
|
Zörbig ist eine Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt zwischen Bitterfeld und Köthen. GeografieZörbig und die Zörbig umgebende Landschaft gehören im weitesten Sinne zum Altmoränengebiet der Norddeutschen Tiefebene, im engeren Sinne zum Köthener Ackerland als Lößstandort von hoher Bonität. Klimatisch ist die Landschaft um die Stadt dem Gebiet des stärker kontinental beeinflussten Ostdeutschen Binnenland-Klimas zuzuordnen. Durch den Regenschatten des Harzes bedingt treten relativ geringe Niederschlagsmengen auf. Ortsgliederung
1. Die selbständigen Gemeinden Löberitz, Salzfurtkapelle, Spören, Schrenz, Stumsdorf, Göttnitz und Zörbig haben sich im Rahmen einer Gebietsreform nach Bürgeranhörungen sowie dem Bürgerentscheid in Schrenz und nach dem Beschlüssen der Gemeinderäte aller beteiligten Kommunen mit dem 29. Februar 2004 aufgelöst und sind zum 1. März 2004 in die neue Einheitsgemeinde Stadt Zörbig aufgegangen. 2. Am 2. März 2004 wurde die Gemeinde Großzöberitz in diese neue Stadt Zörbig eingemeindet. 3. Mit Wirkung vom 1. Januar 2005 sind die bis zum 31. Dezember 2004 selbständigen Gemeinden Quetzdölsdorf und Cösitz (vormals Landkreis Köthen) in die Stadt Zörbig eingemeindet worden. Die Gebietsänderung ist damit vorerst abgeschlossen. Durch bestehendes Ortschaftsrecht haben sich die 17 Ortsteile in 10 Ortschaften gegliedert. Diese Ortschaften unterteilen sich wie folgt: Zörbig (mit den Ortsteilen Zörbig und Mößlitz), Löberitz, Salzfurtkapelle (mit den Ortsteilen Salzfurtkapelle und Wadendorf), Großzöberitz, Quetzdölsdorf, Spören (mit den Ortsteilen Spören und Prussendorf), Schrenz (mit den Ortsteilen Schrenz und Rieda), Stumsdorf (mit den Ortsteilen Stumsdorf und Werben), Göttnitz (mit den Ortsteilen Göttnitz und Löbersdorf) sowie Cösitz (mit den Ortsteilen Cösitz und Priesdorf). GeschichteEine Besiedlung des Landes zwischen Strengbach und Fuhne kann schon seit mehr als 5000 Jahren nachgewiesen werden. Ackerbauern und Viehzüchter, die nicht in geschlossenen Ortschaften siedelten, bestimmten das Bild des fruchtbaren Landstriches in der Jungsteinzeit. Auwälder grenzten an die ehemals mächtigen Flüsse, die noch bis zur heutigen Zeit ihr Urstromtal aufzeigen. Um 700 nach Christus drängten die slawischen Wenden die germanischen Stämme in breiter Front Richtung Westen und nahmen unter anderem auch Besitz von der Region unseres heutigen Zörbig. Obwohl die Slawen um 900 nach Christus das eroberte Gebiet wieder aufgeben mussten, prägten sie durch ihre Ortsgründungen bis zum heutigen Tag diesen Landstrich. Die Geschichte der jetzigen Gemeinden wie Zörbig, Löberitz oder Quetz verrät schon durch die Namensgebung ihre slawische Herkunft. Sie lässt sich unter anderem auch dadurch nachweislich bis zur damaligen Zeit zurückverfolgen. Als dominante Ortsgründung muss Zörbig, im slawischen Sprachgebrauch auch Curbici, angesehen werden, denn eine feste Burganlage sicherte im von Wasser umgebenen Strengbachbogen eine stetige Entwicklung der Siedlung und gewährte den dort siedelnden Menschen den notwendigen Schutz. Mittelpunkt dieser wehrhaften Siedlung war ein runder Burgfried, der uns nach einigen Umbauten bis zum heutigen Tag erhalten geblieben ist. Nach Zurückeroberung der Gegend durch deutsch-germanische Stämme, spätestens aber im 11.Jahrhundert, bauten diese die strategisch wichtige Sorbenfeste mit dominierenden Holzbefestigungen in eine den Zeiten trotzenden Steinburg um. Doch da war Zörbig, die erste urkundliche Erwähnung stammt übrigens vom 29. Juli 961 durch Kaiser Otto I., schon der Mittelpunkt einer mehr oder weniger großen Dorfgruppe. Diese Entwicklung wurde mit der Verleihung des Stadtrechts belohnt. Die Stadt entwickelte sich im Mittelalter rasant in den Grenzen einer geschlossenen Stadtmauer, die