Werne in Nordrhein-Westfalen


Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Unna
Koordinaten: 51° 40′ N, 7° 37′ O
Fläche: 76,03 km²
Einwohner: 31.900 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 420 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59368
Vorwahlen: 0 23 89
Kfz-Kennzeichen: UN (bis 1974 LH)
Gemeindeschlüssel: 05 9 78 040
Adresse der
Stadtverwaltung:
Konrad-Adenauer-Platz 1
59368 Werne
Webpräsenz: www.werne.de
Bürgermeister: Rainer Tappe (SPD)

Werne an der Lippe ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Unna.

Geografie

Geografische Lage

Werne ist ein im Süden des Münsterlands gelegenes Mittelzentrum. Südlich der Stadt verläuft der Fluss Lippe. Dieser markiert die historische Südgrenze des Münsterlandes. Werne ist Teil der Europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr. Nach der Definition des Verdichtungsraums des Ruhrgebiets werden zwar der Innenstadtbereich und Stockum der Agglomeration zugeordnet, die weniger besiedelte, umgebende Fläche der Stadt jedoch nicht[1]. Werne liegt, wegen seiner Zugehörigkeit zum Kreis Unna, innerhalb des Verbandgebiets des Regionalverbands Ruhr.

Ausdehnung des Stadtgebiets

  • Größte West-Ost-Ausdehnung: 13,0 km
  • Größte Nord-Süd-Ausdehnung: 7,8 km
  • Länge der Stadtgrenze: 50,5 km

Nachbargemeinden

Im Norden grenzt Ascheberg mit dem Ortsteil Herbern an Werne. Im Uhrzeigersinn schließen sich die Großstadt Hamm mit den Stadtteilen Bockum-Hövel und Sandbochum, Bergkamen mit seinen nördlichen Stadtteilen Rünthe und Heil, Lünen mit seinem Stadtteil Altlünen, Selm mit seinen Stadtteilen Cappenberg und Bork und schließlich Nordkirchen mit seinen Ortsteilen Südkirchen und Capelle an.

Die nächstgelegenen Oberzentren sind Dortmund und Münster.

