Wintrich in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Bernkastel-Kues
Koordinaten: 49° 53′ N, 6° 57′ O
Höhe: 140 m ü. NN
Fläche: 17,59 km²
Einwohner: 951
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54487
Vorwahl: 06534
Kfz-Kennzeichen: WIL
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 133
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Gestade 18
54470 Bernkastel-Kues
Webpräsenz: www.wintrich-mosel.de
Ortsbürgermeister: Dirk Kessler

Wintrich ist eine rheinland-pfälzische Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich.

Geographie

Geographische Lage

Die Ortsgemeinde liegt in der Natur- und Kulturlandschaft des Moseltals am rechten Ufer des Flusses; dort weitet sich das Tal zu einer Landschaft, die bestimmt ist von flachen Uferhängen und einstigen Moselschleifen. Mit Weinbergen besetzte und teilweise bewaldete mittelsteile Hänge steigen dagegen auf der gegenüberliegenden Flussseite zur Eifel an.

Raumplanung

Unmittelbar benachbarte Gemeinden sind unter anderem Minheim, Kesten oder Brauneberg. Nächstgelegene Mittelzentren sind Bernkastel-Kues, etwa 10 Kilometer entfernt, und Wittlich, etwa 20 Kilometer entfernt. Trier liegt in etwa 40 Kilometer Entfernung. Siehe auch: Region Trier

Klima

Durch die Eifelbarriere liegt Wintrich im Schutz und Regenschatten von Westwinden, die außerdem einen Föhneffekt bewirken können. Gleichzeitig wird eine Lufterwärmung durch geringen Luftaustausch mit dem Umland begünstigt. Damit verbunden ist aufgrund der ständigen Verdunstung des Moselwassers eine regelmäßig hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für teilweise belastendes, schwüles Wetter sorgt und zahlreiche Gewitter mit sich bringt. Es herrscht ein insgesamt fast mediterranes Klima. Beweis dafür ist die im benachbarten Brauneberg am 11. August 1998 festgestellte Rekordtemperatur von 41,2°C im Schatten - die höchste jemals in der Bundesrepublik gemessene Lufttemperatur.

Geschichte

Bereits Kelten, Römer und Franken siedelten auf dem Gebiet der heutigen Ortsgemeinde. Wintrich wurde 960 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. Der keltisch-römische Name vindriacum heißt soviel wie "Winzerdorf"; seit jeher wird dort Weinbau betrieben. Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen und alte Weingüter zeugen von der historischen Tradition.

Politik

Bürgermeister ist Dirk Kessler.

Ergebnisse der Gemeinderatswahl vom 13. Juni 2004:

Anzahl Prozent Sitze
Wahlberechtigte 825 100,0 12
Wähler 639 77,5
Ungültige Stimmzettel 25 3,9
Gültige Stimmzettel 614 96,1
Freie Wählergruppe 1 226 36,8 4
Freie Wählergruppe 2 298 48,5 6
Freie Wählergruppe 3 44 7,2 1
Freie Wählergruppe 4 46 7,5 1

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Weinbau

In den Lagen Geierslay, Ohligsberg und Stefanslay wird Weinbau betrieben, überregional bekannt wurde Wintrich vor allem durch die Lage "Großer Herrgott". Im Jahr 1968 installierte man auf dem Geyerskopf in den Weinbergen ein einzigartig großes Kruzifix, welches zum alten Namen passt. Es dient als Wahrzeichen des Winzerdorfes und ist selbst aus großer Entfernung sowohl am Tag wie auch in der Nacht durch eine Flutlichtanlage gut zu erkennen. Riesling ist hier die übliche Rebsorte; außerdem werden in geringen Mengen unter anderem Burgunder, Rivaner, Kerner und Dornfelder produziert.

Regelmäßige Veranstaltungen

Im Fünfjahresrhythmus finden die Wintricher Passionsspiele statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bei Wintrich befindet sich eine Staustufe der Mosel; jedoch keine Brücke. Eine Umgehungsstraße leitet den Straßenverkehr um den Ort.




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Informationsportal über Wintrich in Rheinland-Pfalz - 26.5.2012