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Die Hansestadt Wesel liegt am unteren Niederrhein und innerhalb des nordwestlichen Randbereichs des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen und ist eine Große kreisangehörige Stadt des Kreises Wesel im Regierungsbezirk Düsseldorf. Die Stadt ist Sitz des Kreises Wesel und Mitglied der Euregio Rhein-Waal, des Hansebundes der Neuzeit und der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. GeografieRäumliche LageDie Stadt Wesel liegt an der Mündung der Lippe und des Wesel-Datteln-Kanals in den Rhein, ungefähr in der Mitte des Kreises Wesel mit einem Einzugsgebiet von rund 180.000 Menschen. Sie ist 45 km von der Grenze zu den Niederlanden und ca. 30 km vom Ruhrgebiet entfernt und bildet die westliche Begrenzung des Naturparks Hohe Mark. Der Rhein durchfließt das Stadtgebiet auf 17 km, Lippe und Wesel-Datteln-Kanal auf je 7 km ihres Verlaufs. In der Landesplanung ist Wesel als Mittelzentrum eingestuft. StadtgebietDie Gesamtfläche des Stadtgebietes beträgt 122,617 km². Die maximale Ausdehnung misst in Nord-Süd-Richtung 12,0 km, in West-Ost-Richtung 17,6 km; die Stadtgrenze ist 60 Kilometer lang. Wesel hat eine mittlere Höhenlage von 23 m ü. NN. Räumlich ist die Stadt in folgende fünf Stadtteile gegliedert, die wiederum aus weiteren Ortsteilen bestehen:
Nachbargemeinden/-städteDie Stadt Wesel grenzt im Norden an die Stadt Hamminkeln, im Osten an die Gemeinde Hünxe, im Süden an die Städte Voerde und Rheinberg sowie die Gemeinde Alpen und im Westen an die Städte Xanten und Rees (Kreis Kleve). GeschichteAntikeFunde in den Kiesgruben bei Bislich deuten auf eine Besiedlung des Weseler Raums bereits in der Bronze- und Eisenzeit hin. Aufgrund der häufigen Verlagerungen im Flussbett des Rheins sowie der Lippe und der damit verbundenen Überschwemmungen lässt sich die Frühgeschichte Wesels jedoch nur sehr lückenhaft rekonsturieren. Vermutlich wurde ein Wachposten im rechtsrheinischen Gebiet des späteren Wesels errichtet, als sich das Römische Reich im ersten Jahrhundert v. Chr. an den Niederrhein ausdehnte und die Castra Vetera im linksrheinischen Gebiet des späteren Xantens gegründet wurden; belegt werden konnte dies bislang jedoch nicht. MittelalterDie erste nachweisbare Ansiedlung auf heutigem Weseler Stadtgebiet entstand nach der Zeit der Völkerwanderung im Bereich der damaligen Mündung der Lippe in den Rhein, der Stützpunkt Lippeham. Von hier aus unternahm Kaiser Karl der Große mehrere Feldzüge gegen Sachsen und Dänen. Die weitere Entwicklung dieser Siedlung ist weitestgehend unbekannt, vermutlich wurde sie jedoch durch Rhein- und Lippehochwasser überschwemmt und in der Folge aufgegeben. Als Ursprung der heutigen Stadt wird ein fränkischer Gutshof vermutet, der im Bereich des heutigen Kornmarkts lag. Anfang des 8. Jahrhunderts erwähnte eine Urkundenabschrift im Kloster Echternach erstmals den Namen „Wesele”. Bei Ausgrabungen in der Ruine des Willibrordi-Doms nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Existenz einer Fachwerkkirche im 8. Jahrhundert belegt werden. In einer Urkunde vom 1. Mai 1065 bestätigte König Heinrich IV. die Rückgabe der Kirche und des Besitzes der „villa Wisele” an das Kloster Echternach. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts fiel Wesel, welches sich mittlerweile durch die Lage an Rhein und Lippe begünstigt zum Warenumschlagsplatz entwickelt hatte, als Mitgift an die Grafen von Kleve. Mit der Erhebung Wesels zur Stadt im September 1241 erhielten die Bürger Wesels eine Reihe von Privilegien; darunter freie Erbschaft und Zollfreiheit an allen landesherrlichen Zollstätten. Bis 1277 wurden diese unter anderem durch Brauerei- und Marktrechte erweitert, ebenso wurde ein tägliches Gericht eingerichtet. Während sich der Handel im 13. Jahrhundert auf den An- und Verkauf von Lebensmitteln und Handwerkserzeugnissen beschränkte, erfolgte im 14. Jahrhundert ein wirtschaftlicher Aufschwung, als vermehrt eingeführte Rohstoffe weiterverarbeitet sowie Fertigwaren exportiert wurden. Insbesondere trug die Tuchherstellung zum Wohlstand der Stadt bei, die 1407 der Hanse beitrat. Für aus den Niederlanden und Westfalen eingeführte Waren wurde Wesel daraufhin zum wichtigsten Stapel- und Umschlagplatz nach Köln. Bereits auf dem Lübecker Hansetag 1447 galt Wesel als einer der fünf Vororte des Kölnischen Hanseviertels. Der wirtschaftliche Aufschwung zeigt sich insbesondere in den Bauten dieser Zeit, etwa dem von 1456 bis 1457 errichteten Rathaus, welches zu den bekanntesten niederrheinischen Profanbauten der Spätgotik zählt. Von 1498 bis 1540 wurde der Willibrordi-Dom als spätgotische Basilika auf fünf Kirchenschiffe erweitert. Der 1478 erbaute Turm wurde aus dem dreischiffigen Vorgängerbau von 1424-1480 übernommen. Seit 1342 gibt es auch ein noch heute bestehendes Gymnasium, damals unter der Bezeichnung einer Lateinschule. Seit 1984 trägt es den Namen eines seiner bekanntesten Abiturienten, Konrad-Duden-Gymnasium. Reformation und NeuzeitAnders als in vielen Städten der Umgebung nahm die Reformation schon früh Einfluss auf Wesel. Zu Ostern 1540 wurde im Willibrordi-Dom das Abendmahl, dem Wunsche der Bürger entsprechend „in beiderlei Gestalt” an den herzoglichen Richter, die meisten Ratsmitglieder und 1.500 Bürger ausgeteilt. Von diesem Tag an galt Wesel als Stadt des Protestantismus, die viele Glaubensflüchtlinge, insbesondere aus den Niederlanden, anzog. 1568 organisierten sich die niederländischen Flüchtlingsgemeinden im Weseler Konvent, der erheblichen Einfluss auf die Verfassung der niederländischen und auch deutschen evangelischen Kirchen ausübte. 1609 fiel Wesel mit dem Herzogtum Kleve an die Kurfürsten von Brandenburg das Abstimmungsergebnis bekannt, wonach Wesel im Rahmen der kommunalen Neugliederung ab 1. Januar 1975 zur Kreisstadt des neuen Großkreises Wesel bestimmt wurde. EinwohnerentwicklungDie genauen Einwohnerzahlen der Stadt Wesel vor 1914 wurden entweder nicht erhoben oder sind auf Grund von Datenverlusten als Kriegsfolge nicht verfügbar.
