Wipfeld in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Verwaltungsge-
meinschaft:
Schwanfeld
Koordinaten: 49° 55′ N, 10° 10′ O
Höhe: 225 m ü. NN
Fläche: 5,24 km²
Einwohner: 1142
Bevölkerungsdichte: 218 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97537
Vorwahl: 09384
Kfz-Kennzeichen: SW
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 196
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
97537 Wipfeld
Webpräsenz: www.wipfeld.de
Bürgermeister: Peter Zeißner

Wipfeld ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schwanfeld.

Geografie

Lage

Wipfeld liegt eingebettet am Anfang eines Seitentals rechts des Mains beim Flusskilometer 317,2 am südöstlichen Ende des Landkreis Schweinfurt. Die höchste Erhebung mit 315 m ist der Speiersberg. Der Ort umfasst eine Gemarkung von 521 Hektar, wovon 85 Hektar mit Reben bepflanzt sind.

Nachbargemeinden

Im Umkreis liegen die Städte Würzburg 27 km, Schweinfurt 15 km, nach Werneck sind es 11 km, 10 km bis nach Volkach und 15 km sind es nach Gerolzhofen.

Gemeindegliederung

Ortsteil der Gemeinde Wipfeld ist St. Ludwig. Dieser Ortsteil Wipfelds liegt am anderen Mainufer und kann mit der Mainfähre erreicht werden. Dort befinden sich fünf Schwefelheilquellen, welche um 1800 entdeckt wurden. Sie legten den Grundstein für den Kurbetrieb des "Ludwigsbades" von 1811 bis 1901. Danach Gymnasium der Benediktinerkloster, heute ein Mädchenheim der Oberzeller Schwestern.

Geschichte

Der unterfränkische Weinort hat eine lange Tradition und Geschichte. Nicht zuletzt Conrad Celtis sowie Nikolaus Müller stammen aus diesem kleinen Weinort. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 918. Von 1987 bis 1995 war Wipfeld Modellgemeinde der Städtebaulichen Dorferneuerung sowie Modellvorhaben für den Forschungsbereich städtebauliche Erneuerungen von Dörfern und Ortsteilen des experimentellen Wohnungs- und Städtebaus beim Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau. Ein außergewöhnlicher Ortskern im ländlichen Raum ist heute auf dem Historischen Celtis-Rundweg zu erkunden.

Einwohnerentwicklung

Weinbau

Der Lagename „Wipfelder Zehntgraf” steht seit 1971 für frische und fruchtige Frankenweine und ließ die jahrhunderte alte Wipfelder Weinbautradition neu Aufleben. Auf rund 85 Hektar bauen 100 Genossenschaftswinzer und Selbstvermarkter hauptsächlich die Weißweinsorten Silvaner, Müller-Thurgau, Bacchus, Traminer, Grauer Burgunder und Kerner an. Rotweinsorten wie Domina, Spätburgunder und Dornfelder ergänzen das Angebot. Der 3,3 km lange Zehntgrafen-Weinweg informiert seit 1997 umfassend über alles Wissenswerte rund um den Wein.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat neben dem Bürgermeister 12 Mitglieder.

  • CSU: 12 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)

Städtepartnerschaften

Mit der Gemeinde Follina in Italien besteht eine Städtepartnerschaft. Der Ort liegt im Prosecco-Gebiet zwischen Valdobbiádene und Vittorio Veneto etwa auf halber Strecke. Follina hat einen gut erhaltenen mittelalterlichen Ortskern und ein Zisterzienserkloster aus dem 14. Jahrhundert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Über dem Ort liegt die katholische Pfarrkirche St. Johannis deren Chor und Langhaus im Jahre 1785 errichtet wurde. Der Turm stammt aus dem Jahre 1599 und ist ein Julius-Echter-Turm.

Verkehr

  • Die Mainfähre verbindet Wipfeld mit dem Ortsteil St. Ludwig.

Persönlichkeiten

  • Conrad Celtis * 1. Februar 1459 in Wipfeld, war ein deutscher Humanist und Dichter
  • Eulogius Schneider * 20. Oktober 1756 in Wipfeld, war ein Franziskanermönch, Jakobiner und Religionsphilosoph.
  • Engelbert Klüpfel * 18. Januar 1733 in Wipfeld, bedeutender katholischer Theologieprofessor der Aufklärung
  • Nikolaus Müller * 27. November 1758 in Wipfeld, Schultheiß und Urbild eines Managers



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Informationsportal über Wipfeld in Bayern - 26.5.2012