zusätzlich mit mehreren Türmen, befestigte Tore und Gräben ihre Wehrhaftigkeit dokumentierte. Von der Stadtmauer ist heute nur noch ein kleines Stück erhalten. Auch der erst letztens renovierte Hallesche Turm ist ein Überbleibsel aus dieser Zeit. Die ehemaligen Stadtgräben und Wallanlagen sind auch heute noch gut erkennbar und laden als relativ geschlossener Grüngürtel zu einem ausgedehnten Spaziergang um den Altstadtkern ein. Neben der alten Burganlage, die im 17. Jahrhundert unter Herzog August von Sachsen-Merseburg zum Residenzschloss umgebaut wurde, kann die Stadtkirche St. Mauritius" als ältestes Bauwerk des Ortes angesehen werden. Aus Vorgängerkirchen hervorgehend, erhielt das in der Stadt dominierende Bauwerk zwischen 1518 und 1540 seine heutige Form. Einwohnerentwicklung
PolitikBürgermeister: Rolf Sonnenberger Ortsbürgermeister: Jürgen Ebinger WappenBlasonierung: „Auf damasziertem goldenem Grund zwei blaue Pfähle.” Das Zörbiger Stadtwappen Das Wappen der Stadt Zörbig ist als Siegel seit dem 28. Dezember 1445 auf einer Huldigungsurkunde der Stadt für Kurfürst Friedrich II. von Sachsen nachweisbar. Von einer offiziellen Wappenverleihung ist dem Landeshauptarchiv Magdeburg nichts bekannt. Zörbig gehörte allerdings bis 1815 zu Kursachsen, doch auch dem dadurch zuständigen Sächsischen Hauptarchiv Dresden liegt kein Wappenbrief vor. Auf Grund dieses Fehlens hat die Stadt Zörbig 1994 einen Antrag auf Genehmigung zur Führung eines Wappens gestellt. Der Regierungspräsident des kommunalrechtlich zuständigen Regierungspräsidiums Dessau, Dr. Hoffmann, genehmigt am 6. September 1994 diesem Antrag und legitimierte damit die bisherige Wappennutzung der Stadt Zörbig. Das noch heute gebräuchliche Zörbiger Stadtwappen ist sehr einfach. Im gelb oder goldenen damaszierenden Feld eines Halbrundschildes befinden sich zwei senkrechte blaue Pfähle. Das Wappen dokumentiert damit die Zugehörigkeit der Stadt zur Grafschaft Wettin. Zum Haus Wettin gehörte auch die ehemalige Mark Landsberg. Hier wurden die blauen Pfähle, entlehnt. Die sogenannten „Landsberger Pfähle” kamen zuerst in einem Siegel Otto's des Reichen vor, welcher 1125 geboren wurde und von 1156 bis 1190 als Markgraf von Meißen herrschte. Ihre Zahl schwankte anfänglich, doch seit dem 13. Jahrhundert sind es zwei. Ab 1291, wo Landsberg an Brandenburg überging um dann aber später zurück erworben zu werden, weisen die Wappen der Wettiner keine Pfähle mehr auf. In einigen Stadtwappen, zum Beispiel von Leipzig und Chemnitz als blaue oder bei Dresden als schwarze, sind sie jedoch vereinzelt erhalten geblieben. Zum Wappen gehörte früher noch ein Schildhalter in unterschiedlichsten Darstellungen. Am gebräuchlichsten war allerdings eine Engelgestalt, von der später nur noch über dem Wappen der Kopf abgebildet wurde. Spätestens nach der Säkularisation wurde offiziell gänzlich auf dem geflügelten Engelskopf verzichtet, wird aber in romantisierenden Darstellungen gelegentlich bis zum heutigen Tag verwendet. Kultur und SehenswürdigkeitenVeranstaltungen
Die diesjährig mittlerweile zum Zehnten Mal ausgetragene Oldtimer Rallye im Städtedreieck Leipzig-Halle-Dessau Museum
Bauwerke
Kultur
Bilder der StadtSport
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrZörbig erhielt erst 1897 mit Eröffnung der Nebenbahnlinie Bitterfeld – Stumsdorf Bahnanschluss. Die erhielt im Volksmund den Namen „Saftbahn”, weil mit ihr das bekannteste Zörbiger Produkt, Zuckerrübensaft, transportiert wurde. Zuvor existierte bereits eine gebührenpflichtige Kreischaussee zwischen Bitterfeld und Zörbig. Diese Bahnverbindung ist heute jedoch nicht mehr verfügbar. Zörbig ist nahe der A9. Ansässige Unternehmen
Öffentliche Einrichtungen
Söhne und Töchter der Stadt
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
