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Weiler bei Bingen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Der Weinort wird von der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Bingen am Rhein hat, verwaltet. Seit 2003 ist Weiler bei Bingen Teil des Unesco-Weltkulturerbes Mittelrhein. GeografieGeografische LageWeiler bei Bingen liegt zwischen Koblenz und Bad Kreuznach südöstlich des Binger Walds und grenzt im Osten an Bingen. GeschichteErstmals im Jahre 823 wird der Name des Ortes in einer Urkunde Ludwigs des Frommen erwähnt. Dem Sammler- und Forschergeist des verstorbenen Weilerer Mitbürgers Heinrich Bell verdanken wir jedoch die Erkenntnis, dass sich in der Weilerer Gemarkung schon seit der Urzeit der Menschheit menschliches Leben regte. Auf einer uralten, bereits von den Kelten benutzten Wegeverbindung hatten die Römer (52 v. bis 405 n. Chr.) eine moderne Heeres- und Handelsstraße angelegt, die Mainz mit Trier verband und an Weiler vorbeiführte. In dem auf Weilerer Gemarkung liegenden Binger Stadtwald wurden 1987 und 1988 die Reste eines ehemaligen Wachturmes und eines Gutshofes aus der Römerzeit freigelegt. Weiler war schon seit frühesten Zeiten stets sehr eng mit Bingen verbunden, die Weilerer Gemarkung war Teil der "Binger Mark". Die Mainzer Bischöfe und Erzbischöfe hatten die Ortsherrschaft über die beiden Gemeinwesen inne. Sie ging 1438 an das Mainzer Domkapitel über und bestand nun fort, bis die französischen Revolutionstruppen 1792/94 das linke Rheinufer besetzten. Der Friede von Campoformio beendete dieses Verhältnis, als 1797 die Nahe zur Grenze zwischen den französischen Departements Donnersberg (Mont-Tonnerre) und Rhein-Mosel (Rhin-et-Moselle) wurde. Der Wiener Kongreß von 1815 teilte Weiler endgültig dem Königreich Preußen zu und 1816 kam Bingen zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Jetzt war die Nahe zur Staatsgrenze geworden. Mit dem Bau der Eisenbahnlinien an Rhein und Nahe gewann der Weilerer Ortsteil Rupertsberg an Bedeutung. Er wurde 1892 durch eine königlich-preußische Verfügung unter dem Namen Bingerbrück selbstständig, aus der Weilerer Gemarkung ausgegliedert und 1969 in die Stadt Bingen eingemeindet. Die Geschichte von Weiler ist nicht von der Geschichte seiner katholischen Kirche zu trennen. An Stelle des alten kleinen Kirchleins, das schon im Jahre 1128 urkundlich erwähnt ist, wurde im Jahre 1866 die neue, im gotischen Stil erbaute Hallenkirche eingeweiht. Sie dominiert bis heute das Panorama der Gemeinde Weiler. Was sie sonst noch über Weiler wissen solltenIn Weiler wird bei festlichen Aktivitäten und einem Glas Wein immer wieder gerne gesungen. Bei gemütlichen Schunkelrunden singt man dann folgendes Lied: Weilerer HeimatliedEs lieget ein Dörfchen nicht weit von der Stell, wo Nahe und Rhein sich vereinen. Umgeben von herrlichen Fluren und Wald, von duftigen, rosigen Weinen. Refrain Das kann nur Weiler sein, drum stimmet alle ein:
Refrain Und kehrest du einmal in Weiler dann ein, dann fühl dich nicht einsam alleine. Vergnüg dich mit herzigen Mädels und Frau'n, beim fröhlichen Sang und beim Weine. Drum stimmet alle ein und lasst uns fröhlich sein: Refrain Weiler, mein Weiler, ich hab dich so gern, in Weiler, in Weiler, da leuchtet mein Stern. Trink Weilerer Wein, ja der geht dir in's Blut. Mit Weilerer Wein, ja da schunkelt sich's gut. Drum trinke und schunkle mit Schwung, dann bleibst du im Alter noch jung! PolitikGemeinderatDer Gemeinderat aus Weiler bei Bingen setzt sich aus 21 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeister.
(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004) Wirtschaft und InfrastrukturVerkehr
Grundschule Heilig- Kreuz Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
