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Wemding ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wemding. Die Stadt liegt am Rande des durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Ries-Kraters. GeografieStädte in der Umgebung
Stadtteile
GeschichteWemding wurde um das Jahr 206 von einem Germanenstamm, dessen Anführer Wembod hieß, „gegründet”. Vermutlich war ihnen das kraterförmige Ries als Siedlungsgebiet zu sumpfig, weil hier einst der durch einen Meteoriteneinschlag entstandene „Riessee” lag. Sie bevorzugten die höher gelegenen Randbereiche des Rieses. So ließ sich die alemannische Sippe am östlichen Rand des Rieses nieder: dort, wo heute Wemding liegt. Damals hieß die Stadt nach dem Anführer der Sippe noch Wembodinga. Im Jahre 793 wurde Wemding zum ersten Mal als „Uembodinga” in einer Schenkungsurkunde des Grafen Helmoin aus Gosheim (bei Huisheim) („Kaozesheim”) erwähnt. Dieser hatte von Karl dem Großen das Recht erhalten, das Land um Gosheim (etwa 9 km²) dem Bischof in Freising zu schenken. Zu dieser Zeit bestand Wemding aus vier Höfen:
(...) auch in jenem Walde, der zu Wembodinga gehört - eben dort sollen die Vorsteher dieser Kirche das Recht haben, Bauholz zu fällen, so viel nötig ist und Holz für Feuer (...) 798 schenkte König Karl Wemding an das Kloster St. Emmeram in Regensburg. Wemding blieb 500 Jahre im Besitz des Klosters. Außerdem bestimmten das Kloster und der Bischof Lehnsträger. Von 898 - 935 bekam die Edelfrau Winpurc aus Nördlingen Wemding als Lehen. Zu dieser Zeit hatte Wemding schon 200 Einwohner. Dies lässt sich dadurch erklären, dass der Ort an einer Römer- und einer Salzstraße lag, also sehr viele Händler und anderer „Verkehr” den Ort passierten. 1343 erhoben die Grafen von Oettingen den Ort zur Stadt. 1467 ging die Stadt in den Besitz des Herzogs Ludwig des Reichen von Niederbayern über. 1503 wurde die Stadt von Wembodingen (alamannische Endung) in Wemding umbenannt. 1669 bis 1672 erfolgte der Bau des Kapuzinerklosters. 1808 kam es zum Verlust der städtischen Selbstverwaltung, die erst 1818 durch das Gemeindeedikt in Bayern wieder errichtet wird. 1972 erfolgte die Eingemeindung von Amerbach. PolitikWappenDas Wappen der Stadt Wemding besteht aus einem Winkel, fünf Lilien und einem Halbmond. Ihre Bedeutung ergibt sich aus der Geschichte der Stadt: Der rote Winkel stellt das halbe Andreaskreuz dar und ist dem Stammwappen der Oettinger Grafen entnommen, die nahezu 150 Jahre die Herren von Wemding waren. Die fünf Lilien stammen aus dem Wappen der ehemaligen Grafschaft Niederelsass. Aus diesem Bereich gehörte das Landgericht Röschwoog mit fünf Gemeinden den Grafen zu Oettingen. Diesen Besitz mussten sie jedoch verkaufen, um die hohe Schuldenlast beim Ausbau der Wemdinger Wehrbefestigung tilgen zu können. Der Halbmond ist dem Stadtwappen von Monheim entnommen. Auch diesen Ort mussten die Grafen veräußern, um die Verschuldung mindern zu können. StädtepartnerschaftSeit 1988 besteht eine Partnerschaft mit Dambach-La-Ville im Elsass. Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Veranstaltungen
Persönlichkeiten
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDie ehemalige Bahnstrecke Nördlingen–Wemding wurde 1903 eröffnet. Bis 1981 fuhren dort Personenzüge. Montags bis samstags bestehen Busverbindungen der Verkehrsgemeinschaft Donau-Ries in verschiedene Richtungen. Unternehmen
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