Geschichte

  • Um 800: Im Auftrag von Karl dem Großen ließ Liudger, der erste Bischof von Münster, am südlichen Rand des Dreingau eine Kapelle erbauen. Dieser Akt begründet die Pfarrei Werne.
  • 834: Werne wird erstmalig in einer Urkunde erwähnt.
  • 9. - 12. Jh.: Um die auf dem bischöflichen Haupthof gelegene Kirche siedeln sich Gewerbetreibende an. So entsteht im Laufe der Zeit innerhalb der Bauerschaft Werne das Weichbild Werne.
  • 1139: Kirche und Pfarre von Werne gehören nun dem neu gegründeten Kloster Cappenberg. - Werne erhält eine steinerne Kirche im romanischen Stil.
  • 1192 - 1195: Werne wird zur Zollstelle erhoben und untersteht direkt der bischöflichen Gerichtsbarkeit.
  • 1302: Erste Anfänge einer Befestigung von Werne. Der Kirchhof wird mit Wall und Graben umgeben.
  • 1362: Werne erhält durch seinen Landesherrn, Bischof Adolf von Münster, die Bestätigung, auf Simon-Juda einen freien Markt (Sim-Jü) abzuhalten.
  • 1383: Befestigung des ganzen Ortes mit Wall, Palisaden und Graben.
  • 1385: Werne erhält das Wigboldrecht (minderes Stadtrecht).
  • 1400: Graf Adolf IV. von der Mark brennt die Stadt nieder.
  • ab 1415 erhält Werne eine vollständige Befestigung mit Mauern, Toren und Türmen.
  • 1446: Erste Vereinigung der landtagsfähigen Städte im Oberstift Münster, darunter auch Werne.
  • ca. 1470: Werne wird Hansestadt.
  • 1512 - 1561: Bau des historischen Rathauses.
  • 1585 Der Verteidigungsgürtel von Werne wird durch eine Wallanlage verstärkt.
  • 1586: Größte Feuerkatastrophe in Werne: 43 Häuser fallen den Flammen zum Opfer.
  • 1602/1610: Werne erhält das Münzrecht.
  • 1618 - 1648: Dreißigjähriger Krieg: Werne wird mehrmals besetzt, geplündert und gebrandschatzt.
  • 1629: Höhepunkt des Hexenwahns im Amt Werne. In diesem Jahr fordert die Hexenverfolgung ca. 30 Menschenleben, davon mindestens 25 in Davensberg und Umbebung sowie sechs in Capelle. In Werne selber wird Catharina Hilligenhovers als Hexe hingerichtet, ein weiterer Angeklagter stirbt im Gefängnis. Insgesamt sind ca. 60 Tote die Folge der Hexenverfolgung im Amt Werne.
  • 1636/37 hält die Pest in Werne Einzug und fordert 313 Tote bei rund 1.000 Einwohnern.
  • 1659: Die Kapuziner ziehen in Werne ein. Sie bauen von 1671 bis 1673 das Kloster und von 1677 bis 1681 die Kirche.
  • 1725: Johann Bernhard Moormann siedelt in Werne an und gründet 1737 eine Brauerei und Brennerei.
  • 1779: Stadtmauern und kleine Türme werden abgerissen. 1843 wird das letzte Stadttor, das Neutor, abgebrochen.
  • 1803: Das Oberstift Münster wird als Teil des Fürstbistums Münster durch den Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst. Werne wird preußisch.
  • 1806/07: Werne wird durch Napoleon I. dem Großherzogtum Berg angegliedert; es wird eine Munizipalität Werne gebildet, der Stadt und Kirchspiel angehören.
  • 1815: Werne wird endgültig preußische Provinz.
  • 1836: Werne bekommt eine Verwaltung nach der revidierten preußischen Städteordnung von 1831. Gleichzeitig wird aus den Gemeinden Werne-Land, Stockum, Capelle und Herbern das neue Amt Werne gebildet. Herbern wird jedoch 1846 ein selbständiges Amt.
  • 1857: Gründung einer öffentlichen Sparkasse.
  • 1858: Stiftung des St.-Christophorus-Hospitals Werne.
  • 1873/74: Entdeckung der Solequelle bei Bohrungen nach Kohle, Eröffnung des Thermalbades Werne; Werne entwickelt sich zur Badestadt.
  • 1899: Gründung der Zeche Werne. Beginn der Industrialisierung.
  • 1905: Die Solequelle versiegt und wird erst 1935 wieder erschlossen.
  • 1911 Eröffnung des neuen Krankenhausgebäudes an der Burgstraße.
  • 1911: Werne wird an das Schienennetz der Kleinbahn Unna-Kamen-Werne angeschlossen.
  • 1922: Auflösung des Amtes Werne. Die Landgemeinde Werne wird mit der Stadt Werne vereinigt. Stockum wird dem Amt Herbern, Capelle dem Amt Nordkirchen angegliedert.
  • 1939 - 1945: 471 Werner Bürger sind im Krieg gefallen oder in Gefangenschaft verstorben, 500 sind vermisst. Fast 4.000 Heimatvertriebene und Flüchtlinge finden in Werne eine neue Heimat.
  • 1967: Beginn der umfassenden Stadtkernsanierung, die mit der offiziellen Eröffnung der Fußgängerzone im Juni 1982 größtenteils abgeschlossen ist.
  • 1973/74: Übergabe des neuen Stadthauses, des restaurierten Alten Rathauses und des neuen Feuerwehrhauses.
  • 1974 Bau des bis heute genutzten modernen Krankenhausgebäudes am Goetheweg.
  • 1975: Schließung der Zeche Werne, die vor Beginn der Kohlekrise rund 4.000, zuletzt 2.000 Arbeitsplätze hatte.
  • 1975: Kommunale Neugliederung mit Wirkung ab dem 1. Januar: Der Kreis Lüdinghausen wird aufgelöst. Werne wird dem Kreis Unna und dem Regierungsbezirk Arnsberg zugeordnet. Die bislang eigenständige Gemeinde Stockum wird nach Werne eingegliedert. Die Einwohnerzahl der Stadt erhöht sich durch die rund 4.000 Stockumer Neubürger auf 25.500.
  • 1976: Die Stadt verliert am 19. März den Zusatz "a. d. Lippe" und heißt fortan nur noch Werne.
  • 2006: Der im Jahr 1976 aufgegebene Zusatz "a. d. Lippe" wird auf Initiative der CDU erneut aufgegriffen und unter den Parteien diskutiert.

