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Wendisch Evern ist ein Gemeinde in der Samtgemeinde Ostheide. Sie liegt rund 3 Kilometer südöstlich von Lüneburg am östlichen Rand der Lüneburger Heide. An Wendisch Evern führt der Elbe-Seitenkanal vorbei. GeschichteDas genaue Gründungsdatum des Ortes ist unbekannt. Vermutlich wurde er von Sachsen gegründet, die im 6. Jahrhundert aus dem Dithmarscher Raum in die bis dahin fast menschenleere Gegend einwanderten. Möglicherweise wurden aber auch an der Ilmenau siedelnde Menschen von den sächsischen Neuankömmlingen nach Osten auf das unfruchtbarere und schlechter erreichbare Gebiet abgedrängt. Der alte Name wurde in die neue Siedlung mitgenommen. Der Namensteil Evern, mittelhochdeutsch Everinge, wird oft als Hinweis auf den Wohnort eines Ibur (= "Eber") gedeutet. Das Dorf gehört zu einer großen Zahl von Ortspaaren, in denen einer der Orte den Zusatz "Wendisch" oder "Windisch" (Wendisch/Windisch-Orte) führt. Aus diesem Zusatz lässt sich nicht schließen, dass die Orte "wendisch" gewesen sind. Der Zusatz ist oftmals nicht mehr als eine Richtungsangabe; vergleichbar mit "östlich" - wobei östlich aber auch nicht immer richtig ist. Auf dem Timeloberg am Ortsrand von Wendisch Evern unterzeichnete eine deutsche Delegation unter Leitung von Hans-Georg von Friedeburg am 4. Mai 1945 im Beisein des britischen Feldmarschalls Bernard Montgomery eine Urkunde zur bedingungslosen Kapitulation der drei in Nordwestdeutschland operierenden deutschen Armeen, die am 5. Mai um 7 Uhr in Kraft trat. Mit der Unterzeichnung ging der Zweite Weltkrieg in Nordwestdeutschland zu Ende. Nach dem Krieg wurde auf dem von den Briten Victory Hill genannten Hügel ein Denkmal errichtet, das aber 1958 abgebaut und in der Militärakademie Sandhurst wieder aufgebaut wurde. Die Stelle liegt heute in einem militärischen Sperrgebiet und ist nicht zugänglich. 1995 wurde am Rande des Timelobergs, außerhalb des Sperrgebiets, ein Gedenkstein aufgestellt. VerkehrWendisch Evern besitzt einen Bahnhof an der Wendlandbahn, die von Lüneburg nach Dannenberg (Elbe) führt. Der Elbe-Seitenkanal führt etwa 400 m östlich am Ort vorbei und durchschneidet die Gemarkung. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
