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Wusterhausen/Dosse ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg). GeografieGeografische LageEs existieren drei Naturschutzgebiete: der Bückwitzer See und der Große Blankenberger See sowie das Feuchtgebiet und Waldareal zwischen Wusterhausen und Plänitz-Leddin. Weiterhin sind zwei Landschaftsschutzgebiete mit dem Gebiet um den Untersee, und den Wald südlich von Segeletz vorhanden. GemeindegliederungZur Gemeinde gehören neben dem Kernort Wusterhausen die Ortsteile Bantikow, Barsikow, Blankenberg, Brunn, Bückwitz, Dessow, Emilienhof, Ganzer, Gartow, Kantow, Läsikow, Lögow, Metzelthin, Nackel, Schönberg, Sechzehneichen, Segeletz, Tornow, Tramnitz, Trieplatz und Wulkow. PolitikWusterhausen erhielt 1232 das Stendaler Stadtrecht. Am 31. Dezember 1997 kam es zur Vereinigung mit sieben anderen Gemeinden, zuvor und danach fanden noch andere Eingemeindungen statt. Laut Paragraph 11 Absatz 2 der Gemeindeordnung für das Land Brandenburg hätte die neugebildete Gemeinde das Recht, die Bezeichnung Stadt weiterzuführen. Sie macht von dieser Möglichkeit jedoch keinen Gebrauch und bezeichnet sich in seiner Hauptsatzung als Gemeinde Wusterhausen/Dosse. Lediglich der die Gemarkung Wusterhausen umfassende Ortsteil wird als Stadt Wusterhausen/Dosse bezeichnet. Geschichte1232 Erste Nachricht über den Ort in einer Urkunde,daß ein Gebiet vor Kyritz den Edlen von Plote gehört 1250 Erster Bauabschnitt der Stadtkirche 1258 Wusterhausen erhält Stendaler Stadtrecht 1307 Erste Erwähnung des Hospitals "zum heiligen Geist" heut Seniorenheim. 1317 Markgraf Waldemar von Brandenburg verpfändet die Stadt mit mehreren Dörfern an die Grafen von Lindow 1325 Die Grafen von Lindow übertragen an die Stadt die obere und niedere Gerichtsbarkeit 1474 Aufgrund der Einnahmen aus dem blühenden Salzhandel kann die Erweiterung der Stadtkirche St.Peter und Paul zu einer dreischiffigen gotischen Hallenkirche im Klosterformat erfolgen 1524 Wusterhausen wird kurfürstliche Immediastadt. 1626 Die Pest rafft viele Bürger dahin. 1637 Feuersbrünste zerstören große Teile der Stadt 1758 letzter großer Stadtbrand durch Unachtsamkeit des Ackerbürgers Michel Hilgendorff, dessen Glut aus seiner Pfeife fällt. Bei dem Brand wird Wusterhausen zu zwei Dritteln zerstört, inclusive das alte Rathaus mit seinem wertvollen Archiv. 1764 Der achteckige Spitzhelm des Kirchturms brennt durch Blitzschlag nieder seitdem wird er durch den kleinen Pyramidenhelm abgeschlossen. Nur dem Nieselregen und dem windstillen Wetter ist es zu verdanken, daß das Feuer nicht nochmals auf die Stadt überschlug. 1800 Die Stadt zählt 185 Handel- und Gewerbetreibende, allein davon sind 59 Schuster und 38 Ackerbürger. Die große Anzahl an Schuhmachern bringt Wusterhausen den Spottnamen "Schusterhausen" ein. 1887 Fertigstellung der Eisenbahnstrecke Neustadt-Pritzwalk über Wusterhausen. 1894 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1905 Bau der neuen Stadtschule. 1933 Wusterhausen begeht 700-jähriges Stadtjubiläum unter den aufstrebenden Nationalsozialisten. Höhepunkt des nationalsozialistischen Wahns war die Teerung und Federung einer Halbjüdin auf dem Marktplatz der Stadt. 1935 der Boxweltmeister Max Schmeling besucht die Stadt. 1945 die Stadt hat den 2.Weltkrieg unversehrt überstanden. 