
|
Wehr ist eine Stadt im Süden von Baden-Württemberg im Landkreis Waldshut. GeografieGeografische LageWehr liegt etwa fünf bis sechs Kilometer nördlich des Hochrheins an dessen rechtem Nebenfluss Wehra. Nördlich und östlich von Wehr erhebt sich der südlichste Teil des Schwarzwalds. Westlich von Wehr beginnt der Dinkelberg. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich vom Kernort, der unmittelbar am Austritt der Wehra aus dem Schwarzwald liegt, südwärts, entlang der unteren Wehra, über Öflingen nach Brennet am Rhein, welcher hier die Grenze zur Schweiz bildet. Wehr ist westwärts über die Eichener Höhe mit Schopfheim und südwärts mit Bad Säckingen verbunden. Nordostwärts wehraaufwärts gelangt man zum Wehrastausee und weiter durch das hier tief eingeschnittene und wilde Wehratal nach Todtmoos. In Brennet hat Wehr Anschluss an die Bahnstrecke und die parallele B 34 von Basel nach Singen. Orte in der Umgebung
StadtgliederungStadtteile: Wehr, Öflingen Ortsteile (Wehr): Flienken, Zelg, Seeboden, Juch, Fischbühl, Breitmatt, Im Tal, Meierhof, Bündtenfeld, Enkendorf, Egerten, Kreuzmatt, Hemmet, Hölzle Ortsteile (Öflingen): Oberdorf, Wasen, Steinen, Rainen-Bündt, Breit, Brennet, Günnenbach GeschichteWehr wurde 1092 erstmals durch Adalgötz von Werrach urkundlich erwähnt. 1363 erhielt der Ort das Marktrecht. Vor der Vorderösterreichischen Herrschaft war Wehr im Besitz der Schönauer, die neben den Burgen Steinegg und Werrach die zwei Schlösser gebaut haben, in denen zur Zeit das Rathaus ist. Seit dem 13. Jahrhundert bis 1805 gehörte Wehr zu Vorderösterreich. Bereits im Mittelalter gab es eine hochentwickelte Eisenproduktion, die bis ins 19. Jahrhundert betrieben wurde. Grundlagen dafür waren Holzkohle aus dem Schwarzwald und Wasserkraft, die im Wehratal reichlich vorhanden war. Später siedelte sich Textilindustrie an. Im Zweiten Weltkrieg wurde Wehr Hauptsitz der Ciba, die ihrem Standort bis heute treu ist. 1950 erhielt Wehr das Stadtrecht. Die bis dahin selbständige Gemeinde Öflingen wurde 1972 im Zuge der Gemeindereform eingegliedert. 1997 fanden in Wehr und dem benachbarten Bad Säckingen die Heimattage Baden-Württemberg statt. Religionen
PolitikGemeinderatDem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 24 Mitglieder an.
StädtepartnerschaftenWehr unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
Kultur und SehenswürdigkeitenNeben dem Stadtkern mit seiner Fußgängerzone ist die reizvolle Umgebung empfehlenswert. Besonders beeindruckend ist eine Fahrt nach Todtmoos durch die Wehratalschlucht, die besonders eng und tief ist. Die Stadt ist im Sommer besonders für Wanderungen im Schwarzwald (zum Beispiel lohnt ein Ausflug in den Hochschwarzwald oder ins Wehratal und eine Besichtigung des Kavernenkraftwerks am Wehrastausee) und für Tagesausflüge in die Schweiz interessant. Im Winter ergeben sich interessante Wintersportmöglichkeiten. Einerseits sind die Skipisten des Hochschwarzwald in 30 Minuten mit dem Auto, andererseits sind in 60 Minuten Autofahrt die ersten alpinen Skigebiete der Schweiz erreichbar. Alle zwei Jahre findet das bekannte Laubenfest statt. Der Veranstalter ist die Stadtmusik. Bauwerke
SportAlljährlich seit 1990 wird in Wehr der 10,2 km lange Wehratallauf ausgetragen. Veranstalter sind die Lauffreunde Wehratal. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDer Ortsteil Öflingen besitzt (mit Öflingen-Brennet zusammen) drei Bahnhöfe, von denen seit 1971 nur noch der Bahnhof „Brennet-Rheintal” (heute „Wehr-Brennet”) in Betrieb ist. Die Bahnhöfe „Brennet-Wehratal” und „Öflingen” gehören zur stillgelegten Wehratal-Bahnstrecke, die eine Querverbindung der Rheintalstrecke von Basel nach Singen (Hohentwiel) und der Wiesentalbahn von Basel Richtung Zell im Wiesental schuf. MediathekDie Mediathek ist die öffentliche Bibliothek der Stadt Wehr. In dem Bestand der Mediathek findet man eine Umfangreiche Auswahl von Kinder-, Jugend-, Sachbücher, Romane und Zeitschriften. Die Mediathek legt besonders Wert auf ihre Sammlung audiovisueller Medien wie CDs, CD-ROMs, MCs, Videos und DVDs. Zusätzlich stehen vier Internet-Arbeitsplätze zur Verfügung. Fernleihen sind möglich. Bildungseinrichtungen
Persönlichkeiten
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
