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Westerkappeln ist eine Gemeinde im Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen. Sie liegt im Tecklenburger Land, etwa acht Kilometer westlich von Osnabrück. GeografieGeografische LageWesterkappeln liegt am nördlichen Rand des Münsterlandes. Richtung Norden erstreckt sich das Norddeutsche Tiefland, im Süden grenzt der Teutoburger Wald an. NachbargemeindenIm Westen grenzt die Gemeinde Mettingen (von wo übrigens ein Fürst vor 500 Jahren über Westerkappeln herrschte) an, im Süden Ibbenbüren und Tecklenburg, im Osten die Gemeinde Lotte. Im Norden liegen die Gemeinde Neuenkirchen und die Stadt Bramsche im Landkreis Osnabrück (Niedersachsen). StadtgliederungDas Westerkappelner Gemeindegebiet umfasst neben dem eigentlichen Ortskern einen großflächigen Außenbereich mit den neun Bauernschaften Seeste, Osterbeck, Westerbeck, Metten, Düte, Sennlich, Handarpe, Hambüren und Lada. Die drei letzt genannten Bauernschaften bilden zusammen mit der Siedlung Ortfeld den Ortsteil Velpe. Velpe hat eine eigene Telefonvorwahl, einen Golfplatz, zwei Kirchen und ein umfangreiches Gewerbegebiet entlang der A 30. PolitikGemeinderatDie Sitzverteilung im Rathaus nach der Kommunalwahl vom 26. September 2004:
StädtepartnerschaftenSeit dem 19. Mai 1984 besteht eine offizielle Partnerschaft mit der Gemeinde Bathmen in den Niederlanden. Bathmen liegt in der Provinz Overijssel, etwa zehn km vor Deventer. In der 28 km² großen Gemeinde leben rund 5.150 Einwohner. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDas Gebiet der Gemeinde Westerkappeln liegt unmittelbar an den Autobahnen A 1 und A 30 und wird von zwei untergeordneten Bahnlinien durchquert. Im Norden des Gemeindegebiets befindet sich der Mittellandkanal. Über die A 1 ist der Flughafen Münster-Osnabrück schnell zu erreichen. Die Tecklenburger Nordbahn führt durch den Ortskern von Westerkappeln. Diese Nebenstrecke von Osnabrück nach Rheine wird jedoch nur noch für den Güterverkehr benutzt. Bis vor wenigen Jahren verfügte auch der Ortsteil Velpe über einen Regionalbahn-Haltepunkt der Verbindung Osnabrück-Rheine. GewerbeWesterkappeln verfügt über zwei größere Gewerbegebiete. Im ortsnahen Westerkappelner Gewerbegebiet Gartenkamp haben sich mittelständische Unternehmen angesiedelt, zum Teil von überregionaler Bedeutung. So ist dort z. B. der größte Automatenaufsteller Deutschlands im public vending-Bereich, die Firma Geile, ansässig. Ebenfalls im Gewerbegebiet Gartenkamp finden sich die Zentrale der Firma Foto Erhardt, Menke-Spezialtransporte, tvs, Aqua - Living, ELOS, TAAC, Kamphermann & Opfermann, Düsing, Oberschmidt, LBW, Iborg, Kroog, Konstruktionsbüros Möller, Gedes, Confiserie Rabbel, Fa. Essing an der Kreuzstraße u. a. Seit dem 4. Quartal 2005 gibt es in Westerkappeln das holländische Kinderspielparadies "Ballorig", zu finden ebenfalls im Gewerbegebiet Gartenkamp. Im Ortsteil Velpe befindet sich ein weiteres, größeres Gewerbegebiet. Es liegt direkt an der Abschlussstelle Lotte der A 30. Zu den größten Unternehmen dort gehören die Logistikzentrale und Regionalgesellschaft von Lidl, die Bauunternehmen Echterhoff, Zentrallager Bauking/Hagebau-Weser-Ems, Poppensieker und Derix (Holzleimbinder) und ein ABC-Keramik Werk. Weiterhin sind hier Logistikzentren von Trans-O-Flex , GLS und der WM-Group angesiedelt. Alle diese Unternehmen befinden sich im Industriegebiet Velpe. Darüber hinaus sind die Verzinkerei Heinemann (Seppeler-Gruppe), die Speditions-und Logistikfirma City-Trans sowie Hellos Stahlbau und Velper-Fenster ansässig. Daneben findet sich noch ein Lager der Firma Wulff-Farben, eine Scania LKW-Niederlassung u. a. Besonderheit des Industriegebiets Velpe ist ein sich anschließender am Fuße des Teutoburger Waldes gelegener Golfplatz. GeschichteDer Name Westerkappeln geht zurück auf die Gründung einer Kapelle (capellun) oder Kirche im Westen des Bistums Osnabrück, zur Unterscheidung von einer anderen Kapelle im Osten (Ostercappeln). Die Kirche muss in der Zeit nach dem Jahre 800 unter Karl dem Großen entstanden sein. Wahrscheinlich besaß das Kloster Corvey an der Weser bereits seit 816 Grundrechte in Westerkappeln. Erstmalige Erwähnung findet Westerkappeln dort in einem Einkünfteregister im 11. Jahrhundert. Bis 1939 wurde noch als offizielle Schreibweise „Westercappeln” gepflegt. SonstigesBrunnen im OrtskernIm Jahr 2002 beschäftige sich eine Findungskommission mit der Aufgabe, eine geeignete Brunnenanlage für den Ortskern auszuwählen. Die Bürger Westerkappelns blieben dabei außen vor. Die Kommission entschied sich für das Kunstwerk „Brunnen mit Hase und Blumen” von Professor Heinrich Brummack und setzte sich so gegen den Vorschlag „Brunnen mit Kochtopf und Eule” durch. Die Anlage besteht aus einer gusseisernen Schale mit einem Durchmesser von 2,40 Meter und einem mittig darin platzierten Natursteinsockel mit aufgelegter Drehscheibe. Auf dieser Drehscheibe sind ein aus Bronze gegossener blattvergoldeter Hase und aus Aluminium hergestellte Blumen befestigt. Die hydraulische Drehscheibe lässt den darauf platzierten Hasen nach dem Zufallsprinzip seine Richtung ändern. Im Winter, wenn der Brunnen außer Betrieb ist, wird der Hase von einem blauen Gitter eingeschlossen, „damit er nicht weglaufen kann” (Prof. Brummack). Der Brunnen ist nicht unumstritten. Nach Ansicht von Gegnern dieser Anlage sei das Projekt „kitschiger Müll” und „herausgeschmissenes Geld”. Tatsächlich hat der Brunnen einen fünfstelligen Betrag gekostet (Spende der Kreissparkasse an den Kultur-und Heimatverein Westerkappeln). Andere drückten ihren Protest dadurch aus, dass sie Waschpulver in den Brunnen schütteten. Weblinks
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