1949 der DEFA-Film "Die Brücke" unter der Regie von Artur Pohl wird in Wusterhausen gedreht. Dieser Film befasst sich mit der Ankunft und des Sesshaftwerdens von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen östlichen deutschen Kriegsgebieten, in einer vom Krieg unversehrten Kleinstadt.Wusterhausen bot dazu die beste Kulisse. 1962 der Altstadtabriss hat begonnen.Ganze Häuserviertel wurden abgerissen um an deren Stelle Neubaublöcke zu errichten. Die damalige Wohnungsbaupolitik der DDR hinterließ ihre zerstörerischen Spuren. 1966 der Flußverlauf der Dosse wird begradigt.Dadurch verminderte sich die Fließgeschwindigkeit der durch die Stadt verlaufenden Dossearme, sie versandeten. Die Zweigarme der Dosse verhielfen der Stadt zu dem Beinamen "Klein-Venedig". Die Dossearme wurden zugeschüttet und die Stadt verlor einen Großteil ihrer Attraktivität. 1970 Einweihung des neuen Strandbades. 1976 Bau der neuen Schule hinter der alten Schule. 1983 Wusterhausen begeht 750-jähriges Stadtjubiläum GemeindevertretungDie Gemeindevertretung besteht aus 17 Mitgliedern und dem hauptamtlichen Bürgermeister.
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003) Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
Musik
Mehr Informationen Bauwerke
Der Windstille und dem Regen ist es zu verdanken das das Feuer nicht auf die Stadt überschlug und einen erneuten Stadtbrand auslöste, denn nur 6 Jahre zuvor am 13. April des Jahres 1758 wurde die Stadt zu zwei Dritteln ein Raub der Flammen. Ursprünglich wollten die Wusterhausener Bürger den hohen Spitzhelm wiederaufbauen. Für die Wusterhausener Bürger bedeutete dies eine große finanzielle Anstrengung, das Holz für den achteckigen Spitzhelm zu erwerben, denn die Stadkasse war durch den Brand von 1758 leer. Trotzdem gelang der Holzkauf durch den Stadtkämmerer Werkenthin. Das Holz wurde aber verschnitten und zu klein angeliefert. Der durch die Stadt beauftragte Baumeister flüchtete, da die Wusterhausener Bürger anfingen ihn zu verspotten, da ein Fortschritt der Bauarbeiten nicht ersichtlich wurde. Der Stadtkämmerer soll angeblich absichtlich zu kleine Maße angegeben haben, um billig an Bauholz für den Bau des heutigen Museumshauses zu kommen. Die Wusterhausener Bürger waren der allgemeinen Konfusion überdrüssig und setzten dem Kirchturm den kleinen Pyramidenhelm auf. Das Material für den achteckigen Spitzhelm findet man heute in Form des Dachstuhls im Museumshaus am Markt 3 wieder. Ein Gedenkstein für den Stadtkämmerer Werkenthin befindet sich in der heutigen Marienkapelle. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrVerkehrsmäßig ist die Gemeinde Wusterhausen über die Bundesautobahn 24 und über die Bundesstraßen B 5, B 102 und B 167 sowie über den Verkehrsflugplatz Heinrichsfelde zu erreichen. Die Gemeinde Wusterhausen (Dosse) ist auch per Eisenbahn erreichbar. Es handelt sich um zwei Strecken in Normalspur, zum Einen die Staatsbahn Neustadt (Dosse) - Pritzwalk - Meyenburg, Betriebsaufnahme 11.12.1887 mit der Station Wusterhausen (Dosse) und zum Anderen um die Ruppiner Kreisbahn, Betriebsaufnahme am 01.11.1902 mit den Stationen Barsikow, Dessow, Emilienhof und Metzelthin. Betrieben werden beide Strecken heute von der Prignitzer Eisenbahn: PE53 Neustadt (Dosse) - Neuruppin Rheinsberger Tor (durch das Land Brandenburg zum 10. Dezember 2006 abbestellt; auf dieser Strecke werden zukünftig Busse eingesetzt) PE73 Neustadt (Dosse) - Kyritz - Pritzwalk Ansässige UnternehmenÜberregionale Bedeutung hat das in Wusterhausen ansässige Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit)[1]. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
