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Wartenberg ist eine Gemeinde im Vogelsbergkreis in Osthessen, Deutschland. GeografieGeografische LageDie Gemeinde liegt an den östlichen Ausläufen des Vogelsberges in einer waldreichen Mittelgebirgslandschaft in einer Höhe zwischen 248 und 494 Meter über NN. Durch die Gemeinde fließt die Lauter, die sich in Bad Salzschlirf mit der Altefeld zur Schlitz verbindet. In unmittelbarer Nähe beginnt der "Naturpark Hoher Vogelsberg". NachbargemeindenWartenberg grenzt im Norden an die Stadt Schlitz, im Osten an die Gemeinden Bad Salzschlirf und Großenlüder (beide Landkreis Fulda), im Süden an die Stadt Herbstein, sowie im Westen an die Stadt Lauterbach. GemeindegliederungDie Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Angersbach (2.738 Einwohner) und Landenhausen (1.406 Einwohner). GeschichteDer 20. September 812, Datum der ersten urkundlichen Erwähnung von Angersbach und Landenhausen, gilt als der offizielle Beginn der Gemeindegeschichte, wenngleich der Beginn der Besiedlung dieses Gebietes viel weiter bis in die vorchristliche Zeit zurück reicht. Im 12. und 13. Jahrhundert unterlagen die beiden Ortsteile dem Herrschaftsgebiet des Adelsgeschlecht derer von Wartenberg, deren Burg in den Jahren um 1220 von Friedrich von Angersbach (ab 1232 Friedrich von Wartenberg genannt) auf dem "Wartenbachhügel" in Angersbach erbaut wurde. Das Geschlecht derer von Wartenberg starb gen Ende des 13. Jahrhunderts aus. Durch eheliche Verbindungen gelangte das Eigentum der Wartenberger mit allen Rechten an die Herren von Eisenbach. Ab diesem Zeitpunkt bestimmte und wirkte das Rittergeschlecht der Riedesel über Jahrhunderte in der Region. Im 18. und 19. Jahrhundert wanderten viele Menschen aus der Region unter anderem nach Russland, später vor allem auch nach Nordamerika aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der auch in den beiden Dörfern viele Opfer forderte, bestand die Hauptaufgabe darin das dörfliche Leben wieder zu strukturieren. Vor allem wurden hunderte von Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten in das dörfliche Leben integriert. Die Gemeinde Wartenberg in ihrer gegenwärtigen Form entstand im Rahmen der Gemeindegebietsreform im Jahre 1972. So erfolgte am 1. August 1972 aufgrund von Gemeinderatsbeschlüssen der Zusammenschluss der Orte Angersbach und Landenhausen zur neuen Großgemeinde Wartenberg. Erster offizieller Bürgermeister der neuen Gemeinde wurde Karl Hans Roth aus Angersbach. Die Burgruine Wartenberg gab Angersbach und Landenhausen nach ihrem Zusammenschluss den Namen und 1978 das Wappen. PolitikGemeindevertretungDie Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
GemeindevorstandDer Gemeindevorstand besteht aus 7 Mitgliedern. Davon entfallen
WappenBlasonierung: Das Wappen der Gemeinde Wartenberg leitet sich von den Symbolen des einst auf der Burg Wartenberg lebenden Geschlecht derer von Wartenberg ab. Es ist eine 7 cm hohe vergoldete bronzene Wappenapplike; auf blauem (oder grünem) Grund ein weißer Schrägbalken von links oben nach rechts-unten im rechten Feld von einem goldenen Stern überhöht. Vorbild für das heutige Wappen der Gemeinde Wartenberg. Kultur und SehenswürdigkeitenReligionenDer größte Teil der Bevölkerung - etwa 3000 Menschen - in Wartenberg gehört der Evangelischen Kirche an. Dementsprechend befinden sich in Wartenberg zwei evangelische Kirchenbauten mit jeweiligen aktiven Kirchengemeinden. Die evangelische Kirche in Angersbach ist eine gotische Kirche, die im Jahr 1763 das letzte Mal umgebaut wurde. Das Gebäude der evangelischen Kirche zu Landenhausen wurde am 14. Oktober 1748 vollendet. Die Landeskirchliche Gemeinschaft Chrischona befindet sich im Ortsteil Landenhausen. Darüber hinaus bekennen sich etwa 600 Menschen der Wartenberger Bevölkerung zur römisch-katholischen Kirche. Der katholischen Filialgemeinde Angersbach übergab man somit am 16. Dezember 1962 ein eigenes Kirchengebäude. Weiterhin wurde im Jahr 1973 in Landenhausen eine katholische Filialkirche in Form einer modernen Kapelle errichtet. Die Filialkirchen gehören der Pfarrei Lauterbach an. Etwa 500 Menschen gehören anderen Konfessionen oder Strömungen an. Bauwerke
Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaftsstandortDurch die Erschließung eines Gewerbegebietes Wartenberg im Ortsteil Angersbach hat sich die Gemeinde heute weitgehend von einer ursprünglichen landwirtschaftlichen Struktur hin zu einem Gewerbestandort für Unternehmen entwickelt. Die Gewerbestruktur setzt sich aus Unternehmen unterschliedlichster Branchen zusammen. Demzufolge siedelten sich industrielle Fertigungsbetriebe aus dem Bereich Holzverarbeitung ebenso wie Unternehmen aus den Bereichen Elektronik, Maschinenbau und EDV an. Darüber hinaus sind Groß- und Einzelhandelsbetriebe sowie Handwerksbetriebe der verschiedensten Sparten und Dienstleistungsunternehmen vertreten. In Wartenberg sind derzeit über 200 Betriebe registriert. Im Wesentlichen orientieren sich diese auf die Wirtschaftsbereiche Private Dienstleistungen, Handwerk und Einzelhandel. VerkehrDie Gemeinde liegt an der Bundesstraße 254, über die Wartenberg von den Bundesautobahnen A 5 und A 7 erreichbar ist. Über den Bahnhof Angersbach, der an der Bahnlinie Gießen - Fulda (siehe Vogelsbergbahn) liegt, besteht am Bahnhof Fulda Zugang zum ICE-Netz der Deutschen Bahn AG. BildungIn der Gemeinde Wartenberg ist die Mittelpunktschule Angersbach mit Grund- und Hauptschule mit Förderstufe eine Bildungseinrichtung. Darüber hinaus ist in beiden Ortsteilen jeweils ein Kindergarten zu finden. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
