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Zschornewitz ist eine Gemeinde am südwestlichen Rand des Landkreises Wittenberg (Sachsen-Anhalt). Sie liegt etwa vier Kilometer westlich der ehemaligen Kreisstadt Gräfenhainichen unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen. Zusammen mit der Stadt Gräfenhainichen sowie den Gemeinden Jüdenberg, Möhlau, Schköna und Tornau bildet Zschornewitz die Verwaltungsgemeinschaft Tor zur Dübener Heide. GeografieNachbargemeindenDie Gemeinden Jüdenberg, Möhlau, Burgkemnitz, Gröbern sowie die Stadt Gräfenhainichen grenzen an die Gemeinde Zschornewitz. GemeindegliederungDie Gemeinde gliedert sich in den kaum noch wahrnehmbaren historischen Teil, die Werkssiedlung 'Kolonie', die neue Kraftwerkssiedlung im Osten und die Siedlung 'Pöplitz' (ca. 2km entfernt) im Westen. GeschichteIm 19. Jahrhundert lebten kaum mehr als 200 Einwohner im Heidedorf Zschornewitz. 1915 begann der Bau des Kraftwerks nach Plänen des Architekten Prof. Klingenberg in nur ca. 2 km Entfernung vom Tagebau Golpa. Gleichzeitig entstand die gartenstädtische Werkssiedlung 'Kolonie'. 1916 erzeugten acht Turbinen a 16 MW zusammen 128 MW; damit war das Kraftwerk Zschornewitz das erste Großkraftwerk Deutschlands und zu dieser Zeit auch das größte Braunkohlekraftwerk der Welt. Es versorgte Berlin und Teile Sachsens mit elektrischem Strom. 1920/21 Bau der Schule in der Kolonie. 1929 wurden zwei 85-MW-Turbinen in Betrieb genommen (zu dieser Zeit die größten Europas). 13 riesige Schornsteine prägen für Jahrzehnte das Bild der Gemeinde. 1945 teilweise Demontage des Kraftwerks durch die Sowjets (als Reparationsleistung). 30. Juni 1992 Stilllegung des Kraftwerks. Die Kolonie und Teile des Kraftwerkes wurden auf Initiative des Bauhauses unter Denkmalschutz gestellt. 1995 wurde der erhaltene Teil des Kraftwerks zum Industriedenkmal. 1996 wurde die Werkssiedlung 'Kolonie' in die Liste der EXPO-Projekte aufgenommen; sie wurde 1997-99 umfangreich restauriert. Am 13. Mai 2000 feierte Zschornewitz sein 800-jähriges Bestehen. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerkeHerausragendstes Bauwerk des Ortes ist das ehemalige Kraftwerk Zschornewitz. Seit 1995 ist das Industriedenkmal als Energiemuseum geöffnet. Wirtschaft und InfrastrukturWindparkAuf der südlich von Zschornewitz gelegenen Abraumhalde des Tagebaues Gröbern wird nach der Stillegung des Braunkohlekraftwerkes ein Windpark mit 8 Anlagen errichtet. Die Abraumhalde überragt das Gelände um ca. 50 Meter und bietet so gute Voraussetzungen für die Windenergienutzung. ElektroschmelzeDie Elektroschmelze "Treibacher Schleifmittel Zschornewitz GmbH" ist ein Unternehmen, das Korund als Ausgangsstoff für die Schleifmittelindustrie herstellt. Das Korund wird in Elektroschmelzöfen hergestellt. VerkehrStraße
Schiene
StatistikBevölkerungsentwicklungDie Zahlen geben die Gesamtzahl der Einwohner an: 1990 3736 2000 3072 2004 2957 2006 3028 ab 1990 Statistisches Landesamt, Stand zum 31.12. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