Quellen
PolitikStadtratDie erste Bürgermeisterin in der Geschichte der Stadt Wesel ist Ulrike Westkamp (SPD). Die Bürgermeister des Stadt Wesel 1808-1945:
Die Bürgermeister der Stadt Wesel seit 1945:
Die 50 Sitze im Stadtrat verteilen sich nach dem Ergebnis der Kommunalwahl 2004 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:
StadtwappenDas Stadtwappen zeigt drei springende silberne Wiesel auf rotem Grund. Zwischen ihnen steht ein silbernes, so genanntes "Herzschildchen", das auf das Reitersiegel des Klever Herzogs verweist. Das Wiesel ist als Wappenzeichen der Stadt bereits seit dem 13. Jahrhundert überliefert und übersetzt bildhaft den Namen der Stadt. Das Stadtwappen wurde in seiner modernen Form 1984 genehmigt. Städtepartnerschaften u.a.Die Stadt Wesel pflegt mehrere, meistens über Jahre durch private, schulische und Vereinskontakte aufgebaute Städtepartnerschaften. 1952 entstand eine Partnerschaft mit Hagerstown in Maryland / USA, eine der ältesten deutsch-amerikanischen Städtepartnerschaften überhaupt. 1972 folgte Felixstowe in der Grafschaft Suffolk in Großbritannien. 1990 verschwisterte sich die Stadt Wesel nach der Wiedervereinigung mit Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Die jüngste Partnerschaft wurde 2002 mit der Gemeinde Ketrzyn (ehemals Rastenburg in Ostpreußen) in Polen geschlossen. Darüber hinaus ist Wesel Patenstadt des Tenders „Rhein” der Deutschen Marine und des in Wesel stationierten Fernmeldebataillons 284 der Bundeswehr (seit 2003). Zu Lisieux (Frankreich) bestehen schon seit vielen Jahren Kontakte über einen regen Schüleraustausch. Kultur und SehenswürdigkeitenTheater und KonzerteDie „Niederrheinhalle” auf dem Fusternberg ist Veranstaltungsort für Großveranstaltungen wie Messen und Tagungen. Im „Städtischen Bühnenhaus” finden Theatergastspiele, Sinfonie- und Kammerkonzerte statt. Die Weseler Dom-Konzerte im Willibrordi-Dom und die Konzerte in der Aula der Musik- und Kunstschule im Zitadellen-Komplex ergänzen das Angebot. Stadtbücherei, StadtarchivDie Stadtbücherei verfügt über mehr als 100.000 Medieneinheiten. Das Stadtarchiv im Zitadellen-Komplex bietet einen umfangreichem Archivbestand (Urkunden und Schriften seit 1241). Ihm angeschlossen ist eine Restaurierungswerkstatt. MuseenDas Städtische Museum verfügt über drei Abteilungen:
Die Galerie bietet regelmäßig vier bis fünf Wechselausstellungen mit Werken vorwiegend regionaler Künstler und (kunst)historischer Thematik. Mit zwei Ausstellungen ist jeweils der Niederrheinische Kunstverein Wesel e.V. vertreten. Ein separater Raum beinhaltet Tafelmalereien von Weseler und niederrheinischen Künstlern des Spätmittelalters. Unter anderem sind dort das Weseler Gerichtsbild aus den Jahren 1493/94 von Derik Baegert zu sehen, kleinere Tafeln seines Sohnes Jan Baegert sowie Werke Joos van Cleves, Bartholomäus Bruyn d.Ä. und dessen Sohn Bartholomäus Bruyn d.J.. Daneben wird der Bestand historischen Weseler Silbers vom 16. bis 20. Jahrhundert gezeigt. In der Schill-Kasematte, den zwei Kasematten-Räumen des Zitadellen-Haupttores, befindet sich der Ort, an den die 11 Schillschen Offiziere nach ihrer Gefangennahme in Stralsund gebracht und abgeurteilt wurden. Eine Dokumentation zeigt die Hintergründe und Zusammenhänge der damaligen Ereignisse um den Aufstand gegen Napoléon Bonaparte im Jahre 1809. Die Abteilung Festungsgeschichte des Städtischen Museums im Zitadellen-Komplex zeigt historische Dokumente, Gebrauchsgegenstände, Waffen und bildliche Darstellungen und gibt so einen kurzen Überblick der Entwicklung Wesels von der befestigten Stadt des Mittelalters bis inklusive des Ersten Weltkrieges. Im Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen