Werdau in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Zwickauer Land
Koordinaten: 50° 44′ N, 12° 23′ O
Höhe: 334 m ü. NN
Fläche: 65,60 km²
Einwohner: 24.149
Bevölkerungsdichte: 368 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08412
Vorwahl: 03761
Kfz-Kennzeichen: Z
Gemeindeschlüssel: 14 1 93 490
Stadtgliederung: Kernstadt, 4 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 10-18
08412 Werdau
Webpräsenz: www.werdau.de
Oberbürgermeister: Volkmar Dittrich

Werdau ist Große Kreisstadt und Sitz des sächsischen Landkreises Zwickauer Land.

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt befindet sich an der Pleiße, im Westen des Erzgebirgsbeckens nördlich des Vogtlands. Die nächstgelegene Großstadt ist mit 8 km Luftlinie Zwickau, gefolgt von Gera (26 km) und Chemnitz (39 km).

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Fraureuth, Langenbernsdorf, Lichtentanne und Neukirchen im Landkreis Zwickauer Land, die kreisfreie Stadt Zwickau sowie Mohlsdorf und Teichwolframsdorf im thüringischen Landkreis Greiz.

Stadtgliederung

Zu Werdau gehören die Ortsteile Königswalde, Steinpleis, Langenhessen und Leubnitz einschließlich der Leubnitzer Waldsiedlung.

Geschichte

Im Ortsteil Untersteinpleis wahrscheinlich letzte Ansiedlung einer Römischen Vorhut im heutigen Freistaat Sachsen. Der Ort (ursprünglich: Werde genannt) entwickelte sich im 14. Jahrhundert aus einem Dorf zu einer civitas, da durch die Lage an der Straße ReichenbachAltenburgLeipzig eine Straßenmarkt-Anlage entstand. Um 1400 gehörte Werdau zur Vogtei Schönfels.

Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts war Werdau ein Zentrum der Tuchmacherei, die ab dem 19. Jahrhundert von der Textilindustrie abgelöst wurde.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1834 bis 1950

  • 1834 - 4.994
  • 1875 - 11.689
  • 1880 - 13.654
  • 1933 - 21.587
  • 1939 - 21.369
  • 1946 - 27.041
  • 1950 - 25.864

1960 bis 1999

  • 1960 - 24.539
  • 1981 - 20.177
  • 1984 - 19.870
  • 1995 - 21.504
  • 1997 - 23.258
  • 1998 - 26.823
  • 1999 - 26.552

2000 bis 2004

  • 2000 - 26.077
  • 2001 - 25.595
  • 2002 - 25.158
  • 2003 - 24.791
  • 2004 - 24.559
  • 2005 - 24.290
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

1 29. Oktober
2 31. August
Die Steigerung der Einwohnerzahl ab 1995 rührt von der Eingemeindung der benachbarten Gemeinden Königswalde, Steinpleis, Langenhessen und Leubnitz her, es gab keinen Geburtenboom

Politik

Städtepartnerschaften

  • Röthenbach an der Pegnitz (seit 1990)
  • Kempen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

An den Ortsteil Langenhessen grenzt die Talsperre Koberbach.

Wirtschaft und Infrastruktur

Durch Werdau führt die Bundesstraße 175. Außerdem liegt die Stadt an der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn von Leipzig nach Hof über Reichenbach im Vogtland und Plauen oberer Bahnhof. Über das Bogendreieck Werdau gibt es eine Verbindung in Richtung Zwickau und Chemnitz auf der Sachsen-Franken-Magistrale. Bis 1999 gab es auch eine Bahnverbindung über Teichwolframsdorf nach Wünschendorf/Elster bei Gera.

In Werdau wurde der LKW S4000 gebaut und der W50 entwickelt. Nach Einstellung der Fahrzeugproduktion konzentrierte sich der VEB Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube” Werdau auf den Spezialaufbauten und den Anhänger HW 80.

Persönlichkeiten

  • 1550 wurde in Werdau der Rechtsgelehrte Levin Buchius geboren.
  • 1674 wurde in Langenhessen der protestantische Kirchenlieddichter Gotthard Schuster geboren.
  • 1894 wurde in Werdau der Pädiater Otto Ullrich geboren.
  • 1900 wurde in Werdau der deutsche Jurist Paul Ritterbusch geboren.
  • 1901 wurde in Werdau der Getriebetechniker Willibald Lichtenheldt geboren.



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Informationsportal über Werdau in Sachsen - 26.5.2012