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Zella-Mehlis ist eine Stadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Thüringen, Deutschland. GeographieZella-Mehlis liegt etwa sechs Kilometer vom Rennsteig entfernt am Südhang des Thüringer Waldes. Angrenzende Gemeinden sind Benshausen, Oberhof, Steinbach-Hallenberg, Oberschönau und die kreisfreie Stadt Suhl. DialektIn Zella-Mehlis wird hennebergisch, eine Mainfränkische Mundart, gesprochen. Der nahgelegene Rennsteig fungiert als Sprachgrenze zwischen dem Thüringischen und dem Fränkischen und stellt somit die natürliche Grenze zwischen Mittel- und Süddeutschland dar. Das in Mehlis gesprochene „Mehl`ser Platt” unterscheidet sich dabei nur unwesentlich vom „Zeller Platt”, beispielsweise gehen Zellaer „inn Waald” um spazierenzugehen, die Mehliser dahingegen „inn Bahrch (Berg)”. GeschichteZella-Mehlis wurde am 1. April 1919 durch den Zusammenschluss der seit 1640 zu Sachsen-Gotha (Amt Schwarzwald bzw. später Ohrdruf) gehörenden Gemeinden Zella St. Blasii und Mehlis gebildet. Von 1920 bis 1952 gehörte Zella-Mehlis zu Thüringen, wo es einen eigenen Stadtkreis bildete. Dies lag einerseits daran, dass die Stadt direkt an der preußischen Grenze lag und die nächste thüringische Kreisstadt (Gotha) zu weit entfernt lag, um Zella-Mehlis diesem Kreis zuzuteilen, andererseits daran, dass die Stadt zu den ökonomisch bedeutendsten und reichsten Gemeinden Thüringens zählte. Nach Bildung der Bezirke in der DDR lag Zella-Mehlis im Bezirk Suhl. In Zella-Mehlis war bis zur Reform der Landkreise 1994 der Verwaltungssitz des Kreises Suhl-Land. Seit 2006 befindet sich im Süden des Stadtgebiets eine Müllverbrennungsanlage in Bau. Ihre Errichtung war stark umstritten, u.a. war auch die Stadtverwaltung von Zella-Mehlis gegen den Bau. Geschichte des Ortsteils MehlisDie erste urkundliche Erwähnung datiert von 841. Am 27. März 1894 erhielt Mehlis das Stadtrecht. Geschichte des Ortsteils ZellaZella St. Blasii wurde im Jahre 1111 von Timo von Nordeck gegründet und dem Kloster Reinhardsbrunn unterstellt. Zwar gehören die Ersterwähnungsurkunden von 1111 und 1112 zu den Reinhardsbrunner Fälschungen, doch gilt der Inhalt als wissenschaftlich anerkannt. 1645 wurde es zum Marktflecken erhoben. Seit dem 16. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem der größten Zentren des waffenproduzierenden Gewerbes in der mitteldeutschen Region. Dies war bis 1945 der Haupterwerbszweig der Mehrzahl der Einwohner. ReligionenDie Bevölkerung Zellas und Mehlis' vollzog während der Reformationszeit frühzeitig die Abkehr vom Katholizismus zum lutherischen Bekenntnis. Die historischen Barockkirchen mitsamt ihren Gemeinden gehören zur Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen mit Sitz in Eisenach, wobei diese bei Zella-Mehlis aufgrund der Neugliederung Europas durch den Wiener Kongress 1815, gleichzeitig sowohl an die Kirchenprovinz Sachsen (Magdeburg - Suhl) als auch an die Kirche Kurhessen-Waldeck (Kassel-Schmalkalden / Steinbach-Hallenberg / Bermbach) grenzt. In Zella-Mehlis gibt es weiterhin Gotteshäuser der römisch-katholischen sowie der neuapostolischen Christen. EinwohnerentwicklungEntwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
1 29. Oktober PolitikWappenBlasonierung: „Geviert von Silber und Blau; im Feld 1: ein wachsender rotgekleideter nimbierter Heiliger, der in der rechten Hand einen goldenen Bischofstab und in der linken zwei gekreuzte brennende goldene Kerzen hält, Feld 2: eine schrägrechtsgelegte silberne Armbrust, Feld 3: zwei gekreuzte silberne Bergeisen, Feld 4: eine wachsende rotgekleidete nimbierte Heilige, in den Händen ein goldenes Schalgefäß haltend.” StädtepartnerschaftenZella-Mehlis pflegt seit 1990 eine Städtepartnerschaft zum rheinland-pfälzischen Andernach und eine Städtefreundschaft zu Gemünden am Main in Bayern. Bereits seit 1967 verbindet ein Freundschaftsvertrag Zella-Mehlis mit Saint-Martin-d'Hères im französischen Département Isère. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
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VerkehrÖffentlicher VerkehrZella-Mehlis ist ein Eisenbahnknotenpunkt. Dort zweigt von der Bahnstrecke Erfurt–Schweinfurt die Nebenbahn nach Schmalkalden ab. Auf der Hauptstrecke verkehren jeweils im Zweistundentakt abwechselnd der Regionalexpress Erfurt – Schweinfurt der DB Regio AG und die Nahverkehrszüge Erfurt – Meiningen der Südthüringenbahn (STB), sodass sich zwischen Erfurt und Grimmenthal insgesamt in etwa ein Stundentakt ergibt. Auf der Nebenstrecke verkehren wochentags stündlich, sonst nur alle zwei Stunden Züge der STB nach Schmalkalden. Darüber hinaus fahren in Zella-Mehlis mehrere Überlandbuslinien der Meininger Busbetriebsgesellschaft sowie einige örtliche Linien der Städtischen Nahverkehrsgesellschaft Suhl/Zella-Mehlis. StraßenverkehrZella-Mehlis ist mit den Anschlussstellen Suhl/Zella-Mehlis und Oberhof direkt an die A71 Erfurt – Schweinfurt angebunden. Außerdem verläuft die zwar zur Landstraße L3247 abgestufte, aber noch immer überregional wichtige ehemalige B247 Gotha – Suhl – Schleusingen durch den Ort. Die B280 Zella-Mehlis – Meiningen hat wegen der parallelen Autobahn ihre Bedeutung für den überregionalen Verkehr verloren und wurde aufgehoben. In Planung befindet sich eine Verlängerung der Bundesstraße B62 von Bad Salzungen/Barchfeld über Wernshausen nach Schmalkalden, dann über Steinbach-Hallenberg, Benshausen und Zella-Mehlis weiter zur A71. Das Teilstück zwischen Benshausen und der Anschlussstelle A71 Suhl/Zella-Mehlis ist bereits als B 62 ausgeschildert. Bedeutende Zella-Mehliser
Mit Zella-Mehlis verbundene Persönlichkeiten
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