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Weißenborn ist eine Gemeinde im Osten des thüringischen Saale-Holzland-Kreises und Teil der erfüllenden Gemeinde Bad Klosterlausnitz. GeografieWeißenborn liegt nordöstlich des Hermsdorfer Kreuzes, an dem sich die Autobahnen 4 und 9 schneiden. Das Hermsdorfer Kreuz ist einer der größten und wichtigsten Verkehrknotenpunkte Deutschlands. Unweit des Hermsdorfer Kreuzes liegt die Stadt Hermsdorf, die an Bad Klosterlausnitz angrenzt. Ein Nachbarort der Kurgemeinde ist Weißenborn. Geschichte1378 wurde „Wizzenborn” erstmals erwähnt. Es ist aber davon auszugehen, dass das Dorf bzw. dessen Ursprung bis weit ins 12. Jahrhundet hineingeht. Am Ende diesen Jahrhunderts wurde das Kloster Lausnitz gegründet. Da sich Klöster immer in der Nähe von Orten ansiedelten, dürfte Weißenborn knapp 900 Jahre alt sein. Der Name ist auf die alte thüringische Bezeichnung „Brunno” für Trinkwasserquelle zurückzuführen. Unter dem niederdeutschen Einfluss im Mittelalter ersetzte man das Wort durch „born”. Weißenborn bedeutet so viel wie „klare Quelle”. Im Mittelalter war Weißenborn bekannt durch seinen Dingstuhl, d. h. die Gerichtsbarkeit im Freien. Diese Gerichtsstätten wurden seit dem letzten Drittel des 12.Jahrhunderts in bestimmten Orten für mehrere Dörfer errichtet. Zum Weißenborner Dingstuhl gehörten unter anderem Lausnitz, Hermsdorf, Tautenhain, Seifertsdorf und Pretschwitz. Noch 1619 sprach man in Weißenborn Recht. 1662 wurde Krotendorf zu Weißenborn geführt. Noch heute nennen die Einwohner den Ortsteil am Eingang zum Mühltal „Krotenloch”. Der eigentliche Weißenborner Ortskern ist im Gebiet um den Anger und Teichdamm zu suchen. Haupteinnahmequelle der Einwohner Weißenborns war viele Jahrhunderte das Holzgeschäft, hervorgerufen durch das waldreiche Gebiet. Als Leiter- oder Rechenmacher verdienten die Weißenborner durch Verkauf und Handel ihren Lohn. Natürlich gab es auch Werkstätten, die sich mit der Herstellung von anderen Holzartikel bechäftigten, unter anderem Muldenmacher. PolitikAufgrund der kaum durchgeführten Baumaßnahmen in den Jahren nach der Wende besteht in Weißenborn großer Nachholbedarf, um den Ort wieder ein attraktives Aussehen zu geben. Dass Weißenborn in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurde, war ein entscheidender Impuls. In mehreren Bauabschnitten werden nun die wichtigsten Straßenzüge grundlegend aufgefrischt und den heutigen Anforderungen angepasst. Langfristiges Ziel ist es, ein Gemeindezentrum mit einem kleinen Saal zu bauen. SehenswürdigkeitenVon den 50er bis 70er Jahren 20. Jahrhunderts war Weißenborn ein sehr beliebter Urlaubsort. Hauptanziehungspunkt damals wie heute ist das Mühltal, das mit seiner Ruhe zum Wandern einlädt. Die zahlreichen Mühlen, die nun als Gastätten oder Pensionen betrieben werden, bieten schöne Ausflugsziele Das Wahrzeichen von Weißenborn war der „Thüringer Hof”. Das Gasthaus, das im 18.Jahrhundert gebaut worden sein dürfte, war trotz anderer Gaststätten im Ort der Dorfmittelpunkt. Nach 1990 schlief der Gastbetrieb langsam ein und das große Gebäude stand leer. Unachtsame Arbeiten an der Straße fügten dem Gebäude irreparabele Schäden zu. Bis April 2000 war die Frage ungeklärt, was mit der „Schänke”, wie sie im Ort gerufen wurde, wird. Der inzwischen in der Hand des Bündesvermögensamtes befindliche Thüringer Hof wurde schließlich auf Drängen des Gemeinderates abgerissen. „Neben den dunklen Forsten sind es besonders die stillen Waldgründe mit den einsamen Mühlen, welche das Holzland so anziehend gestalten”, notierte um 1900 der Altenburger Professor Ernst Amende liebevoll. Um diese Zeit war das Tal nur durch schmale einsame Waldwege und Pfade mit den umliegenden Städten und Dörfern verbunden, auf denen das Mahlgut mit Hilfe von Eseln transportiert wurde. Der sogenannte „Eselsweg” erinnert noch heute daran. Erst die im Jahre 1901 angelegte befestigte Straße erwies sich schließlich als Anfang der „Entdeckung” des Gebietes für Wanderfreunde und Erholungssuchende. Die vormaligen Mahl- und Schneidemühlen wurden allmählich zu Gaststätten und Pensionen erweitert und umgebaut. Und so ist es noch heute... VereinslebenAufgrund der begrenzten Möglichkeiten im Ort, lebt die Gemeinde insbesondere von seinen Vereinen. Das jährlich zu Pfingsten stattfindende Maibaumsetzen sowie die des 2. Burschenball werden vom Traditionsverein 1996 e. V. organisiert. Das ganze Jahr aktiv sind die Mitglieder des Weißenborner Sport-Vereins Weißenborner SV 1882 und der Männergesangvereins. Der Sportverein bietet drei Abteilungen zum Sporttreiben: Tischtennis, Frauenturnen und Popgymnastik. Durch seine Auftritte weithin bekannt ist der Männergesangverein, der den Ort bei einer Vielzahl von Veranstaltungen vertritt. Der Sportverein Weißenborner SV 1882 (gegründet 1882) und der Männergesangverein (gegründet 1891) sind die ältesten Vereine Weißenborns. Die Jugendlichen des Ortes treffen sich im Jugendklub „Emma Krempoli” (siehe auch Krempoli). Dieser besteht seit 1979 und bietet den Jüngeren Gemeinschaft. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
