der Reichshof Elmenhorst wurde erstmals 1292 Urkundlich erwähnt. Die zum Reichshof gehörigen Höfe lagen zum größten Teil im Kirchspiel Waltrop und befanden sich überwiegend in den Bauernschaften Elmenhorst und Lippe. Die dem heiligen Petrus geweihte Pfarrkirche bildet das Herzstück des Mittelalterlichen Waltrops. Um die Kirche herum befand sich damals der Friedhof. Bodenuntersuchungen aus dem Jahr 1978, bei denen verrottetes Eichenholz und ein stück Kugeltopfkeramik gefunden wurden, untermauern die Vermutung dass eine Wall- und Grabenanlage den Wehrkirchbereich umgrenzt hat. Namensträger begegnen uns ab 1189 mit dem zu den Ministerialen der Kölner Kirche gehörenden Ritter Ludwig zu Waltorpe. 1234 wurde erstmals ein Freistuhl zu Waltrop erwähnt der am linken Ufer der Lippe. Im Jahre 1428 wurde Waltorpe dann als Freiheit bezeichnet. Für 1432 ist Waltrops Zugehörigkeit zur Grafschaft Dortmund belegt, dem Umland der nahegelegenen Reichsstadt. Stark zu leiden hatte Waltrop durch die Kampfhandlungen der Soester Fehde. Im Machtkampf über die Hoheit in Waltrop setzten sich die Erzbischöfe von Köln in der Folgezeit auch gegen die Grafen von der Mark durch. Waltrop zählte nun zum kölnischen Vest Recklinghausen. Seit 1596 durften, durch Erzbischof Ernst von Köln verliehen, jährlich zwei Jahrmärkte abgehalten werden. Zum Kirchdorf Waltrop gehören schon durch die Jahrhunderte hindurch die Bauernschaften Leveringhausen, Brockenscheid, Elmenhorst, Holthausen, Lippe und Oberwiese. 1343 wurde erstmals die St. Laurentius Kapelle in der Bauernschaft Leveringhausen erwähnt, ihre Glocke ist die älteste im Vest Recklinghausen (sie wurde auf die Zeit um 1100 Datiert). Am 30. Januar 1939 erhielt Waltrop die Stadtrechte. PolitikGemeinderatIm Rat der Stadt Waltrop ist seit der Kommunalwahl 2004 die SPD mit 16 Sitzen die größte Fraktion.
Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen ist durch das Ratsmitglied Dr. Lars Holtkamp - bis 2005 Grüne Liste Waltrop - im Rat indirekt vertreten. Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975In der Liste[1] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 2,95 % der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:
BürgermeisterinNach der Kommunalwahl 2004 löste Anne Heck-Guthe (SPD) den ehemaligen Bürgermeister Willi Scheffers (CDU) ab. Bürgermeister seit 1939
Kinder- und JugendparlamentIm Jahr 2001 wurde in Waltrop - auf Vorschlag einer aus aus acht Jugendlichen von drei weiterführenden Schulen bestehnden Initiative - ein Kinder- und Jugendparlament gegründet. Dabei wurde das Konzept, die Satzung und die Geschäftsordnung von den Jugendlichen Mara Schweers, Dominik Schad, Eva Pallenberg, Christian Nilius, André Brandhorst, Christian Maskos, Ina Schönfeld, Andreas Gräbe und Hannah Mölders selbs entwickelt. Der wohl häufigst genannte Erfolg des KiJuPas ist die Einrichtung einer Nachtbuslinie (NE 14) in der ersten Legislaturperiode. Derzeitiger Vorsitzender ist Leonard Jablonka vom Theodor-Heuss-Gymnasium. Seit der ersten Legislaturperiode gehört Julia Grühn (19) zum KiJuPa. WappenIn dem goldenen Schild befindet sich ein schwarzer, rot bewehrter Adler. Das Zentrum des Wappens stellt ein Herzschild dar, das in schwarzem Feld eine goldene, verkürzte Spitze zeigt. Waltrop erhielt im Jahr 1939 Stadtrecht. Das Wappen geht auf das Siegel des alten Reichshofes Elmenhorst zurück. Dieser befand sich im Gebiet der Stadt Waltrop und wurde ursprünglich von Karl dem Großen gegründet. In diese Zeit fällt auch die Besiedlung des „Dorfes im Walde” – historisch „ Wallthorpe”. Der Adler erinnert an die Familie Goy, die im 15. und 16. Jahrhundert in der Gemeinde ansässig war. Sie führte dieses Symbol in ihrem Schild. Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenDas Heimatmuseum des Heimatvereins neben dem Allwetterbad dokumentiert die Waltroper Geschichte anhand zahlreicher Exponate. Das Schiffshebewerk Henrichenburg von 1899 ist heute als Museum zu besichtigen. BauwerkeDie ehemalige Zeche Waltrop wurde zu einem Gewerbepark umgestaltet. In Waltrops Zentrum steht die Pfarrkirche St. Peter aus 9./ 10. J.n.Chr. mit einem 40 Meter hohen Kirchturm. Rund um die Kirche befindet sich ein malerisches Fachwerkensemble, zu dem auch der "Tempel" (vermutliches Baujahr 1576) und somit das älteste Fachwerkhaus in Waltrop ist. In Waltrop-Leveringhausen liegt die St. Laurentius Kapelle. Parks
SportGrößte Sportvereine in Waltrop sind:
Regelmäßige Veranstaltungen
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrWaltrop ist im Personenverkehr nur mehr auf der Straße erreichbar, nachdem die Hamm-Osterfelder Bahn auf ihrem durch Waltrop führenden Abschnitt seit 1983 nur mehr dem Güterverkehr dient. Insgesamt fahren in Waltrop neben Taxis sechs Buslinien der Vestischen Straßenbahen: Die Linien 283/285 innerhalb der Stadt, die Linien 231/284 zwischen Recklinghausen und Lünen-Brambauer, SB24 zwischen Recklinghausen und Dortmund-Mengede sowie die NachtExpress-Linie NE14 (nur am Wochenende) führen durch die Stadt. Außerdem gibt es noch die Linie 289, die nur Wochentags zwischen Dortmund-Mengede BF und Waltrop Am Moselbach fährt, jedoch nur einmal in jede Richtung (Schulverkehr). Waltrop ist direkt am Deutschen Autobahnnetz angeschlossen A2 und A45. (AS Dortmund Mengede) Ansässige UnternehmenLangendorf: Die Firma Langendorf ist ein international renommierter Produzent des individuellen Fahrzeugbaus seit 1889. Ihr Umsatz beträgt ca. 40.Mio €. Sie beschäftigt 270 Mitarbeiter. (Stand 2005) Manufactum: Eins der sieben Warenhäuser Manufactum, die laut Eigenwerbung "Dinge aus der guten alten Zeit" vertreiben, befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Waltrop. Ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Zeche befindet sich der besondere Fahrradladen /Spezialräder (Fahrräder und Anhänger) Hase-Bikes. Nextpharma: Die Firma Nextpharma ist einer der führenden Hersteller für die pharmazeutische und HealthCare Industrie. Bildung
PersönlichkeitenIn Waltrop geboren
Ehrenbürger
Träger des Goldenen Ehrenringes der Stadt Waltrop
QuellenTexte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