im Zitadellen-Komplex wird die 300jährige Geschichte Brandenburg-Preußens sowie ihr Einfluss auf das Rheinland und Wesel gezeigt. Auf 2.000 m² Ausstellungsfläche werden die Geschichte des Rheinlandes zu Beginn des 17. Jahrhunderts, Kirchen- und Bildungsgeschichte im 19. Jahrhundert bis hin zur Rolle Preußens in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus dargestellt. Das alte Wasserwerk ist ein technisches Denkmal und vermittelt einen Eindruck der Wasserversorgung der Stadt Wesel von 1886 bis 1956. Die Pumpen des Wasserwerks wurden bis 1924 mit Dampfkraft und dann mit Elektroenergie betrieben; Sie waren bis 1956 in Betrieb. Das Heimat- und Rheindeichmuseum Bislich zeigt Besuchern heimatkundliche Fundstücke, eine ornithologische Sammlung sowie Informationen zum Deichbau. BaudenkmälerDas in der Mitte des 15. Jahrhunderts errichtete und 1698/1700 erweiterte Rathaus am Großen Markt, das im Zweiten Weltkrieg total zerstört wurde, soll wiederaufgebaut werden. Die Zitadelle Wesel (1688-1722, 1809) ist die größte erhaltene Festungsanlage des Rheinlands. Das Clever-Tor-Fries von 1700 stammt ursprünglich vom Clever Tor und befindet sich seit 1975 am jetzigen Standort am Rathaus am Klever-Tor-Platz. Das Berliner Tor ist das östliche Tor der ehemaligen Stadtbefestigung. Es wurde 1718 bis 1722 im preußischen Barock durch Jean de Bodt erbaut. Die Stadtseite des Tores besteht heute nur noch als überdachter Mauerkubus. Lediglich an der Aussenseite wurden Figuren, Reliefs und die Abschlusstrophäe 1974 in beschädigtem und verwitterten Zustand konserviert. Die 1953 von Eva Brinkmann gestaltete „Trauernde Vesalia” ist ein Denkmal auf dem Bombenopferfeld (Ehrenfriedhof) des Alten Friedhofs in der Caspar-Baur-Straße. Das 1963 von Hermann Kunkler geschaffene Peter-Minuit-Denkmal steht auf der Verkehrsinsel im Kreuzungsbereich der Augusta-, Bismarck- und Moltkestraße. Peter Minuit wurde 1585 in Wesel geboren, war Diakon am Willibrordi-Dom und gründete 1626 Nieuw Amsterdam, das heutige New York. Das Mahnmal zur Erinnerung an die Zerstörung Wesels im Zweiten Weltkrieg (1964) von Hans Breeker steht am Rande des Alten Friedhofs an der Kreuzung Caspar-Baur-/Lipperheystraße. KirchenDer evangelische Willibrordi-Dom (1498–1540) am Großen Markt ist eine spätgotische Basilika mit fünf Kirchenschiffen, der Turm wurde 1478 erbaut. Die katholische St. Johannes-Kirche in der Bislicher Dorfstraße ist eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert, die Ende des 14. Jahrhunderts gotisiert wurde. Die katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt im Ortsteil Ginderich entstand in den Jahren 1280 bis 1330 als romanisch-gotische Basilika. Das 1729 errichtete Lutherhaus ist die ehemalige Kirche der Lutherischen Gemeinde. Es dient heute als evangelisches Beratungszentrum und wird für kirchliche und kulturelle Veranstaltungen genutzt. 1949 wurde die katholische St. Martini-Kirche in der Martinistraße 10 auf den Grundmauern einer Kaserne erbaut. Altarteile und Heiligenfiguren stammen aus dem 15. Jahrhundert. In der modernen katholischen Kirche St. Mariä-Himmelfahrt 1952 befindet sich die Krypta der ehemaligen Dominikanerkirche von 1293. Ebenfalls zu den modernen Sakralbauten zählt die Friedenskirche „Zu den heiligen Engeln” (1956–1958) des Architekten Hans Schilling in der Fusternberger Straße, die auf den Grundmauern eines alten Forts erbaut wurde. Weitere Kirchenbauten sind die evangelische Schlosskirche Diersfordt (1775–1778) und die evangelische Kirche Büderich (1835) nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. KornmarktDer Kornmarkt liegt mitten in der Stadt etwas nördlich