Politik & Gesellschaft

Gemeinderat

Die Stadt Werne war auf kommunaler Ebene bis zu den Kommunalwahlen 2004 eine traditionell stark christdemokratisch geprägte Gemeinde. Aufgrund interner Streitigkeiten zwischen dem Bürgermeister Meinhard Wichmann (CDU) und Teilen der CDU-Ratsfraktion, gefolgt von Querelen bei der Aufstellung eines neuen Bürgermeisterkandidaten, musste die CDU bei der Kommunalwahl 2004 deutliche Stimmenverluste hinnehmen. Hiervon konnte insbesondere die FDP profitieren, die in Werne seit 1975 nie mehr als 3,7 % erzielte. Bei der Bundestagswahl 2005 war die SPD mit 41,2 % der Zweitstimmen um 3,6 Prozentpunkte stärker als die CDU.

Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975

In der Liste[2] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 2,95 % der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:

Jahr CDU SPD FDP Grüne UWW
1975 59,4 36,1 3,7
1979 57,1 39,3 3,7
1984 52,9 35,7 9,2
1989 49,8 37,5 3,4 9,3
1994 52,9 35,4 11,7
1999 59,9 25,8 6,5 6,6
2004 39,0 28,7 14,5 8,8 8,9

Bürgermeisterwahlen

Zu den Kommunalwahlen 2004 trat der 1999 mit 69,9 % gewählte Bürgermeister Meinhard Wichmann (CDU) nicht zur Wiederwahl an. Erstmals nach Kriegsende wurde daraufhin mit Rainer Tappe ein SPD-Politiker zum Bürgermeister der Stadt gewählt. Die Ergebnisse der Kommunalwahl 2004 fielen folgendermaßen aus:

  • Bürgermeisterwahl 2004
Bürgermeisterkandidat 1. Wahlgang
2004
(Wahlbeteiligung: 56,6 %)
2. Wahlgang
2004
(Wahlbeteiligung: 46,5 %)
Rainer Tappe, SPD 31,7 % 54,1 %
Franz Budnik, CDU 42,7 % 45,9 %
Christoph Dammermann, FDP 16,4 % --- %
Benedikt Striepens, Grüne 9,1 % --- %

Bürgermeister seit 1945

  • 2004 - heute: Rainer Tappe (SPD)
  • 1997 - 2004: Meinhard Wichmann (CDU)
  • 1984 - 1997: Wilhelm Lülf (CDU)
  • 1958 - 1984: Franzjosef Grube (CDU)
  • 1945 - 1958: Theodor Wenning (CDU)
  • 1945 (1. - 16. April): Karl Brauckhoff (parteilos)

Wappen

Das offiziell 1924 eingeführte Wappen von Werne zeigt einen Schild mit einem gold-rot-goldenem Balkenwappen. Dieses Wappen ist erstmalig um 1300 als fürstbischöfliches Wappen des Stifts Münster nachgewiesen und zierte zeitweilig das Stadtsiegel von Münster. Das älteste bekannte Siegel der Stadt Werne stammt aus dem Jahr 1400 und zeigt das Wappen mit St. Christophorus, dem Schutzpatron der Stadt. Auch heute findet man Darstellungen, in denen der heilige Christophorus mit Christuskind und Wappen gezeigt wird.

Ähnliche Wappen, die ebenfalls auf die geschichtliche Verbindung mit dem Bistum Münster zurückgehen, finden sich z. B. beim den Landkreisen Borken und Steinfurt oder den Städten Meppen, Olfen und Rheine.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl der Stadt Werne (mit dem Ortsteil Stockum) stieg von 1974 bis 2003 um ca. 23 % an. Der Ausländeranteil betrug im Jahr 2003 ca. fünf Prozent. Im gleichen Jahr stellt der Ortsteil Stockum mit 4.760 Einwohnern 14,6 % der Werner Bevölkerung. Der Anteil der katholischen Bevölkerung belief sich auf 57,4 %, der Anteil der evangelischen Bevölkerung auf 25,0 %. 17,6 % waren konfessionslos oder gehörten einer anderen Glaubensrichtung an.

