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Werther (Westfalen) (amtlich Werther (Westf.) ) ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Gütersloh. Sie wird auch als Böckstiegelstadt bezeichnet. PortraitWerther (Westf.) liegt landschaftlich reizvoll am Nordhang des Wanderparadieses Teutoburger Wald. Die Kleinstadt mit rund 11.500 Einwohnern ist nur 10 km von der Universitätsstadt Bielefeld entfernt und als einzige Stadt im Kreis Gütersloh der Ravensberger Mulde zugeordnet. Im Norden und im Osten ist die Stadtgrenze gleichzeitig Kreisgrenze, im Norden teilweise auch Landesgrenze zum Bundesland Niedersachsen. Die Stadt ist wegen ihrer Lage als Wohngemeinde beliebt, aber auch günstiger Gewerbe- und Industriestandort mit ausreichendem Flächenangebot. Werther verfügt über ein gutes Angebot an Dienstleistern und öffentlichen Einrichtungen. Die Wertheraner Geschäfte bieten durch interessante und attraktive Angebote gute Einkaufsmöglichkeiten. Die verkehrlichen Anbindungen zu den Nachbarstädten sind gut, ebenso die Bundesautobahn-Erreichbarkeit über die A 2, A 30 und A 33. Allerdings ist Werther vom Ausstehen des Teilstücks Borgholzhausen - Bielefeld der A 33 betroffen. GeschichteErstmals urkundlich erwähnt wird Werther in einer Abschrift des Freckenhorster Heberegisters vor 1009. Dort wird ein „Bodo von Wartera" erwähnt, der wohl schon damals dort ein Rittergut bewohnt haben könnte. Die Kirche Sankt Jacob in Werther mit romanischem Turm und gotischen Schiff dürfte dann im 12. Jahrhundert ihre Grundsteinlegung erfahren haben. Mit dem Kirchspiel Dornberg gehörte das Kirchspiel Werther zur Vogtei Werther im Amt Sparrenberg der Grafschaft Ravensberg. Mittelpunkt jener Vogtei wurde das im 14. Jahrhundert erstmals erwähnte „Haus Werther". Damals erfolgte die Belehnung des Henrich von Cappel durch den Grafen von Ravensberg. 1380 erhielt der Belehnte das Rittergut „Haus zu Wengeringtorpe" („Wentrup") und 1386 „Overbeckinghuys" (Overbeck). Bis 1508 hatten die Familien von Cappel und Droste-Erwitte Anrecht auf den Besitz, danach ging er bis 1804 in die Hände der Familie von Hatzfeldt. Aus den beiden Gutshöfen entwickelte sich das 1526 bezeichnete „rechte Haus Werther". Dieses „Haus Werther" bildet den Kern der „Herrschaft Werther" zu der etliche umliegende zugehörige Höfe gehörten, die den „Herren von Werther" zu Abgaben und Diensten verpflichtet waren. Die alten Höfe der Stadt lagen vornehmlich an der alten Handelsstraße von Bielefeld nach Osnabrück. Zwar erhielt Werther 1488 gemeinsam mit Halle und Borgholzhausen bereits Weichbildgerechtsame verliehen, blieb aber mit seinen umliegenden Gemeinden unbedeutend. Die bewohnte Fläche des Jahres 1556 zählte in Werther 44, Rotenhagen mit Häger (zu den „freien Hagen" gehörend) 47, Isingdorf 22, Schröttinghausen 19, Rotingdorf 13 und Theenhausen 12 Wohnstätten. Ende des 16. Jahrhunderts zog die letzte Adelsfamilie (derer v. Hatzfeldt) aus dem Haus Werther; seither wird es durch einen Pächter verwaltet. Im Jahre 1654 bestätigte der Große Kurfürst das Privileg der Weichbildgerechtsame. Damit bekam Werther Handelsrechte, die sich zwar in einem sehr bescheidenen Rahmen hielten, dennoch aber für Werthers Entwicklung eine Wende bedeuteten; es entstand eine geschlossene Bebauung und somit eine Abkehr von der reinen Landwirtschaft. Noch heute stehen in der Innenstadt von Werther Häuser, die Zeugnisse von jener Wende ablegen. Die Verleihung der Stadtrechte für Werther durch König Friedrich Wilhelm I. in Preußen im Jahre 1719 war ein Markstein in der Geschichte der Entwicklung der Stadt Werther. Die wirkliche Bedeutung zeigte sich nicht in den verwaltungstechnischen Änderungen, die die Verleihung der Stadtrechte mit sich brachte, sondern auf