Wöbbelin in Mecklenburg-Vorpommern


Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust
Amt: Ludwigslust-Land
Koordinaten: 53° 23′ N, 11° 30′ O
Höhe: 34 m ü. NN
Fläche: 23,51 km²
Einwohner: 954
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19288
Vorwahl: 038753
Kfz-Kennzeichen: LWL
Gemeindeschlüssel: 13 0 54 119
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Amtsverwaltung:
Wöbbeliner Str. 5
19288 Ludwigslust
Webpräsenz: www.woebbelin.de
Bürgermeisterin: Cornelia Schubring
Lage von Wöbbelin im Landkreis Ludwigslust

Wöbbelin ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde gehört zum Amt Ludwigslust-Land mit Sitz in der Stadt Ludwigslust.

Wöbbelin besteht aus drei Ortsteilen. Der Ortschaft Dreenkrögen, der "Funkamtsiedlung", die in den 1950er Jahren zusammen mit dem Mittelwellensender Wöbbelin entstand, und dem Hauptort Wöbbelin.

Geografie und Verkehr

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 106 zwischen den Städten Ludwigslust (7 km) und Schwerin (23 km). Nördlich des Ortsteils Dreenkrögen liegt die Anschlussstelle Ludwigslust zur Bundesautobahn 24 und ein Autohof.

In Dreenkrögen befindet sich ein 5,95 ha großer Badesee, der durch Kiesabbau entstanden ist.

Geschichte

1333 wurde Wöbbelin als "wopelyn" erstmalig erwähnt.

1813 wurde in Wöbbelin der Dichter Theodor Körner bestattet. Der Hain mit den Gräbern Körners und einiger Familienangehöriger entwickelte sich schon kurz nach dessen Tod zur national-patriotischen Gedenkstätte.

1938 wurde der Hain aufwändig zur "nationalsozialistischen Weihestätte" umgestaltet.

1945 entstand in den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges in unmittelbarer Nähe der Kreisstadt Ludwigslust ein Außenlager des Konzentrationslagers Hamburg-Neuengamme, das wegen seiner Lage an der Straße nach Wöbbelin den Namen KZ Wöbbelin erhielt. Nach der Befreiung des Lagers durch amerikanische Truppen am 2. Mai 1945 fanden viele Opfer dieses Lagers ihre letzte Ruhestätte im Park der Körner-Gedenkstätte.

Mahn und Gedenkstätten

Die ehemalige "nationalsozialistische Weihestätte" mitten im Ort dient heute der Mahn- und Gedenkstätte Wöbbelin als Sitz des Museums. Die Mahn- und Gedenkstätte befasst sich in einer Doppelfunktion sowohl mit dem Dichter, als auch der Aufarbeitung der Geschichte des KZ Wöbbelin.

Funkamt und Sender Wöbbelin

Seit 1952 war Wöbbelin auch Standort einer Sendeanlage für Mittelwellenrundfunk. Als Antennenanlage wurden zwei je 120 Meter hohe, gegen Erde isolierte Stahlfachwerkmasten genutzt. Diese Sendemasten waren 1952 aus einem in Königs Wusterhausen demontierten 250 Meter hohen Sendemast entstanden. Mit dem Inkrafttreten des Genfer Wellenplans wurden Wöbbelin die Frequenzen 576 kHz und 999 kHz zugeteilt. Letztere wurde über eine inzwischen abgebaute Dreieckflächenantenne abgestrahlt und zuletzt von Talk Radio genutzt. Erstere Frequenz wurde bis zum 4. April 2003 von Megaradio genutzt. Da auf der selben Frequenz der Sender in Mühlacker vom SWR betrieben wird, verursachte die Nutzung dieser Frequenz in Wöbbelin starke Störungen des Empfangs des SWR.

Im November 2005 wurden die letzten beiden verbliebenen Sendemasten gesprengt, womit die Geschichte von Funkamt und Sender Wöbbelin zu Ende sein dürfte.




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Informationsportal über Wöbbelin in Mecklenburg-Vorpommern - 26.5.2012