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Wolpertswende ist eine Gemeinde im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg. Die Gemeinde ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Fronreute-Wolpertswende. GeografieGeografische LageDie Gemeinde liegt 10 km nordwestlich der Großen Kreisstadt Ravensburg. Der Ortsteil Mochenwangen liegt im Schussental, der Ortsteil Wolpertswende auf einer Anhöhe, die das Schussental überblickt. GemeindegliederungDie Gemeinde Wolpertswende besteht neben dem namengebenden Ort Wolpertswende aus den Ortsteilen Niedersweiler, Segelbach, Vorsee, Haller, Bruggen, Moosehren, Stroppel, Meßhausen, Preußenhäusle, Ziegelhütte, Hatzenturm, Steinhausen und Mochenwangen. GeschichteFür das 4. Jh. v. Chr. sind auf dem heutigen Gemeindegebiet steinzeitliche Siedlungen am Schreckensee nachgewiesen. Wie am Illmensee und am Federsee wurden Gegenstände der so genannten Pfyn-Altheimer Gruppe gefunden, die ein räumliches Bindeglied zwischen der Pfyner Kultur (Schweiz/Bodensee) und der Altheimer Kultur an der Iller darstellt. ReligionenWolpertswende ist wie das gesamte Umland römisch-katholisch geprägt. Die Gemeinde ist Sitz der Pfarrei St. Gangolf in Wolpertswende und der Pfarrei Mariä Geburt in Mochenwangen, die beide zum Dekanat Ravensburg gehören. Die 1973 selbständig gewordene evangelische Kirchengemeinde Mochenwangen umfasst das Gebiet der politischen Gemeinden Wolpertswende und Fronreute. Sie gehört zum Dekanat Ravensburg und hat 613 Gemeindeglieder in Wolpertswende sowie 625 Gemeindeglieder in Fronreute (Stand: 2004). PolitikWappenWappenbeschreibung: In Blau eine silberne Kapelle mit rotem Ziegeldach. Die „Kapelle” wurde 1930 vom Wolpertswender Gemeinderat als Wappenfigur festgelegt. Sie stellt die etwas unterhalb des Orts gelegene barocke Gangolfkapelle dar. Die Farben wurden 1935 festgelegt. Die historischen Beziehungen des Orts zu den Herren von Fronhofen und zur Reichsstadt Ravensburg fanden bei der Wappengestaltung keine Berücksichtigung. PartnerschaftenDie Gemeinde unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu:
Kultur und SehenswürdigkeitenKulturelle AngeboteDer Kulturbeirat „Alte Kirche” veranstaltet Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen für Kinder in der Alten Kirche in Mochenwangen. Die Musikvereine Wolpertswende und Mochenwangen spielen bei weltlichen und kirchlichen Anlässen in der Gemeinde und der Umgebung. Ebenso ist der Fanfarenzug "Kakadu" musikalisch und mit jährlichen Theateraufführungen aktiv. Sehenswürdigkeiten in Wolpertswende
Sehenswürdigkeiten in Mochenwangen
Naturdenkmäler
SportDer Sportverein SV Mochenwangen e. V. wurde 1920 gegründet. Von 1996 bis zum Abstieg 2000 spielte die Fußballmannschaft des Vereins in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse in der Verbandsliga Württemberg, seit 2001 spielt er in der Bezirksliga Bodensee (Stand: 2006). Zur Saison 2006/2007 gelang dem SV Mochenwangen wieder (bereits in der Saison 2004/2005 für 1 Jahr) der Aufstieg in die Landesliga Württemberg Staffel 4. Der Tennisclub TC Mochenwangen e. V. hat ca. 260 Mitglieder und betreibt eine Clubanlage in Mochenwangen. Der Sportverein SV Wolpertswende 1956 bietet Turnen, Fußball und Volleyball. Die Fußballmannschaft spielt in der Kreisliga B (Stand: 2006). Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaftIn Mochenwangen ist die 1868 gegründete Papierfabrik Mochenwangen Papier ansässig. Im späten 20. Jahrhundert war die Fabrik Teil des finnischen Konzerns Myllykoski, seit 2002 gehört sie zur Golzern Holding GmbH. Die Fabrik hat 190 Mitarbeiter und produziert etwa 110.000 t Papier pro Jahr. Sie lieferte das Papier für einige Bände der Buchreihe „Harry Potter”. BildungDie Gemeinde ist Träger der Eugen-Bolz-Schule in Mochenwangen, einer Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, mit Außenstelle in Wolpertswende. Die Schule hat etwa 270 Schüler (Stand: 2005). Sie ist nach dem württembergischen Staatspräsidenten und Widerstandskämpfer Eugen Bolz benannt. VerkehrMochenwangen ist mit einer Ausfahrt (Baindt/Mochenwangen) an einen vierspurigen Abschnitt der Bundesstraße 30 (Friedrichshafen – Ulm) angeschlossen. Die Landesstraße 284 führt von Mochenwangen durch den Mochenwanger Wald nach Aulendorf. Die Ortsteile untereinander und andere Nachbargemeinden sind durch Kreisstraßen verbunden. Mochenwangen liegt an der Südbahn Ulm – Friedrichshafen – Lindau. Der Streckenabschnitt von Ravensburg bis Biberach an der Riß, an dem auch der ehemalige Bahnhof Mochenwangen liegt, wurde bereits am 26. Mai 1849 eingeweiht. Der Bahnhof wurde mit Ablauf des Sommerfahrplans zum 28. Mai 1989 geschlossen. Mit der Ausweiterung der Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) (Friedrichshafen – Ravensburg) zum 1. Juni 1997 nach Aulendorf wurde ein neuer Haltepunkt nahe des historischen Bahnhofsgebäudes eröffnet. Die Gemeinde ist mit einer Buslinie mit Ravensburg verbunden und liegt im Tarifgebiet des Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbunds (bodo). Persönlichkeiten
Literatur
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