des Willibrordidoms. Ein fränkischer Gutshof, der vermutlich im 8. Jahrhundert an der Stelle des Kornmarktes stand, gilt als Ursprung der heutigen Stadt. Im Mittelalter war der gepflasterte Platz neben dem „großen Markt” einer der größten Märkte, auf dem vor allem Getreide gehandelt wurde. Mitten auf dem Platz befindet sich ein kleiner Springbrunnen mit den Bronzeskulpturen „Langer Heinrich” und „Bienenkönig”, zwei Personen aus der Weseler Stadtgeschichte, die an diese Zeit erinnern. Heute ist der Kornmarkt vor allem als Kneipenviertel Wesels bekannt. Der Marktplatz ist umgeben von Bars und Restaurants. FreizeitanlagenDer Heubergpark am Rande der östlichen Innenstadt und die Glacisanlagen entlang des ehemaligen Festungsgürtels im Westen und Norden der Innenstadt bieten als Grünanlagen Erholungsraum im Stadtzentrum. Der Rheinaue-Park mit 8,10 km² Gesamtfläche und 1,559 km² Wasserfläche umfasst den Segel- und Motorflugplatz Römerwardt, einen Yachthafen, Tennishallen und -plätze, eine Minigolfanlage, das Auestadion, das beheizte RheinBad und das Strandbad Auesee. Der Rheinaue-Park ist größtenteils Landschaftsschutzgebiet und wird durch Rundwanderwege erschlossen. Das Schwarze Wasser, ein nährstoffarmer Heideweiher als eines der ältesten Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen, liegt nordwestlich der Innenstadt inmitten einer Dünenlandschaft. Der Diersfordter Wald, ebenfalls im Nordwesten Wesels, ist ein 883 ha großes Naturschutzgebiet mit einem 350 ha großen Wildgatter. Der 1.000 km² große Naturpark Hohe Mark erstreckt sich beiderseits der unteren Lippe bis nach Datteln, im Norden bis Bocholt, Rhede, Borken, Coesfeld und im Süden teilweise bis ins Ruhrgebiet. Das auf der linken Rheinseite und teils im Stadtgebiet gelegene Naturschutzgebiet Bislicher Insel gilt als ein wichtiger Gänserastplatz. Weitere im Stadtgebiet gelegene Naturschutzgebiete sind die Gebiete Droste Woy und Westerheide, Rheinaue Bislich-Vahnum, Rheinvorland bei Perrich und Weseler Aue sowie die teils im Stadtgebiet gelegenen Gebiete Großes Veen und Rheinvorland östlich von Wallach. RadtourismusDie Radfernwege NiederRheinroute, Rheinradweg, Römerroute, Rundkurs Ruhrgebiet und die „Kulturroute” an Lippe und Issel lassen sich von Wesel aus befahren. Für das Stadtgebiet Wesel existieren Radwanderkarten mit insgesamt 10 thematischen Routen mit Erläuterungen zu historischen und naturkundlichen Besonderheiten. Infrastruktur und WirtschaftVerkehrSchienen- und BusverkehrDer Bahnhof Wesel liegt ungefähr 700 m südöstlich des Stadtzentrums an der Hollandstrecke (KBS 420), von der hier die Bocholter Bahn (KBS 421) abzweigt. Er wird im Schienenpersonennahverkehr
bedient. Darüber hinaus gibt es in Wesel noch zwei weitere Stationen,
Im Straßenpersonennahverkehr verkehren vom Bahnhof Wesel zur Verknüpfung mit den Gemeinden die Schnellbus-Linien
sowie zwölf weitere Regional- und drei Stadtbuslinien zur räumlichen und innerstädtischen Erschließung. Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. Zwischen dem 6. November 1914 und dem 31. Dezember 1966 verkehrte in der Stadt die Kleinbahn Wesel-Rees-Emmerich. StraßenWesel ist über die Anschlussstellen 5 Hamminkeln, 6 Wesel und 7 Hünxe der Bundesautobahn 3 (E 35) sowie die Anschlussstelle 6 Alpen der Bundesautobahn 57 (E 31) und die Bundesstraßen 8, 58 (mit der einzigen Rheinbrücke im Kreis Wesel bei Rheinstrom-km 814), 70 und 473 an das Fernstraßennetz angebunden. Zusätzlich wird das Stadtgebiet durch vier Landesstraßen erschlossen. Zur Zeit wird eine neue Rheinbrücke stromabwärts unmittelbar neben der bestehenden gebaut. Wesel - seit 1995 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen - bietet optimale Bedingungen für nichtmotorisierte, individuelle Mobilität im räumlichen Nahbereich, vorzugsweise mit dem Fahrrad, zu Fuß, aber auch mit anderen Verkehrsmitteln (z. B. Inlinern, Kickboards, Skateboards u.a.). Für Fußgänger- und Radfahrer verkehren von Ostern bis Oktober