Städtepartnerschaften

  • Bailleul, Frankreich seit 1967
  • Lytham St. Annes, England seit 1984
  • Kyritz, Brandenburg seit 1990
  • Walcz, Polen seit 1992
  • Poggibonsi, Italien seit 2000

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Werne ist mit den beiden Autobahnanschlüssen 80 (Hamm-Bockum/Werne), in deren Nähe der Autohof Werne liegt, und 81 (Hamm/Bergkamen in Hamm-Sandbochum) der BAB 1 (Puttgarden - Saarbrücken) an das deutsche Autobahnnetz angebunden. Neben der Nord-Süd-Verbindung über die BAB 1 ermöglicht die Nähe zum Kamener Kreuz ebenfalls eine schnelle Ost-West-Verbindung über die BAB 2 (Oberhausen - Berlin).

Durch Werne führen die folgenden Bundes- (B) und Landesstraßen (L):

  • Die B 54 beginnt an der niederländischen Grenze bei Gronau und verläuft über Münster und den Ascheberger Ortsteil Herbern nach Werne und dann weiter über Lünen, Dortmund und Siegen nach Wiesbaden.
  • Die B 233 beginnt in Werne und führt in südliche Richtung über Bergkamen, Kamen und Unna nach Iserlohn.
  • Die L 507 beginnt in Selm-Beifang an der B 236 und führt über Werne bis in den Hammer Norden. Sie endet dort an der B 63.
  • Die L 518 beginnt in der Werner Bauerschaft Holthausen und führt über die Bauerschaft Horst nach Hamm-Bockum-Hövel. Später soll sie von Holthausen aus nach Südwesten weitergebaut werden und an der B 54 enden. Damit würde der Stadtkern von Werne vom Durchgangsverkehr entlastet.
  • Die L 810 beginnt in der Lüdinghausener Bauerschaft Ermen an der L 835. Sie führt über Nord- und Südkirchen nur für wenige hundert Meter über das Werner Stadtgebiet, um über Cappenberg schließlich in Lünen-Nord an der B 236 zu enden.
  • Die L 844 beginnt in Nottuln an der A 43. Über Ascheberg und dessen Ortsteil Herbern führt die Straße zur Werner Bauerschaft Horst. Auch ein kurzes Verbindungsstück im Hammer Ortsteil Bockum-Hövel von der L 518 zur L 507 firmiert als L 844.

Der im Jahr 2005 renovierte historische Bahnhof mit Anschluss an die Strecke Münster - Lünen - Dortmund sichert die Erreichbarkeit der Eisenbahnknotenpunkte Dortmund und Münster in jeweils ca. einer halben Stunde. Der Anschluss an den Eisenbahnknoten Hamm ist durch die Buslinien S 10 (Schnellbuslinie) und R 14 gesichert. Dadurch ist Werne ebenfalls gut an das deutsche Fernverkehrsnetz angebunden. Bis 1985 gab es noch den Haltepunkt Werne Ost der Werne-Bockum-Höveler Eisenbahn. Er lag in der Nähe der Zeche Werne 1/2. Dort verkehrte ein Güterzug mit Personenbeförderung. Das bedeutet, dass an einen Güterzug ein kleiner Personenwagen angehängt wurde. Der Zug fuhr regelmäßig nach Bockum-Hövel mit dem einzigen Unterwegshalt in Stockum.

Die Anbindung an die umliegenden Städte und Gemeinden ist durch die verschiedenen Schnell- (S 10 nach Hamm und Lünen und S 80 über Bergkamen und Kamen nach Unna) und Regionalbuslinien gegeben. Das Herzstück der Busverbindungen ist der 2004 neu erbaute Busbahnhof. Dort treffen sich die meisten der Werne kreuzenden Linien.

Über den ca. 20 km entfernten Flughafen Dortmund sowie den ca. 60 km entfernten Flughafen Münster/Osnabrück bei Greven können auch weiter entfernte Ziele zügig erreicht werden.