wirtschaftlichem Gebiet. Für die Stadt Werther fielen die Handelsschranken, so dass sich jetzt Gewerbetreibende nach ihrem freien Willen in Werther niederlassen konnten. Im Jahre 1787 zählten die Landgemeinden um Werther 5.568, die Stadt Werther selbst 1.013 Einwohner. Rund 100 Kaufleute und Handwerker lebten hier in dieser Zeit. Zu Beginn der 19. Jahrhunderts bestimmte das wirtschaftliche Leben in der Stadt nicht mehr der Handel, sondern das Handwerk der Zigarrenmacher und der Leineweber. Der Bau der Kleinbahnlinie nach Bielefeld im Jahre 1901 brachte dem gewerblichen Leben neuen Auftrieb. Die Schmalspurbahn (1000mm) fuhr bis zum Februar 1954 über Dornberg, Schildesche (dort Anschluss nach Enger) zum Bielefelder Kreisbahnhof (Streckenlänge 14 km). Seither haben Betriebe der verschiedensten Industriezweige in Werther Fuß gefasst. Die heute vorhandene Zahl der Gewerbebetriebe zeugt davon, dass die Landwirtschaft in der Stadt Werther (Westf.) nicht mehr die dominierende Bedeutung hat. Die ehemaligen Landgemeinden dagegen sind bis auf geringe Ausnahmen in Häger industriearm und in starkem Maße der Landwirtschaft verbunden. Im Jahre 1949 zählte die Stadt Werther (Westf.) bedingt durch den großen Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen 4.391 Einwohner. Die Bevölkerungszahlen der Stadt und der umliegenden Landgemeinden stiegen stetig an. Wirtschaft, Wohnungsbau und die sonstigen Einrichtungen einer Stadt dieser Größenordnung erfuhren einen wesentlichen Aufschwung. Durch den Zusammenschluss des früheren Amtes Werther und der Gemeinden Häger, Isingdorf, Rotenhagen, Schröttinghausen (tlw.) und Theenhausen wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen mit Wirkung vom 1. Januar 1973 die neue Stadt Werther (Westf.) gebildet. Das bisherige Amt Werther wurde aufgelöst. Im Jahre 1982 wurde im Rahmen einer Gebietänderung die Rückgliederung von ca. 20 ha (Flächen "Nagelsholz") aus der Stadt Bielefeld zur Stadt Werther (Westf.) wirksam, so dass die Fläche des Stadtgebietes auf 35,28 km² anwächst. Stadtgliederung
Rotenhagen, Rotingdorf und Theenhausen bilden zusammen Langenheide. Die Zusammenfassung dieser Ortsteile unter der Bezeichnung Langenheide hat in erster Linie kulturelle und ideologische Bedeutung. ReligionenIn Werther waren im April 2006 insgesamt 6.952 Personen evangelisch, 1.424 römisch-katholisch, und 3.347 gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder waren konfessionslos. PolitikStadtrat
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004) BürgermeisterBürgermeisterin der Stadt Werther ist seit der Kommunalwahl 1999 Marion Weike. Sie wurde bei der Kommunalwahl am 26. September 2004 mit 67,9 % der Stimmen wiedergewählt. WappenDas Wappen von Werther ist geviertelt. Im ersten Feld auf rot drei silberne Dreiecke, im zweiten und dritten Feld das Wappen der Grafschaft Ravensberg (drei rote Sparren auf silber), im vierten Feld auf rot zwei silberne gekreuztze Streitkolben. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
Kulturelle Verbände
Sport
Regelmäßige Veranstaltungen
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDer Busbahnhof wird im 30-Minuten-Takt von Regionalbussen nach Bielefeld bedient. Weitere Verbindungen bestehen nach Halle, Borgholzhausen und Spenge. Werther gehört zum Verkehrsverbund OstWestfalenLippe (Tarif: Der Sechser). Bildung
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
SonstigesWerther ist der Namensgeber der Karamelbonbons Werther's Original QuellenBorgholzhausen | Gütersloh | Halle (Westf.) | Harsewinkel | Herzebrock-Clarholz | Langenberg | Rheda-Wiedenbrück | Rietberg | Schloß Holte-Stukenbrock | Steinhagen | Verl | Versmold | Werther (Westf.) Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