Wasserstraßen und HäfenIn Wesel mündet der Wesel-Datteln-Kanal (Länge im Stadtgebiet: 6,7 km) in den Rheinstrom (Länge im Stadtgebiet: 17 km), der die Grundlage für die betriebenen Häfen, den Rhein-Lippe-Hafen Wesel (Rheinstrom-km 813), den Städtischen Rheinhafen Wesel und den Staatlichen Schutzhafen Wesel (beide Rheinstrom-km 815) bildet. Unternehmen
MedienPrintmedienDie Tageszeitungen Neue Rhein Zeitung und Rheinische Post sowie die Wochenzeitung „Der Weseler” sind in Wesel jeweils mit Lokalredaktionen vertreten. Außerdem erscheint wöchentlich das Magazin „Wir in Wesel”. Tele- und MediendiensteDer Sender Wesel ist eine 1968 errichtete Sendeanlage der Deutschen Bundespost, zur Verbreitung von UKW, Digitalradio (DAB) und Fernsehprogrammen (DVBT) am Perricher Weg im Ortsteil Ginderich. Als Antennenträger dient ein 320,8 Meter hoher abgespannter Stahlfachwerkmast. Heute gehört die Sendeanlage zur Telekom Tochter „DFMG Deutsche Funkturm GmbH”. Der Fernmeldeturm „Langer Heinrich” wurde 1983 von der Deutschen Bundespost am Berliner-Tor-Platz erbaut. Er ist seit 1983 mit 158 m über Niveau (184 m ü. NN) das höchste Bauwerk der Innenstadt und gehört heute zur Telekom-Tochter DFMG Deutsche Funkturm GmbH. Neben kommerziellen Nutzern betreibt der VFDB e.V., Ortsverband Moers Z63, seit März 1984 auf dem Fernmeldeturm das 70-cm-Amateur(Not)funkrelais DB0NW mit 15 W Sendeleistung an einer Rundstrahlantenne in einer Höhe von 143 m ü. NN. Der Einzugsbereich dieses Relais reicht weit über den Kreis Wesel hinaus. In Wesel existiert bei der Volkshochschule eine von sechs Radiowerkstätten des Lokalradios Radio K.W. In diesen Studios wird der größte Teil der Sendungen des Bürgerfunks produziert. Öffentliche EinrichtungenBehörden u.a.Wesel ist Sitz des Kreises Wesel sowie der Kreispolizeibehörde Wesel. Außerdem haben die Agentur für Arbeit, das Amtsgericht, das Arbeitsgericht und das Landwirtschaftsgericht ihren Sitz in Wesel, wie auch das Deutsche Rote Kreuz, die Kreishandwerkerschaft, das Finanzamt, das Staatliche Forstamt und die Telefonseelsorge Niederrhein / Westmünsterland (evang./kath.). Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, die Landwirtschaftskammer Rheinland, der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, der Technische Überwachungsverein, die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer, die Wasserschutzpolizei sowie der Zoll sind mit einer Kreisstelle, Niederlassung beziehungsweise Zweigstelle in Wesel vertreten. Wesel ist Bundeswehrstandort. In der Schill-Kaserne ist unter anderem das Fernmeldebataillon 284 stationiert. Krankenhäuser, AltenheimeIm gesundheitlichen und Pflegebereich existieren für Wesel und sein Einzugsgebiet zwei Krankenhäuser, das Evangelische Krankenhaus mit 314 Betten und das Marien-Hospital mit 422 Betten, zwei REHA-Zentren sowie vier Seniorenheime. BeratungsstellenIn Wesel gibt es Beratungsstellen der AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel, für Alkohol- und Drogengefährdete, des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Arbeiterwohlfahrt, des Caritasverbandes, des Deutschen Kinderschutzbundes, des DGB, des Diakonischen Werks, für Homosexuelle, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Malteser Hilfsdienstes, des VdK, der Verbraucherzentrale NRW und des Weißen Rings, je eine Evangelische und Katholische Familienbildungsstätte und