Bedeutende Unternehmen

  • AB Elektronik GmbH
  • ALF Fahrzeugbau GmbH & Co. KG
  • Bast KG, Bettenzubehör
  • Albert Böcker GmbH & Co. KG; Kran- und Aufzugstechnik
  • E.ON Ruhrgas AG Verdichterstation Werne
  • Hörmann KG; Türen, Tore, Zargen
  • Icopal GmbH, Elastomerbitumen
  • IKEA Lager und Service GmbH
  • Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG, Wellpappenwerk
  • RCS Rohstoffverwertung und Container-Service GmbH
  • RWE Power AG, Kraftwerk Gersteinwerk
  • Strothmann, Logistik Zentrum Werne
  • Tecklenborg GmbH & Co. KG/Dipl.-Ing. Tecklenborg GmbH; Baumaschinen, LKW-Aufbauten, Gabelstapler, Fördertechnik
  • UNIFERM GmbH & Co. KG; Bäckerei-Rohstoffe (hervorgegangen aus der Brennerei/Brauerei Moormann von 1737)
  • Techno Control GmbH; Messen-Prüfen-Sortieren-Verpacken, Dienstleistung, Zulieferer der Automobilindustrie

Gesundheitseinrichtungen

  • Krankenhaus St. Christophorus (Anästhesie, Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie, HNO, Innere Medizin, Bandscheiben-Prothetik in Planung)
  • Geburtshaus Werne
  • Ein Ärztehaus ist derzeit in Planung.

Die Entbindungsstation im St. Christophorus wurde geschlossen. Entbindungen können jedoch weiter im Geburtshaus Werne durchgeführt werden. Frauen, welche die Sicherheit eines Krankenhauses vorziehen, können im Marienhospital im angrenzenden Lünen entbinden.

Bildung und Kultur

Schulen und Bildungseinrichtungen

  • Gymnasium St. Christophorus
  • Anne-Frank-Gymnasium, städtisches Gymnasium
  • Freiherr-vom-Stein Berufskolleg
  • Konrad-Adenauer-Realschule
  • Marienschule, städtische Hauptschule
  • Fürstenhofschule, städtische Hauptschule
  • Barbara-Schule, Schule für Lernbehinderte
  • Kardinal-von-Galen-Schule, katholische Grundschule
  • Uhlandschule, katholische Grundschule
  • Weihbachschule, katholische Grundschule
  • Wiehagenschule, katholische Grundschule
  • Wienbredeschule, Gemeinschaftsgrundschule (auch offene Ganztagsschule)
  • Familienbildungsstätte Werne
  • Volkshochschule Werne
  • Stadtbücherei Werne

Bühnen

  • Freilichtbühne Werne
  • Kolpinghaus Werne

Museen

  • Karl-Pollender-Stadtmuseum

Vereine

  • Internationaler Club Werne e.V.
  • Radio Initiative'90 e.V.
  • Reit- und Fahrverein St. Georg Werne e.V.
  • Schützengilde Werne e.V. von 1975 (Dachorganisation aller 10 Schützenvereine der Stadt Werne)
  • SV 47/63 Stockum
  • TTC Werne 1998 e.V. - Tischtennisverein
  • TV Werne 03 e.V.
  • Verein für Reittherapie e.V.
  • W.I.B.K.E. e.V. (Werneraner integrieren behinderte Kinder und Erwachsene)
  • WSC 2000 e.V.
  • WTC 1975 e.V.

Tourismus

Neben der Altstadt von Werne mit ihrem historischen Stadtkern, dem alten Rathaus und den mittelalterlichen Fachwerkhäusern ist besonders das überregional bekannte Solebad sowie das benachbarte Gradierwerk über das ganze Jahr Anziehungspunkt für auswärtige Besucher. Ebenfalls können das Kapuziner-Kloster, die Pfarrkirche St. Christophorus sowie das sogenannte Steinhaus zu den sehenswertesten Gebäuden der Stadt gezählt werden.

Das Volksfest Sim-Jü lockt einmal im Jahr mehrere hunderttausend Menschen in die Stadt. Für die umliegenden Gemeinden ist ebenfalls der Werner Karnevalsumzug am Rosenmontag sowie der jeweils am zweiten Samstag im September stattfindende große Flohmarkt alljährlich eine Attraktion.

