Weilrod in Hessen


Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Hochtaunuskreis
Koordinaten: 50° 20′ N, 8° 25′ O
Höhe: 210 – 626 m ü. NN
Fläche: 71,16 km²
Einwohner: 6583
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km²
Postleitzahl: 61276
Vorwahlen: 06083, 06084
Kfz-Kennzeichen: HG
Gemeindeschlüssel: 06 4 34 013
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Senner 1
61276 Weilrod
Webpräsenz: www.weilrod.de
Bürgermeister: Axel Bangert (SPD)

Weilrod ist als Gemeinde ein Zusammenschluss mehrerer Dörfer im Nordwesten des Hochtaunuskreises, gelegen im Weiltal.

Geografie

Geografische Lage

Weilrod liegt nördlich des Taunuskammes in 210 bis 600 Meter Höhe. Nächste größere Städte sind Limburg (25 km) im Westen, Wetzlar (30 km) im Norden, Wiesbaden (35 km) im Süden und Frankfurt am Main (35 km) im Südosten.

Nachbargemeinden und -kreise

Weilrod grenzt im Norden an die Gemeinden Weilmünster (Landkreis Limburg-Weilburg) und Grävenwiesbach, im Osten an die Stadt Usingen, im Süden an die Gemeinden Schmitten (alle im Hochtaunuskreis) und Waldems (Rheingau-Taunus-Kreis) sowie im Westen an die Stadt Bad Camberg und die Gemeinde Selters (beide Landkreis Limburg-Weilburg).

Gliederung

Die Gemeinde Weilrod besteht aus 13 Ortsteilen:

  • Altweilnau
  • Cratzenbach
  • Emmershausen
  • Finsternthal
  • Gemünden
  • Hasselbach
  • Mauloff
  • Niederlauken
  • Neuweilnau
  • Oberlauken
  • Rod an der Weil
  • Riedelbach
  • Winden

Zur Gemeinde gehört auch die an der Weil gelegene ehem. Erbismühle (heute Sporthotel).

Geschichte

Bei Rod an der Weil findet man eine alte Ringanlage aus keltischer Vorzeit. Erste schriftliche Erwähnung eines Dorfes aus diesem Gebiet ist Mauloff, im Jahr 1156 ("Mulefo"). Der imposante Rundturm der Burgruine in Altweilnau wird in die Zeit um 1200 datiert. 1302 wurde auf der gegenüberliegenden Talseite die Burg Neuweilnau errichtet, die im 16. Jahrhundert zu einem Schloss umgestaltet wurde.

Die Zusammenlegung der Einzelgemeinden zur Großgemeinde Weilrod erfolgte 1972.

Namensgebung

Der Name „Weilrod” wurde bei der Zusammenlegung der Teilgemenden aus den in den Namen dieser Gemeinden vorhandenen Silben „Weil” und „Rod” gebildet. Diese Silben stammen wiederum von dem Fließgewaässer Weil, das die Landschaft Weilrods und der Nachbargemeinde Schmitten prägt sowie vom Wort „roden”.

Beide Begriffe lassen sich wie folgt in den Ortsnamen finden:

  • Neu- und Altweilnau (Weil + Aue)
  • Rod an der Weil (Rod(-en) + Weil)
  • und Riedelbach (roden +bach)

Eine besondere Namensgebung hat das Dorf Mauloff, jedenfalls der Sage nach. Da der Dorfname in kein normales Muster passt, ist der Name ein vortreffliches Ziel von Sagen und Geschichten. Eine davon berichtet, dass das Dorf zunächst namenlos gewesen sei. Um das zu ändern habe der Bürgermeister eine Versammlung einberufen und - da man zu keinem Ergebnis kam und alle ratlos schwiegen - festgelegt, dass das nächste gesprochene Wort der Dorfname werden sollte. Nach langem Schweigen habe der Bürgermeister schließlich die Geduld verloren und „Maul off!” (Mund auf!) gerufen.

Erstmals wurde Mauloff 1156 als „Mulefo”, schätzungsweise als Raststation an der Mittelalterlichen Höhenstraße, der Rennstraße, erwähnt.

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,7 9 24,9 8
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 31,3 10 32,9 10
GRÜNE BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 9,0 3 9,1 3
FDP Freie Demokratische Partei 4,2 1 2,7 1
FWG Freie Wählergemeinschaft 24,9 8 30,4 9
gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 53,8 59,4

Wirtschaft

In der Phase des Wirtschaftsaufschwungs der 1950er waren die Dörfer, die heute Weilrod bilden, ein beliebtes Naherholungsgebiet für Bewohner des nahen Rhein-Main-Gebiets. Inzwischen hat der Fremdenverkehr deutlich nachgelassen. Dennoch zieht die Landschaft im Gemeindegebiet Wanderer und Radwanderer an. In dieser Hinsicht spielt der Weiltalweg eine wichtige Rolle. Der Lautsprecherhersteller Canton wurde in Weilrod gegründet und hat dort bis heute seinen Hauptsitz. Mit dem Sitz der Werkzeugtechnik-Firma Mania wurde im Ortsteil Riedelbach ein Unternehmensstandort in Bungalowbauweise in das ländliche Bild eingepasst. In Hasselbach wurde die Armaturenfirma AZ (Armaturen-Zimmermann) gegründet, die heute ihre Sparte AZ-Industrietechnik immer noch dort hat. Darüber hinaus existieren mehrere Seminarhotels und Schulungsfirmen.

Persönlichkeiten

Bürger

  • Im Ortsteil Altweilnau (Burg Weilstein) an der Grenze nach Schmitten Ortsteil Hunoldstal lebt der deutsche Sänger Ivan Rebroff. Er ist des öfteren als Stammgast in einem Grill-Restaurant in Schmitten (Ortsteil Brombach) anzutreffen.



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Weilrod in Hessen - 26.5.2012