der Arbeiterwohlfahrt sowie eine Frauenberatungsstelle mit angeschlossenem Mädchentreff. SportIn Wesel existieren verschiedene Sportanlagen, unter anderem das Auestadion als Leichtathletikstützpunkt und das zumeist für Fußballspiele genutze Lippestadion, eine Eissporthalle, mehrere Sporthallen sowie Schwimm- und Freizeitbäder. Des Weiteren gibt es einen Sportflugplatz (Wesel/Römerwardt EDLX) und einen Yachthafen. Im Stadtsportverband sind über 60 Vereine vertreten, die Sportarten wie Breitensport, Turnen, Leichtathletik, Fußball, Handball, Flugsport, Reitsport, Hundesport, Minigolf, Schach, Schwimmsport, Segeln, Rudern, Rollkunstlauf, Tanzsport, Badminton, Tennis, Carambolage Billard und vieles mehr anbieten. Zu einem großen Teil von Wesel aus verbreitete sich die in Deutschland bis dato relativ unbekannte Sportart Futsal im Gebiet des Niederrheins und Nordrhein-Westfalens sowie ganz Deutschlands durch die Anstrengungen des International Futsal Wesel e.V. und dessen Präsidenten Naim Sassi. Der Verein nahm im Jahr 2006 auch an der 1. WFLV-Futsal-Liga teil und belegte dort den zweiten Platz. Der Star Futsal Wesel e.V., der ebenfalls an der 1.WFLV-Liga teilnahm, stellt den zweiten Futsal-Verein im Stadtgebiet dar. Der älteste Fußballverein in Wesel ist der BSV Viktoria Wesel, der sich mit den BW Weseler Zebras das Lippestadion teilt. Das beheizte Freibad „RheinBad” befindet sich unmittelbar am Rheinufer und bietet Liegewiesen, eine Sprunganlage unter anderem mit einem 5-m-Turm sowie ein dazugehöriges Becken (15 m × 25 m). Das Mehrzweckbecken hat eine Größe von 25 m × 50 m, in dem auch Wettkampfsport betrieben werden kann. Außerdem gibt es neben einer Wasserschale, Breitbahnrutsche und Unterwasserdüsen auch einen Strömungskanal mit einem Wellenball. Das Kinderbecken hat eine Kinderrutsche und ist 50 m² groß. Ein Wasserspielgarten, ein Bachlauf und ein Sonnensegel runden das Angebot ab. Die Eissporthalle „Toronto Eislauf-Center” liegt im Stadtteil Feldmark. Mehrere Kanuvereine bieten Paddeltouren auf der Lippe an. BildungWesel verfügt in der Primarstufe über eine evangelische Grundschule, drei katholische Grundschulen und zehn Gemeinschafts-Grundschulen sowie über je eine Förderschule für Geistigbehinderte, Lernbehinderte sowie Sprachbehinderte und Schwerhörige. Ergänzt wird das schulische Angebot seit Beginn des Schuljahres 2006/07 durch eine Montessorischule als private Ersatzschule. In der Sekundarstufe gibt es das Berufskolleg Wesel, eine Gesamtschule, zwei Gymnasien - das Andreas-Vesalius-Gymnasium und das Konrad-Duden-Gymnasium, zwei Hauptschulen und zwei Realschulen. Im Weiterbildungsbereich wird das Angebot durch ein Abendgymnasium, die Musik- und Kunstschule, das Studienzentrum der Fernuniversität Hagen und die Volkshochschule abgerundet. Hinzu kommen noch drei Familienbildungsstätten in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt, des Diakonischen Werkes und der Katholischen Kirche. PersönlichkeitenEhrenbürger
Am 4. April 1933 erhielt auch Adolf Hitler „für seine Verdienste für Volk und Vaterland” das Ehrenbürgerrecht Wesels, welches durch einstimmigen Beschluss des Stadtrates am 13. September 1983 wieder aberkannt wurde. Zugleich wurde die während der NS-Zeit erfolgte Aberkennung der Ehrenbürgerschaft Ludwig Poppelbaums für nichtig erklärt. Oft als Vorstufe zur Ehrenbürgerschaft verleiht die Stadt Wesel seit 1970 auch einen Ehrenring für besondere Dienste am Allgemeinwohl, der zuletzt im September 2000 zum bis dahin 25. Mal verliehen wurde. Söhne und Töchter der Stadt
Weitere Persönlichkeiten, die in Wesel wirkten bzw. wirken
Literatur
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