Wülperode in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Halberstadt
Verwaltungsge-
meinschaft:
Osterwieck-Fallstein
Koordinaten: 51° 59′ N, 10° 36′ O
Höhe: 145 m ü. NN
Fläche: 12,73 km²
Einwohner: 518
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38835
Vorwahl: 039421
Kfz-Kennzeichen: HBS
Gemeindeschlüssel: 15 3 57 039
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Am Markt 11
38835 Osterwieck
Webpräsenz: www.osterwieck-fallstein.de
Bürgermeister: Dirk Heinemann

Wülperode ist eine Gemeinde, die zur Verwaltungsgemeinschaft Osterwieck-Fallstein im Landkreis Halberstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt gehört.

1997 war es zum schönsten Dorf Sachsen-Anhalts gewählt worden und belegte im selben Jahr beim Bundesvergleich den 3. Platz.

Geografische Lage

Der Ort liegt in nördlichen Harzvorland im Oker-Tal am Ecker-Graben, nordwestlich von Osterwieck und südlich der Stadt Hornburg (Niedersachsen).

Geschichte

Wülperode gehörte bis 1648 zum Bistum Halberstadt und gelangte dann an das Fürstentum Halberstadt. Der Ort unterstand direkt dem Amt Stötterlingenburg-Wülperode und gelangte 1815 an den Regierungsbezirk Magdeburg der preußischen Provinz Sachsen. Ab 1961 lag der Ort unmittelbar im Grenzgebiet der DDR und war nur mit einer Sondergenehmigung (Passierschein) zu erreichen. Dabei wurden die drei Nachbarorte Göddeckenrode, Suderode und Wülperode in Dreirode umbenannt. Gleichzeitig verschwanden die Orte von den Landkarten, nur "Dreirode" war wage dafür eingetragen worden. Erst nach 1989 erhielten die drei Nachbardörfer ihre alten Namen und ihren Platz auf den Landkarten zurück.

Baudenkmale

  • Gutskirche mit Dachreiter
  • Bauernhäuser (16. - 18. Jahrhundert)
  • Gedenkstein an Ritter Hackelberg / Wilde Jagd (16./17. Jahrhundert)
  • Kriegerdenkmal (1914/18)

Zeittafel

  • 1396 Erste Erwähnung der Kirche zu Wülperode
  • 1648 Das Bistum Halberstadt gehört nach dem Dreißigjährigen Krieg zum Kurfürstentum Brandenburg
  • 1651 Anlegen des ersten Kirchenbuches durch Pastor Wernecke. Erste Eintragung 1652
  • 1672 Bau des Steinadlerkruges im Steinfeld außerhalb des Ortes
  • 1718 Fertigstellung der derzeitigen Fachwerkkirche
  • 1785 (17. November) Wilhelm Klöpper aus Hoppenstedt erwirbt von Jakob Igel den Steinadlerkrug und gibt ihm seinen Namen
  • 1814 Kleist von Nollendorf erhält vom Preussenkönig Friedrich Wilhelm III. die Domainen Wülperode und Stötterlingenburg geschenkt
  • 1837 Seperation der Gemarkung Wülperode
  • 1844 nach dem Schlesischen Weberaufstand werden im Ort schlesische Weber angesiedelt
  • 1897 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
  • 1898 Gutsübernahme durch die Familie Reckleben
  • 1950 die Orte Göddeckenrode, Suderode und Wülperode werden bei der Kreisreform zur Gemeinde Dreirode zusammengelegt
  • 1952 Errichtung des Sperrgebietes zur BRD
  • 1961 Abriß des Klöpperkruges im Steinfeld
  • 1969 Sprengung des Gutshauses, beginnender Abriß weiterer Gutsgebäude
  • 1990 Grenzöffnung



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Informationsportal über Wülperode in Sachsen-Anhalt - 26.5.2012