
|
Die Gemeinde Wettringen liegt etwa 40 km nördlich von Münster, direkt an der niedersächsischen Landesgrenze. Nur etwa 25 km entfernt von der Grenze zu den Niederlanden liegt sie mit etwa 8.000 Einwohnern an der Steinfurter Aa. Die Entfernung von Wettringen zur größten Stadt im Kreis Steinfurt, Rheine, beträgt 12 km. GeografieGemeindegliederungWettringen besteht heute aus mehreren Ortsteilen und Bauernschaften:
GeschichteDie erste urkundliche Erwähnung von 838 beruht auf eine Schenkung der „Kirche zu Wateringas” durch Kaiser Ludwig dem Frommen an das Frauenstift Herford. Diese Kirche wurde bereits um 800 von Karl dem Großen gegründet und war Urpfarre für spätere Gotteshäuser in der Umgebung. Der alte romanische Kirchenbau wurde 1522 erweitert. Während der spanischen Einfälle wurde Wettringen 1590 mehrmals geplündert. Auch im November 1622, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, wird Wettringen Opfer von Plünderung und Brandschatzung. Der seit 1731 zwischen Münster und dem vorläufigen Endpunkt Clemenshafen fertiggestellte „Münsterische Kanal” wurde 1771 bis Maxhafen verlängert und nach den jeweiligen Fürstbischöfen Max-Clemens-Kanal genannt. Die ursprüngliche geplante Verbindung über die Steinfurter Aa und die Vechte nach Zwolle kam zwar nie zustande, dennoch erlebte das auf Wettringer Gebiet gelegene Maxhafen einen regen Warenumschlag, an dem auch die örtlichen Fuhrleute ihren Anteil hatten. Von 1733 bis 1812 führte auch die Postverbindung über Gronau nach Zwolle unter Einbeziehung des Kanals über Maxhafen. Der Kanal wurde 1840 aufgegeben. 1861 wurde die romanische Kirche abgerissen, und 1862/63 ist der Bau der neugotischen Kirche durch Emil von Manger abgeschlossen. Die Pfarrkirche St. Petronilla existiert heute noch. Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch in Wettringen tiefe Spuren. Am 31. März 1945 rückten alliierte Panzer in Wettringen ein, und Ende desselben Jahres wurden über 1200 Vertriebene, vorwiegend aus Schlesien, in Wettringen aufgenommen. Ein Ehren- und Mahnmal erinnert heute noch an die Schrecken des Krieges. Das Mahnmahl wurde 1957 eingeweiht, und erinnert an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Ein früheres Mahnmal von 1929 würde aus verkehrstechnischen Gründen Anfang der 1950er Jahre aufgegeben. Im Jahre 1998 wurde das Mahnmal durch eine Stehle ergänzt, die an die Opfer des Holocaust erinnert. PolitikGemeinderatDie Sitzverteilung im Rathaus nach der Kommunalwahl vom 26. September 2004:
Bürgermeister der Gemeinde ist Engelbert Rauen. WappenDas Wappen Wettringens baut sich wie folgt auf: Es besteht aus den münsterischen Farben Silber, Rot und Gold. Oben ist der Wolkenschnittbalken dargestellt. Das Zeichen der Edelherren von Wettringen, die damals ihren Stammsitz in Langenhorst hatten. Zusätzlich zu Langenhorst gehörten damals auch noch Borghorst, Burgsteinfurt, Metelen und Welbergen zum Pfarrbezirk Wettringen. Weiter stammt der rote Balken in der Mitte aus dem Schild des Herforder Stiftes, und der Schwan aus dem Wappen des Fürsten zu Bentheim und Steinfurt. Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
Parks
NaturdenkmälerIm Norden der Gemeinde liegt das Naherholungsgebiet der Haddorfer Seen. SportNeben dem Schützenvereien erfreuen sich die Sportvereine größter Beliebtheit. Allen voran Vorwärts Wettringen, mit einem großen Angebot verschiedenster Sportarten
(eine komplette Liste aller Vereine auf der Homepage Wettringens) Regelmäßige VeranstaltungenDie Tradition des Schützenwesens wird in Wettringen gerne gepflegt. So hat fast jeder Ortsteil einen Schützenverein. In vielen Ortschaften Westfalens sind oft verheiratete und nicht-verheiratete Männer in einem Verein zusammengefasst. Dies geht auf einen Beschluss der preussischen Regierung von 1835 zurück. Die Regierung forderte damals von den lose existierenden Schützenbruderschaften, sich fester zu organisieren. Von den Junggesellenschützen forderte man einen Zusammenschluss mit den „Alten”. Dieser Forderung haben sich die Junggesellen in Wettringen jedoch widersetzt, und stattdessen eine eigene Satzung festgelegt. So ergibt es sich zur Zeit, dass es in Wettringen einen „Junggesellenschützenverein von 1651 e.V.”, sowie die „Männerschützengilde von 1650 e.V.” gibt. Die Wettringer Schützenvereine im Überblick:
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