Radtouristen erreichen Werne über die Römerroute, die von Xanten entlang der Lippe bis zum Hermannsdenkmal bei Detmold führt. Seit 2006 ist Werne Übernachtungsstation des westfälischen Jakobsweges, der der historischen Pilgerroute von Osnabrück bis nach Wuppertal folgt.

Das Karl-Pollender-Museum und die Freilichtbühne Werne runden das touristische Angebot Wernes ab

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Hermann Westermann (* 1905 in Werne, Bischof der Diözese Rourkela, Indien)
  • Antonie Jüngst, Schriftstellerin (* 1843 in Werne, † 1918)

Persönlichkeiten der Stadt

  • Gabriele Behler, ehemalige Ministerin des Landes NRW (* 1951 in Werne)
  • Gerd Böttcher, Schlagersänger (* 1936 in Berlin, † 1985 in Dortmund)
  • Ludger Burmann, Schauspieler (* 1952 in Werne)
  • Antonie Jüngst, Schriftstellerin (* 1843 in Werne, † 1918)
  • Thomas Kausch, Journalist und Reporter, Leiter des Informationsbereichs von Sat.1 (* 1963 in Werne)
  • Hans-Martin Linde, Musiker und Komponist (* 1930 in Werne)
  • Albert von Maybach, Minister für öffentliche Arbeiten unter Otto von Bismarck (* 1822 in Werne, † 1904 in Charlottenburg)
  • Franz Arnold Melchers, Weihbischof in Münster (* 1765 in Werne, † 1851 in Münster)
  • Lars Müller, deutscher Fußballspieler (* 1976 in Werne)
  • Ambrosius von Oelde, Kapuzinermönch und Architekt (* zwischen 1630 und 1640, † 1705 in Werne)
  • Thomas Schürmann, TV-Moderator (* 1975 in Werne)
  • Dietrich Schwanitz, deutscher Literaturprofessor und Autor ( * 1940 in Werne, † 2004 in Freiburg im Breisgau)

Literatur

Zeitgenössisch

  • Karl Everz u. Heidelore Fertig-Möller: Damals in Werne an der Lippe, 2005, 83 Seiten, Ed. Werina Beckmann, ISBN 3-910143-96-2
  • Rainer Schulz: 625 Jahre Simon-Juda-Markt Werne, 1987, 226 Seiten, Sim-Jü-Verl. Schulz, ISBN 3-9801437-0-8
  • Peter Voß: Werner Lesebuch, gesammelte Geschichte(n) über die Stadt Werne und das südliche Münsterland, 1995, 95 Seiten, Regio-Verlag, Werne, ISBN 3-929158-04-3

Historisch

  • Julius Schwieters: Die Bauernhöfe des östlichen Theiles des Kreises Lüdinghausen: in den Pfarren Werne, Hövel, Bockum, Walstedde, Drensteinfurt, Herbern, Ascheberg, Nordkirchen, Südkirchen / geschichtlich und topographisch behandelt von J. Schwieters, 1888, 436 Seiten, Aschendorff-Verlag, Münster (Nachdruck 1988, 4. Aufl., ISBN 3-402-05706-9)
  • Brüggemann, Franz und Spithöver, Bernard: Die Stadt Werne oder Historische Nachrichten und Mittheilungen aus der Stadt-Chronik, 1880, 128 Seiten, Verlag Kroes (Bestand: Universitätsbibliothek Münster)
  • Borggreve, F. A.: Die bei Werne in der Lippe gefundenen Alterthümer, 1869, S. 310 - 334, Münster (Bestand: Stadtbibliothek Essen)
  • Außführlicher und Warhaffter Bericht Der Stadt Werne: Was gestalt Die Herrn Graven von Trautmanstorff und Styrumb in Aprili/ 1674. Jahrs ... ohne Ordre/ und dazu gegebener Ursach/ gemelte Stadt Werne/ und andere des Stiffts unnd Fürstenthumbs Münster Kirspele/ und Wigbolden feindlich überfallen/ und darin Barbarischer weise gehauset/ geraubet und geplündert, 1674 (1, 2)

Quellen




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Informationsportal über Werne in Nordrhein-Westfalen - 26.5.2012